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·10 April 2026
Werder-Personal: Thioune muss gegen Köln Last-Minute-Entscheidungen treffen

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·10 April 2026

Für Werder Bremen steht am Sonntagnachmittag in Köln (15:30 Uhr) ein wegweisendes Duell im Abstiegskampf an. Vor dem Spiel beim Konkurrenten um den direkten Klassenerhalt plagen die Grünweißen aber einige Personalsorgen. Neben den Langzeitverletzten muss Trainer Daniel Thioune definitiv auch auf den gelbgesperrten Cameron Puertas verzichten.
Auf der Pressekonferenz am Freitag teilte Thioune den Stand bei den zahlreichen angeschlagenen Spielern mit. Kapitän Marco Friedl etwa hatte unter der Woche nur individuell trainiert – offiziell aus Gründen der Belastungssteuerung. Stürmer Justin Njinmah zwickte am Mittwoch der Oberschenkel. Bei Jens Stage scheint es derweil ein Wettlauf gegen die Zeit zu sein, ob die Mittelfeld-Säule in Köln auflaufen kann.
"Die Chancen stehen gut, dass alle [angeschlagenen] Spieler am Sonntag zur Verfügung stehen", machte Thioune Hoffnung. "Wir haben gleich nochmal eine medizinische Runde, wo ich nochmal mehr in Erfahrung bringen kann – der eine oder andere wird heute auch wieder ins Training einsteigen", so der SVW-Coach weiter.
Mit Blick auf das Fehlen von Puertas wäre besonders ein Comeback von Stage nach zwei Spielen Pause für Werder wichtig. Der zentrale Mittelfeldspieler ist nicht nur ein Eckpfeiler im SVW-Spiel, sondern kann auch für Torgefahr sorgen. Sieben Treffer und zwei Vorlagen hat der Däne bereits auf dem Konto."Sofern er spielfähig ist – und wir wissen um seine Qualität – ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er in der Startelf steht", betonte Thioune. Allerdings hatte Stage in den letzten beiden Wochen keinen Rhythmus. Thioune wolle das Risiko abwägen, ob ein Einsatz zu früh käme. Schließlich "haben wir noch ein paar Wochen zu gehen. Die medizinische Abteilung versucht alles, dass er in den Wettkampf gehen kann."
Sollte es bei Stage nicht gehen, hat Thioune nach eigener Aussage nicht nur einen Plan B. "Sondern Plan C und D steht auch schon. Das hängt damit zusammen, dass ich erst morgen [Samstag] final entscheiden werde."Nach dem nicht-öffentlichen Training am Samstag, wenn klar ist, welche Spieler wirklich zur Verfügung stehen, wolle der Werder-Coach seine finale Entscheidungen über die Aufstellung in Köln fällen.
In Thiounes Überlegungen spielt Victor Boniface noch keine Rolle: "Wir haben uns entschieden, dass wir ihn über das Mannschafts- und nicht das Individualtraining ranführen wollen. Aktuell ist der Moment noch zu früh, dass er in den Bus nach Köln steigt." Einzige Ausnahme: Aufgrund der Personalsituation wäre noch ein Kaderplatz frei.
Sicher hat den dagegen Sturm-Youngster Salim Musah. In seinem dritten Bundesliga-Spiel erzielte der 20-Jährige vergangenen Samstag gegen Leipzig sein erstes Tor. "Er ist ein Startelfkandidat. Das hat er sich verdient und erarbeitet", betonte Thioune.Wahrscheinlicher ist aber erneut die Joker-Rolle für das SVW-Eigengewächs. Jovan Milosevic sollte dagegen wieder fit genug sein, um in der Startelf stehen zu können. Die Winter-Leihgabe hatte drei Spiele wegen Rückenproblemen aussetzen müssen und gab gegen Leipzig sein Comeback nach Einwechslung.
Backhaus - Ague, Pieper (Coulibaly), Friedl, Deman - Lynen, Stage, Bittencourt - Grüll, Schmid, Milosevic
Sollte es bei Stage nicht gehen, spricht viel für Schmid im Zentrum und Njinmah oder Musah auf dem Flügel.
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