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·20 March 2026
Umgekehrte Vorzeichen: Der 1. FC Köln kann sich nicht wie 2024/25 auf eine schwache Konkurrenz verlassen

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Simon Hense
20 März, 2026
Seit mittlerweile sechs Partien haben die Geißböcke keinen Sieg mehr geholt. So hat der FC seinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze verspielt. Denn im Gegensatz zur Vorsaison, als es im Aufstiegskampf bei allen Teams nur sehr langsam voranging, holte die Kölner Konkurrenz im Gegensatz zu den Domstädtern dieses Jahr zuletzt wichtige Punkte.

FC-Trainer Lukas Kwasniok
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Es hatte ein bisschen was von einem Schneckenrennen in der vergangenen Saison. Im Aufstiegskampf in der zweiten Liga ließen die Kölner immer wieder Punkte liegen. Das führte bekanntlich letztendlich zur Entlassung von Trainer Gerhard Struber nach einem schwachen Unentschieden gegen den späteren Absteiger Jahn Regensburg. Dann rettete aber mit zwei Siegen aus den letzten beiden Partien Friedhelm Funkel den Geißböcke doch noch den Aufstieg. Dass das überhaupt noch möglich war, lag allerdings zu großen Teilen an der Konkurrenz im Kampf um die vorderen Plätze. Denn nicht nur der FC strauchelte häufig. Die anderen Aufstiegskandidaten wie der HSV, Elversberg, Paderborn, Magdeburg oder Düsseldorf zeigten ebenfalls einige Schwächen und konnten die Kölner Patzer nicht nutzen. Etwa ein Jahr später im Abstiegskampf der Bundesliga stellt sich die Situation der Geißböcke jedoch anders dar.
Denn erneut hat der FC bereits einige Chancen liegen gelassen, um dem eigenen Saisonziel – dem Klassenerhalt – ein Stück näher zu kommen. Nur zwei Siege aus den vergangenen 17 Spielen, also quasi nach einer kompletten Hin- beziehungsweise Rückrunde, sprechen eine deutliche Sprache. Während 2024/25 die Konkurrenz jedoch häufig für die Kölner spielte, feierten viele der anderen Abstiegskandidaten diese Spielzeit gerade in den vergangenen Wochen wichtige Erfolgserlebnisse. Von den Mannschaften zwischen einschließlich Platz Elf und Platz 17 holte kein Team weniger Punkte in den vergangenen fünf Spielen als die Geißböcke. Nur der VfL Wolfsburg kam ebenso wie die Domstädter auf magere zwei Zähler.
Der Hamburger SV konnte in dieser Zeit fünf Punkte einholen, Borussia Mönchengladbach, Mainz 05 und Werder Bremen sogar jeweils sechs. Die meisten Zähler heimste der FC St. Pauli mit sieben ein. Daran zeigt sich, dass sich die Kölner nicht wie in der vergangenen Saison darauf verlassen können, dass die Konkurrenz gerade in der Endphase schwächelt. Der Vorsprung, den die Geißböcke nach dem starken Start in die aktuelle Spielzeit hatten, ist inzwischen durch die vergangenen Wochen aufgebraucht. Ein Zähler beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz noch.
Gleichzeitig haben es die Geißböcke aber noch in der eigenen Hand. Denn gegen einige der Konkurrenten stehen noch direkte Duelle an. Zum Beispiel am Wochenende das Derby gegen Gladbach oder zwei beziehungsweise drei Partien später gegen Bremen und St. Pauli. Punkte in diesen Begegnungen sind für Lukas Kwasniok und seine Mannschaft Pflicht. Hoffnung macht dafür vielleicht, dass der FC in vielen Spielen zuletzt zumindest ordentliche Leistungen zeigte.
Das sah vor einem Jahr noch anders aus. Denn 2024/25 spielte der FC häufig spielerisch dürftigen Fußball, holte so aber trotzdem genügend Punkte, um dank der Schwächen der anderen Top-Mannschaften am Ende aufzusteigen. Während die Auftritte diese Saison – gemessen natürlich jeweils am Niveau im Vergleich zum Rest der Liga – besser sind, fehlen jetzt jedoch noch mehr als vor einem Jahr die Ergebnisse. Und wegen der zuletzt erfolgreicheren Konkurrenz können die Geißböcke nicht darauf vertrauen, dass sich der Abstiegskampf wie vor einem Jahr der Aufstiegskampf zu einem Schneckenrennen entwickelt.
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