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·23 February 2026
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Beim VfB Stuttgart herrschte nach dem 3:3-Remis in Heidenheim viel VAR-Frust. Nicht nur wegen der Szene um das vermeintliche 2:1 von Ermedin Demirović nach gut einer halben Stunde.
Der Stürmer hatte ein Tor erzielt, doch der Treffer zählte wegen eines Foulspiels auf der anderen Seite nicht. Stattdessen gab es Elfmeter für die Heidenheimer. In der 73. Minute stand der VfB-Spieler dann erneut im Fokus. Bei seinem Kopfball-Tor lag eine Abseitsposition vor, hieß es vom VAR.
Doch die Schwaben sahen das nach dem Spielende anders. Wie die 'Bild' berichtete, zeigte Co-Trainer David Krecidlo in den Katakomben einen Handyscreenshot, der beweisen soll, dass die Abseitslinie vom VAR falsch gezogen wurde. "Es gab die Info. Wir dachten, dass ein anderer Spieler tiefer steht. Das ist bisher nicht geklärt", erklärte Sebastian Hoeneß auf 'Bild'-Nachfrage.
Die richtige Linie hätte laut VfB bei Heidenheims Omar Traoré gezogen werden müssen. Der VAR zog die Linie wiederum bei Schimmer in der Strafraummitte. "Ich werde daran arbeiten, nicht im Abseits zu stehen, vielleicht ein Kilo abnehmen, dann ist die Schulter ein bisschen dünner", kommentierte Demirović das Ganze zunächst süffisant.
Als er von Medienvertretern dann auf die mögliche falsche Abseitslinie angesprochen wurde, wurde er ernst. "Das wäre eine Frechheit, aber natürlich müssen wir jetzt erst einmal gucken, ob es wirklich so war. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann wäre das Wahnsinn", wird Demirović vom 'kicker' zitiert.
Der VfB-Stürmer machte in diesem Zusammenhang auch deutlich, dass er kein Freund des VAR sei: "Der Schiedsrichter bekommt das auf dem Platz besser mit als jeder Computer oder irgendeiner, der in Köln sitzt und Kaffee trinkt und irgendetwas für die Schiedsrichter entscheidet. Das finde ich ein bisschen schwach. Die Schiedsrichter sollten anfangen, das selbst in die Hand zu nehmen."
Außerdem hofft er, dass bald eine Lösung gefunden werde. Zum Schluss des Gesprächs stellte Demirović aber auch noch mal klar, dass er in Heidenheim nicht nur Fehlentscheidungen sah. Er wolle nur darauf aufmerksam machen, "dass die Schiedsrichter wieder Schiedsrichter sein sollten - und wenn am Ende alles stimmt, dann nehm ich das auch zurück".
Mittlerweile hat sich auch der DFB dazu auf kicker-Anfrage geäußert: "Die SAOT (engl. Kürzel für die halbautomatische Abseitstechnologie, Anm. d. Red.) hatte die Abseitsstellung korrekt gemeldet, der VAR hat das Ergebnis dann (wie immer in solchen Fällen) noch einmal auf seine Plausibilität überprüft." Außerdem habe er sich die Perspektive der sogenannten Reverse-Kamera angeschaut.
"Diese macht deutlich, dass Traoré nicht 'übersehen' wurde. Das Bild zeigt, dass er der Torlinie nicht näher war als der vorletzte Heidenheimer Abwehrspieler", ergänzte der DFB.
📸 Sebastian Widmann - 2026 Getty Images









































