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·3 August 2026

Talente haben das Nachsehen: Erfolg darf für VfB keine Ausrede sein

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Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der VfB Stuttgart tut sich schwer damit, eigene Talente zu integrieren. Erfolg darf für den Champions-League-Starter jedoch keine Ausrede sein.


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Beim VfB Stuttgart ist die Debatte über die richtige Förderung von Talenten entbrannt. Manager Fabian Wohlgemuth erklärte im kicker: „Aufgrund des Qualitätsniveaus und der Entwicklung des Vereins ist es natürlich nicht ganz einfach, oben anzukommen.“

Problem der Bundesliga

Tatsächlich gilt das generell für Vereine in der Bundesliga: Je erfolgreicher sie sind und je näher sie den Champions-League-Plätzen kommen, desto seltener sind eigene Talente im Kader, die eine große Rolle spielen.

Allerdings waren die Schwaben in diesem Bereich meist anders gestrickt. Die Generationen Kevin Kuranyi und Mario Gomez erhielten von Beginn an Vertrauen. Das Team wuchs gemeinsam zusammen und kämpfte sich nach oben. Selbst als der VfB phasenweise oben stand und 2007 deutscher Meister wurde, war Platz für eigene Talente.

Deshalb machen es sich die Stuttgarter zu einfach, wenn sie sich auf die übliche Ausrede anderer Bundesligaklubs berufen. Zumal das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der Schwaben immer noch als eines der besten in Deutschland gilt. Doch aktuell ist unter den Top 13 Feldspielern kaum ein Profi, der wirklich aus der Schwaben-Akademie stammt.

Bezeichnend ist, dass der 20-jährige Finn Jeltsch als Innenverteidiger hervorragend gefördert wird und auf dem Weg zum Nationalspieler ist – er wurde jedoch vor zwei Jahren vom 1. FC Nürnberg geholt. Das gilt auch für viele andere Spieler wie Angelo Stiller oder Chris Führich: Sie haben sich beim VfB zu Nationalspielern entwickelt, ihre Ausbildung fand jedoch bei anderen Vereinen statt. Warum klappt dieser Weg nicht auch mit eigenen Talenten?

Seimen ist die Nummer eins im VfB-Tor

Fairerweise muss man festhalten, dass sich die Debatte vor allem um die Feldspieler dreht. Auf der Torwartposition handeln die Stuttgarter ganz VfB-typisch: Dennis Seimen ist mit 20 Jahren die neue Nummer eins beim VfB Stuttgart, auch wenn er aktuell eine Verletzung auskurieren muss. Hinter ihm steht der 18-jährige Florian Hellstern bereit. Hellstern wird an Zweitligist Greuther Fürth ausgeliehen, dürfte aber in wenigen Jahren seinen Weg in Stuttgart fortsetzen.

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