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·15 July 2026
Taktgeber, Verbindungsspieler, Leader: Was Otto Rosengren dem 1. FC Köln bringen könnte

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Simon Bartsch
15 Juli, 2026
Der FC arbeitet weiter an seinem Kader. Auf der Liste soll der Schwede Otto Rosengren stehen. Und der überrascht – in mehrerlei Hinsicht.
Otto Rosengren könnte gut zum 1. FC Köln passen (Foto: Michael Campanella/Getty Images)
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Wenn Otto Rosengren nicht auf dem Fußballplatz steht, beschreiben ihn seine Mannschaftskollegen als ruhig, vielleicht ein wenig zurückhaltend. Doch auf dem Feld zeigt sich ein ganz anderer Spieler. „Sobald ich auf den Platz gehe, schaltet sich bei mir etwas ein“, sagte der Mittelfeldspieler im Frühling in einem Interview mit Aftonbladet. Hintergrund war eine Art Rangelei mit Gegenspieler Mohamed Bawa. Dieser riss den Spieler von Malmö zu Boden. „Ich spiele ihn aus und dann zieht er mich herunter. Er zieht mich am Nacken. Natürlich werde ich dann sauer“, sagte der Schwede. „Es wurde etwas hitzig, und dann hat er die Beherrschung verloren. Ich hatte auf Rot gehofft, musste mich aber mit Gelb zufriedengeben.“ Rosengren ist auf dem Platz eben alles andere als zurückhalten. Immer hochmotiviert, wie er sich selbst beschreibt. „Ich würde sagen, darin bin ich ziemlich gut. Ich bin einfach total motiviert, wenn ich auf dem Platz stehe, das ist etwas, das mich richtig anspornt“, so der Mittelfeldspieler, der in jenem Duell zum zwischenzeitlichen 3:0 traf und damit seinem Gegenspieler erst recht frustrierte.
Auf dem Platz strotzt Rosengren vor Selbstvertrauen. Das war nicht immer so. Gerade zu Beginn seiner Zeit in Malmö hatte der Spieler nach eigenen Aussagen „enorme Zweifel“, dem Druck gewachsen zu sein. Doch der Schwede ging voran und suchte nach Lösungen. Rosengren arbeitete mit dem Sportpsychologen des Vereins, suchte aber auch Hilfe bei einem ominösen geheimen „Engländer“, den der Spieler aber explizit nicht benennen will. „Ich möchte nicht genau erklären, wie ich gearbeitet habe. Aber es gibt einige gute Bücher da draußen, die helfen. Es geht um die Vorbereitung auf Spiele und Training, Visualisierung und solche Dinge“, so Rosengren in einem Interview von 2025. „Ich wusste, dass meine Qualität als Fußballspieler nicht das Problem war, sondern mein Kopf.“ Und der scheint nun nicht mehr das Problem zu sein. Der 23-Jährige ist in Malmö gereift, mental, aber auch sportlich. Nicht umsonst wurde er Stammspieler, ist mittlerweile einer der Leader der Mannschaft. Der zentrale Mittelfeldspieler ist Taktgeber, der Motor seines Teams.
Dass der FC, der gefühlt gerade an einem Überangebot im Zentrum arbeitet, an dem Spieler interessiert sein soll, hat Gründe. Der 23-Jährige sieht sich selbst nicht als Sechser. Auch, wenn er dort einige Male eingesetzt wurde. Ihm sei es lieber, „dass ich einen Sechser hinter mir habe, der aufräumt und mich dann zwischen den Linien in der Offensive findet. Ich bekomme mehr Freiheit und kann mich über große Räume bewegen. Dort bin ich am besten – und nicht als Sechser, wie gegen Sirius. Dort fühle ich mich längst nicht so sicher und wohl“, so Rosengren. Ein Blick auf die Wyscout-Daten der laufenden Saison zeigt, dass der Schwede vor allem mit seinem überragenden Passspiel überzeugt – und das gerade bei den Bällen in Richtung letztes Drittel. „Seine größte Stärke ist nicht der tödliche Pass, sondern dass er Mitspieler ständig in bessere Positionen bringt“, sagte der schwedische Scout Harry Kruusval in dem Blog „The Football Analyst“. In den schwedischen Medien wird vor allem das Timing bei seinen Pässen und die ständige Anspielbarkeit als besondere Qualität des 23-Jährigen hervorgehoben, genau wie die Pressing-Resistenz.
„Er beschleunigt unser Spiel. Er braucht nur wenige Ballkontakte und trifft fast immer die richtige Entscheidung“, sagte Malmö-Coach Henrik Rydström über seinen Schützling. Der Mittelfeldspieler schaltet sich immer wieder in die Offensive mit ein. „Ich bewege mich in freie Räume und versuche, die anderen in gute Situationen zu bringen“, sagt Rosengren über sich selbst. Andere sagen über ihn, er habe ein beeindruckendes Stellungsspiel, eine feine Technik. Der 23-Jährige bezeichnet sich eher als Verbindungsspieler, sieht sich nicht als Spielmacher. Vielleicht auch, weil er durchaus auch den Rückwärtsgang kennt. Rosengren sucht oft Defensivaktionen, gewinnt viele von ihnen. Bei einer Körpergröße von 1,78 Metern allerdings nicht immer in der Luft. Doch durch seinen Einsatz macht er viel wett. Und das eben, ohne den Scheinwerfer zu suchen. „Es ist auch Führung, auf dem Platz alles zu geben. Dann folgen die Leute von selbst“, sagt Rosengren.







































