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·29 March 2026

VfL-Frauen vor schwerem Rückspiel: Lyon schont acht Startelf-Spielerinnen im Liga-Betrieb

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Die Ausgangslage ist klar – aber längst nicht beruhigend. Mit dem 1:0-Erfolg aus dem Hinspiel haben sich die Frauen des VfL Wolfsburg am vergangenen Dienstag in der Volkswagen Arena eine gute Basis für das Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale erarbeitet. Doch wer glaubt, dass der knappe Vorsprung am Donnerstag (2. April 2026) bei Olympique Lyonnais ausreicht, dürfte in Frankreich schnell eines Besseren belehrt werden.

Denn Lyon hat in den vergangenen Tagen ein klares Signal gesendet: Der Fokus liegt kompromisslos auf dem Duell mit Wolfsburg.


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Generalprobe mit angezogener Handbremse

Beim Ligaspiel am Samstagabend in Straßburg trat Lyon mit einer stark veränderten Mannschaft an – und kam am Ende nicht über ein 2:2 hinaus. Das Ergebnis wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, doch die Hintergründe sind bemerkenswert.

Gleich acht Spielerinnen aus der Startelf des Hinspiels wurden komplett geschont. Sie standen nicht einmal im Kader. Darunter nahezu die gesamte Defensive mit Ashley Lawrence, Wendie Renard, Ingrid Engen und Selma Bacha. Auch Torhüterin Christiane Endler sowie zentrale Kräfte wie Damaris Egurrola, Melchie Dumornay und Tabitha Chawinga blieben in Lyon.

Eine Maßnahme, die deutlich macht: Das Ligaspiel hatte für den Serienmeister nur noch statistischen Wert – das eigentliche Ziel ist das Weiterkommen in der Königsklasse.

Breite im Kader – und klare Prioritäten

Trotz der Rotation zeigte Lyon auch in Straßburg seine Tiefe. Nachwuchsspielerinnen und Ergänzungskräfte erhielten ihre Chance, internationale Topstars wie Ada Hegerberg oder Marie-Antoinette Katoto standen dennoch im Kader und sorgten für offensive Qualität.

Doch entscheidend ist weniger das 2:2 als vielmehr die Botschaft dahinter: Trainerteam und Verein ordnen alles dem Rückspiel gegen Wolfsburg unter. Frische Beine, maximale Intensität – Lyon will am Donnerstag ein anderes Gesicht zeigen als noch in der Volkswagen Arena.

Wolfsburg gewarnt – Lyon wird ein anderes Spiel liefern

Für Wolfsburg bedeutet das: Der ohnehin schon schwierige Gang nach Lyon wird noch anspruchsvoller. Die Französinnen werden mit ausgeruhten Schlüsselspielerinnen antreten, die im Hinspiel noch in den Knochen hatten, was nun gezielt vermieden wurde.

Gerade die Defensive um Renard dürfte deutlich stabiler auftreten, während im Mittelfeld und Angriff wieder die Dynamik und Durchschlagskraft zurückkehren, die Lyon über Jahre zur dominierenden Kraft im europäischen Frauenfußball gemacht haben.

Kleiner Vorsprung, große Herausforderung

Der 1:0-Sieg aus dem Hinspiel ist ein wertvoller Vorteil – mehr aber auch nicht. Wolfsburg hat gezeigt, dass Lyon zu schlagen ist. Doch ebenso deutlich ist: Die Partie am Donnerstag wird ein völlig anderes Spiel.

Ein Hexenkessel, ein ausgeruhter Gegner und der Druck eines Rückstands – all das spricht für einen intensiven Abend in Frankreich. Für die Wölfinnen wird es darauf ankommen, genau die Mischung aus Disziplin, Mut und Effizienz auf den Platz zu bringen, die sie bereits im Hinspiel ausgezeichnet hat.

Wolfsburg gegen Union Berlin

Ob auch Wolfsburg vor dem wichtigen Rückspiel Kräfte schont, wird sich am heutigen Sonntag zeigen, wenn die Wölfinnen vor heimischem Publikum gegen Union Berlin antreten. Trainer Stephan Lerch könnte ebenso auf die ein oder andere Spielerin verzichten, um den Fokus auf die CL zu legen. Breit genug für so eine Aktion wäre der Kader der VfLerinnen.

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