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·16 January 2026

Trainerwechsel verpufft: FC Augsburg steckt tief in der Krise

Article image:Trainerwechsel verpufft: FC Augsburg steckt tief in der Krise

Der FC Augsburg kommt auch unter Trainer Manuel Baum nicht in Fahrt. Gegen Union Berlin verspielt das Team eine Führung und kassiert den Ausgleich in der Nachspielzeit.

Der FC Augsburg erlebt gerade eine Phase, die man nur als sportliche Stagnation bezeichnen kann. Ein 1:1 gegen Union Berlin klingt auf dem Papier nach einem respektablen Ergebnis, doch wer das Spiel gesehen hat, weiß: Diese Punkteteilung fühlt sich für die Schwaben wie eine Niederlage an. Manuel Baum sollte der Heilsbringer sein, der Mann, der nach Sandro Wagner frischen Wind in den Abstiegskampf bringt. Fünf Spiele später ist die Bilanz ernüchternd: vier Partien ohne Sieg in Serie. Das ist keine Anlaufzeit mehr, das ist ein Trend, der sich verfestigt. Die Mannschaft findet unter dem neuen Trainer schlicht nicht zu sich selbst. Dabei hatte Augsburg gegen Union alles in der Hand. Alexis Claude-Maurice erzielte kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Distanzschuss die Führung. Ein Treffer aus rund 30 Metern, der Hoffnung machte. Der Franzose hätte sogar nachlegen können, doch sein Freistoß landete nur am Pfosten. Es sind diese verpassten Gelegenheiten, die im Abstiegskampf den Unterschied zwischen Klassenerhalt und Absturz markieren. Was dann folgte, war symptomatisch für die aktuelle Augsburger Verfassung. Derrick Köhn sah in der 89. Minute die Rote Karte, und plötzlich kippte das Momentum. Union, das über weite Strecken die bessere Mannschaft gewesen war, witterte seine Chance. Marin Ljubicic nutzte sie eiskalt und glich in der Nachspielzeit aus. Ein Joker sticht, während Augsburg wieder einmal mit leeren Händen dasteht. Die Berliner hingegen dürfen sich über eine bemerkenswerte Serie freuen: vier Spiele unbesiegt, acht Punkte gesammelt. Union macht genau das, was Union auszeichnet – pragmatischen, effizienten Fußball spielen und Punkte sammeln, wenn es darauf ankommt. Für Augsburg wird die Lage zunehmend bedrohlich. Der Trainerwechsel hat bislang keinen Impuls gesetzt, der die Mannschaft aus ihrer Lethargie befreit. Die Defensive wackelt, die Offensive ist zu harmlos, und wenn dann noch individuelle Fehler wie der Platzverweis von Köhn dazukommen, wird es eng. Baum steht vor einer Herkulesaufgabe. Er muss einer verunsicherten Mannschaft Stabilität geben und gleichzeitig die nötigen Punkte holen. Die Zeit drängt, die Konkurrenz schläft nicht. Augsburg braucht dringend Siege, keine moralischen Teilerfolge. Sonst wird aus dem Abstiegskampf schnell ein Abstieg.

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