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·20 April 2026
Vier Spieltage vor Saisonende hat es der FC in der eigenen Hand: Das spricht im Saisonfinale für den 1. FC Köln

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Simon Bartsch
20 April, 2026
Die Erleichterung nach dem 1:1-Unentschieden beim FC St. Pauli war bei den Kölnern verständlicherweise groß. Zum einen hatte es bei den Kiezkickern nicht unbedingt noch nach einem Zähler ausgesehen, zum anderen haben die Kölner ihre Situation durch das Remis minimal verbessert. Der Abstand zum Relegationsplatz ist gleich geblieben, nur hat die Konkurrenz nun ein Spiel weniger vor der Brust, in denen der Rückstand aufgeholt werden kann. Dennoch ist der FC natürlich noch nicht durch. Es sind immerhin noch zwölf Zähler zu vergeben. Gerade der Auftritt gegen St. Pauli war besorgniserregend. Und doch gibt es einige Punkte, die für den FC im Kampf um den Klassenerhalt sprechen.
Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Punktepolster: Durch die Ergebnisse vom Wochenende befinden sich noch acht Mannschaften in der (etwas) engeren Verlosung. Auf den FC warten mit Leverkusen und den Bayern zwei Top-Teams, dazu spielen die Kölner noch gegen die direkte Konkurrenz aus Berlin und Heidenheim. Nach dem Papier ist das sicher nicht das schwerste Restprogramm. So spielen Hamburg und Bremen beispielsweise ausschließlich gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, gegen Teams, die noch nach Europa oder mehr schielen. Anders ist die Situation bei St. Pauli. Die Kiezkicker spielen noch gegen Leipzig, aber eben auch gegen die beiden Kellerkinder Heidenheim und am letzten Spieltag Wolfsburg. Mit vier Punkten aus den restlichen Partien sollte der Klassenerhalt möglich sein.
Comeback-Könige: Mit dem späten Treffer gegen die Kiezkicker holten die Geißböcke einmal mehr einen wichtigen Punkt nach einem Rückstand. Das gelang den Geißböcken bereits zum zehnten Mal in der laufenden Saison. Zehn Tore erzielten die Geißböcke in dieser Spielzeit in der Schlussviertelstunde, acht weitere in der Nachspielzeit. Besser sind in dieser Saison nur Stuttgart (16+4) und die Bayern (24+7), der BVB kommt ebenfalls auf 18 Tore (11+7). Einen Großteil der Treffer übernehmen insgesamt die Joker. Gleich elf Mal waren Einwechselspieler in dieser Saison erfolgreich.
Starker Rückhalt: Der FC kann sich seit einigen Wochen wieder komplett auf seinen Keeper verlassen. Marvin Schwäbe hielt schon gegen Eintracht Frankfurt mit einigen starken Paraden den Punkt fest. Nachdem der Torhüter gegen Bremen nicht viel zu tun bekam, einzig mit einem Strafstoß überwunden wurde, war Schwäbe auch gegen St. Pauli wieder bester Kölner, parierte vier Schüsse, einmal sensationell gegen Andréas Hountondji aus kurzer Distanz.
Kölner Torgefahr: Auch, wenn der Auftritt gegen St. Pauli es nicht vermuten lässt. Von den Abstiegskandidaten verfügen die Geißböcke über die höchste Torgefahr. So liegt der xGoals-Wert der Kölner bei 47. Einzig die top-Sechs der Liga erzeugt einen höheren Wert. Die 44 erzielten Tore bedeuten im Ligavergleich immerhin auch noch einen sehr guten achten Platz. Mit so vielen Treffern darf eine Mannschaft nicht in den Abstiegskampf rutschen. Im Gegenteil, die insgesamt ordentliche Torbilanz könnte am Ende noch einmal für die Kölner sprechen – denn es ist die mit Abstand beste der unteren Tabellenhälfte.
Breite des Kaders: Nach der Rückkehr der zahlreicher Rekonvaleszenten kann FC-Coach René Wagner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Aber eben nur nahezu. Denn mit Ragnar Ache fällt nun einer der wichtigen Offensivspieler aus, Wagner braucht eine Alternative. Dennoch ist der Kader in der Breite sehr stark, wie die zwölf Jokertore und 23 Torbeteiligungen von Einwechselspielern eindrucksvoll beweisen. Gerade in der Defensive hat der FC aktuell die Qual der Wahl.
Selbstvertrauen & Stimmung: Das ganz große Rad hat René Wagner ganz offensichtlich nicht gedreht – wie der Auftritt gegen St. Pauli vermuten lässt. Vor allem in der Kommunikation hat sich bei den Geißböcken viel verändert. Und das offensichtlich durchaus positiv. Einige Spieler blühen aktuell wieder auf, den Spielern werden negative Entscheidungen frühzeitig mitgeteilt. Da schafft Vertrauen gegenüber dem Trainer. Mit nunmehr vier Spielen ohne Niederlage in Serie dürften sich die Kölner auch genügend Selbstvertrauen für den Endspurt geholt haben.
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