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·6 June 2026
Warum Ouédraogo und nicht El Mala? Nagelsmann begründet Nachnominierung

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·6 June 2026

Es war ein Schock für die deutsche Nationalmannschaft: Lennart Karl wird die WM verpassen. Für ihn wurde Assan Ouédraogo nachnominiert – eine Entscheidung, die etwas überraschend kam.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat vor der WM-Generalprobe gegen die USA die Nachnominierung von Assan Ouédraogo begründet. Der Mittelfeldspieler von RB Leipzig wird den Kaderplatz von Lennart Karl einnehmen. Der Bayern-Youngster verpasst die Weltmeisterschaft aufgrund eines Muskelbündelrisses. Ein Schock, der die Stimmung im deutschen Lager trübte.
„Für ihn natürlich tragisch. Wenn du so ein junger Mensch bist und die Chance kriegst - und das dann sausen lassen zu müssen aufgrund einer Verletzung, tut weh. Das hat uns wehgetan. Tut als Mannschaft weh, weil er ein wichtiger Spieler gewesen wäre“, reagierte Nagelsmann bei "RTL" auf das Karl-Aus. Der 18-Jährige hatte sich bei einem Torschuss im Abschlusstraining verletzt und auf dem Platz geweint. Auch bei Karls Abschied aus dem Vorbereitungslager der DFB-Auswahl sollen Tränen geflossen sein.
Laut Nagelsmann werde der junge Flügelspieler je nach Genesungsverlauf „vier und sechs Wochen, vielleicht ein bisschen mehr“ ausfallen. Das bittere WM-Aus war damit unausweichlich. „Er ist ein junger Spieler, da kann es auch ein bisschen schneller gehen. Aber auf jeden Fall nicht so, dass er ins Turnier hätte eingreifen können“, so der Bundestrainer.
Umso bitterer: Nach starken Leistungen im DFB-Trikot hätte Karl wohl realistische Chancen auf einen Stammplatz gehabt. Der Senkrechtstarter der abgelaufenen Saison war ein Aktivposten auf dem rechten Flügel und bringt ein Profil mit, dass Nagelsmann „sehr gerne im Team gehabt“ hätte.
Für Karl nominierte Nagelsmann Assan Ouédraogo von RB Leipzig nach. Der 20-Jährige überzeugte in der Bundesliga, wurde aber mehrmals von Verletzungen ausgebremst. Bei seinem bisher einzigen Einsatz für Deutschland gegen die Slowakei (6:0) im November gab er eine gute Figur ab und erzielte sein erstes Länderspieltor.

Tor beim Debüt, nun zur WM: Assan Ouédraogo. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
„Wir wollten unbedingt einen jungen Spieler mitnehmen. Von den Jungen hat er mit Lenny den besten Eindruck hinterlassen. Er hat von allen Spielern nach seinem Lehrgang ein sehr positives Feedback bekommen“, begründete Nagelsmann die Nachnominierung. Ein weiterer wichtiger Grund: Sein Rhythmus, den laut Nagelsmann andere Kandidaten nicht haben. Darunter auch Said El Mala vom 1. FC Köln, dessen Nominierung insbesondere nach Bekanntwerden der Karl-Verletzung lautstark gefordert wurde.
Doch der Kölner Shootingstar habe „zweieinhalb Wochen nicht trainiert, nur ein bisschen Läufe gemacht. Sein letztes Spiel war am 16. Mai. Und Assan hat am 29. Mai noch gespielt, weil er mit Leipzig in Südafrika war. Er ist total im Saft und im Rhythmus“, erklärte der Bundestrainer und ergänzte: „Uns bringt kein Spieler was, den wir noch mal eine Woche heranführen müssen, sondern er muss sofort fit sein.“
Zudem konnte sich Ouédraogo „anders als andere“ schnell ins DFB-Team einfügen. Der Leipziger war bei der Nationalmannschaft „sofort stabil“, erklärte Nagelsmann. Ein Seitenhieb gegen andere Kandidaten? Möglicherweise.







































