Nur die Raute
·24 March 2026
Stammplatz und Führerschein los: Dompé beim HSV vor dem Aus?

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·24 March 2026

Noch vor wenigen Monaten galt Jean-Luc Dompé in den Reihen des HSV als völlig unverzichtbarer Unterschiedsspieler.
Ohne seine neun Tore und 14 Vorlagen wären die Rothosen in der vergangenen Saison wohl kaum in die Bundesliga aufgestiegen. Doch heute ist von einer derart hohen Produktivität kaum noch etwas übrig. Der Franzose (drei Tore, null Vorlagen) sitzt meist nur noch auf der Bank. Lediglich eines der letzten zehn Spiele macht er von Beginn an.
Auslöser für diesen drastischen Absturz ist in erster Linie ein Vorfall abseits des Platzes. Dompé wurde Ende Januar mit 1,34 Promille am Steuer erwischt und setzte seine Fahrt sogar noch auf einem E-Scooter fort. Die Konsequenzen samt Suspendierung und Verlust des Führerscheins folgten sofort. Seitdem ist Dompé auch seinen lange sicher geglaubten Stammplatz los. Zwar durfte er beim 2:1-Erfolg in Wolfsburg noch einmal von Beginn an ran und traf per Elfmeter, doch nachhaltig überzeugen konnte er damit nicht.
Trainer Merlin Polzin versucht die Situation diplomatisch einzuordnen. „Ich bin froh, seine Qualitäten zur Verfügung zu haben“, betonte er unlängst. Gleichzeitig macht er aber deutlich, dass zuletzt „andere Spielerprofile gebraucht“ wurden. Oder anders gesagt: Dompé ist aktuell schlicht und ergreifend nicht erste Wahl!

Foto: IMAGO
Profiteur dieser Entwicklung ist Philip Otele. Der im Winter aus Basel geliehene Offensivmann hat sich an Dompé vorbeigeschoben und bringt Eigenschaften mit, die dem HSV derzeit besser zu Gesicht stehen. Der Nigerianer ist der geradlinigere und umschaltstärkere Spielertyp, arbeitet zudem wesentlich engagierter gegen den Ball. Polzin machte zuletzt erste Andeutungen, wonach der Aufsteiger im Sommer die fünf Millionen Euro schwere Kaufoption ziehen könnte.
Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, stünde die Dompé-Zeit im Volkspark womöglich vor einem schnellen Ende. Hinzu kommt, dass sich der Linksaußen mit 30 Jahren bereits in einem fortgeschritteneren Fußball-Alter befindet und nur noch bis 2027 Vertrag hat. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wollen die Verantwortlichen zeitnah das Gespräch mit dem einstigen Publikumsliebling suchen. Auch ein vorzeitiger Abschied sei dabei kein Tabu mehr.









































