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·25 March 2026

SZ-Podcast zu den Entscheidungen Kehl und Book: „BVB wagt mehr Mut“

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Natürlich spricht man bei der Süddeutschen Zeitung – öffentlich im Podcast „Und nun zum Sport“ – mit BVB-Experte Freddie Röckenhaus über die jüngsten personellen Veränderungen bei Borussia Dortmund. Selbst, wenn Röckenhaus, wie derzeit der Fall, in Australien weilt. Das sagt der berufene Mund zum Abschied von Kehl und zum neuen Mann Nils-Ole Book.

Zunächst einmal sei es für jene, welche einen gewissen Draht ins Innere des Vereins besitzen, keine Überraschung, dass man sich von Sebastian Kehl trennt. Schon vorher habe es Situationen gegeben, in denen dies wahrscheinlich wirkte. Auch, als man Ricken Kehl vorzog, woraufhin Letzterer nicht das Weite suchte, sondern die neue Konstellation annahm – was man ihm hoch anrechnen müsse.


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Geschätzt werde Kehl auch nach dieser Trennung nach nun 24 Jahren als Spieler und Funktionär bei Borussia Dortmund ohnehin auch in Zukunft. Nicht ganz so unzweifelhaft sehr gut wie als Spieler habe Kehl allerdings die Rolle als Sportdirektor ausgefüllt. Was Röckenhaus weniger an dessen Transferbilanz festmacht. Dabei könne man von außen meist schlecht beurteilen, wie groß die Anteile der Handelnden beim BVB am Zustandekommen von Transfers jeweils gewesen sind.

Kehl habe sich aber mit der Übernahme des Jobs als Leitender Angestellter merklich verändert, von seiner früher geerdeten Art entfernt. Nicht nur in Bezug auf die führenden Köpfe wie Watzke, Cramer und Ricken sei er immer isolierter gewesen. Auch bei weiteren Mitarbeitern sei er nicht unbedingt als Menschenfänger aufgetreten. Seine etwas zurückhaltendere Art könne aber in Zukunft gut zum HSV passen.

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Foto: IMAGO

Auch Rickens Verbleib laut SZ nicht sicher

Über Kehls bereits installierten Nachfolger Nils-Ole Book weiß man bei der SZ noch nicht allzu viel Auskunft zu geben. Glaubwürdig sei aber in jedem Fall, dass dieser Zeit seines Lebens Fan des BVB sei. Schließlich stammt er aus Beckum, was klassisches Einzugsgebiet von Borussia Dortmund sei.

Interessanter sind da eher Röckenhaus‘ Ausführungen zu Lars Ricken, der sich keineswegs sicher sein sollte, eine Vertragsverlängerung als Geschäftsführer Sport zu erhalten. So hervorragend seine Arbeit als Nachwuchsleiter auch war, in seiner neuen Funktion sei er auffällig still in der Öffentlichkeit. So still, dass zuletzt sogar Marketing-Experte Carsten Cramer sich dazu genötigt sah, Auskünfte über die Bewertung der sportlichen Auftritte des BVB abzugeben. Möglicherweise bahnt sich da also eine weitere Veränderung an.

In jedem Fall zu begrüßen sei bei der Kehl-Entscheidung aber, dass der BVB personell offenbar nun mehr Mut wage als in der Vergangenheit, in der man allzu gerne auf Stallgeruch setzte.

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