come-on-fc.com
·31 May 2026
Und plötzlich bringt der 1. FC Köln wieder Millionen-Marktwerte auf den Platz

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·31 May 2026


Simon Bartsch
31 Mai, 2026
Anthony Modeste, Lukas Podolski oder Jhon Cordoba – es gab in der Vergangenheit Spieler, für die der FC mächtig Geld bekommen hat. Nun aber heben Said El Mala und Jakub Kaminski mögliche Transfereinnahmen noch einmal an.

Said El Mala und Jakub Kaminski sind zwei Gewinner des ersten Saisondrittels
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Am Sonntagnachmittag gönnten sich die Geschäftsführer der Geißböcke eine Dienstfahrt Richtung Hoffenheim. Das Endspiel um die Deutsche U19-Meisterschaft wollten sich Thomas Kessler, Philipp Liesenfeld und Philipp Türoff nicht entgehen lassen. Auch, wenn die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck eine bittere, aber verdiente 0:2-Niederlage hinnehmen musste, werden die Kölner Verantwortlichen dennoch zufrieden mit dem eigenen Nachwuchs sein. Denn der ein oder andere der Youngster könnte vielleicht früher oder später sein Debüt bei den Profis feiern, die Entwicklung von jungen Spielern wird beim FC ein wichtiger Baustein sein. Und das auf einem Weg, bei dem die Geißböcke hohe Transfererlöse erzielen können. „Wir haben in der Vergangenheit verhältnismäßig wenig Transfererlöse erzielt. In diesem Jahr bin ich erst einmal happy, dass es Spieler in unserem Kader gibt, für die es einen Markt gibt“, sagte Türoff bei der Abschlussfeier der Kölner vor zwei Wochen.
Und es gibt nicht nur einen Markt. Es gibt einen Markt, auf dem die Kölner zweistellige Millionenbeträge erzielen können. Das war lange die Ausnahme. Anthony Modeste brachte den Geißböcken einst knapp 30 Millionen Euro. Lukas Podolski und Jhon Cordoba brachten jeweils 15 Millionen, dann nur drei weitere Akteure, die die zehn knackten. Das Bild ist nun ein anderes. Für El Mala wünschen sich die Kölner rund 50 Millionen Euro, Kaminski hat eine Ablöse von 20 Millionen in seinem Vertrag beim FC verankert und auch dort soll es einen Interessenten geben. Sollten die Kölner diese Summen erzielen, wären es der Rekordtransfer sowie die dritthöchste Einnahme durch einen Verkauf in der Vereinsgeschichte. Beide Erlöse kämen in etwa an die vom Online-Portal transfermarkt.de errechneten Marktwerte ran.
Der von El Mala soll nun bei 45 Millionen Euro der von Kaminski bei 17 Millionen Euro liegen. Beide Akteure steigerten sich um rund fünf Millionen. Damit haben die beiden Offensivspieler großen Anteil daran, dass der FC aktuell den wertvollsten Kader der Vereinshistorie aufweisen kann. Und das mit Abstand. Der bisherige Bestwert lag in der Saison 20/21 bei knapp 120 Millionen, nun bei mehr als 150 Millionen. Davon macht El Mala fast ein Drittel aus, ist der wertvollste Spieler der Kölner Vereinshistorie, brach seinen eigenen Rekord vom vergangenen Herbst, als er auf 40 Millionen Euro eingeschätzt wurde. Auf Platz zwei folgen gemeinsam Lukas Podolski, Jonas Hector und Anthony Modeste, der wiederum dem FC die bisherige Rekord-Transfereinahme bescherte. Und dann folgt eben schon Jakub Kaminski.
Zwar wäre der Verkauf der Top-Spieler ein sportlicher Verlust, nur könnten die Kölner dann wieder in den Kader investieren. „Wir haben den FC in vieler Hinsicht stabilisiert, dass wir, wenn so etwas wie Transfererlöse passieren, dieses Geld mit absoluter Priorität in den Sport wieder investieren können“, sagte Türoff. Klar dürfte allerdings sein, dass die Kölner die potenziellen Abgänge nicht eins-zu-eins ersetzen kann. Doch die Entwicklung könnte ein gutes Beispiel für die Zukunft sein. Spieler entwickeln, Marktwerte steigern und Erlöse in den Kader stecken. Aktuell bringen die Geißböcke also Spieler auf den Platz, die sportlich eigentlich unverzichtbar sind, den Kader aber weiter entwickeln können.
Live







































