Wie schlägt sich Deutschland gegen Schottland? Die 90min-Tipps zum Spiel | OneFootball

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·3 April 2025

Wie schlägt sich Deutschland gegen Schottland? Die 90min-Tipps zum Spiel

Article image:Wie schlägt sich Deutschland gegen Schottland? Die 90min-Tipps zum Spiel

Vor der Europameisterschaft in der Schweiz müssen die DFB-Frauen noch einige große Hürden überwinden. Neben dem fehlenden Grundgerüst gibt es in eigentlich jedem Mannschaftsteil noch Raum für Verbesserungen. Da kommen die verbleibenden vier Nations-League-Spiele gerade gelegen, um sich auf die EM vorzubereiten.Den Anfang macht dabei das Hinspiel gegen Schottland am Freitag, den 4. April (20.35 Uhr im ZDF). In den ersten beiden Länderspielen des Jahres teilte sich das Team von Christian Wück erst die Punkte mit den Niederlanden, bevor es in Nürnberg ein 4:1 Triumph über Österreich gab. Doch trotz des Sieges war der Bundestrainer alles andere als zufrieden mit seinem Team: "So viele Abspielfehler wie in diesem Spiel, so viel verlorene Zweikämpfe wie in der ersten Hälfte - da muss man sich keine großen Gedanken machen, wie weit es bei der EM geht." Können die DFB-Frauen diese Kritik gegen Schottland umsetzen und ein anderes Gesicht zeigen?Die Tipps der 90min-Redaktion:

Christian Wück versucht sich aktuell als Baumeister. Drei Monate sind es noch bis zur EM, und bis dahin muss idealerweise ein schönes Häuschen stehen, aber das ist wohl utopisch. Wück wäre schon glücklich, wenn er bis dahin sein Gerüst, die Achse des Teams, gefunden hätte. Aber auch bis dahin ist es noch ein langer Weg - die bisherigen Experimente ließen vermuten, dass bei den DFB-Gebäuden akute Einsturzgefahr besteht."In meiner Traumwelt wären wir schon weiter", so Wück. Die Nations-League-Spiele gegen Schottland sollen da ein Test sein - bei allem anderen außer einem souveränen Sieg würden sich Wücks Bedenken wohl verschärfen. Eigentlich ist Deutschland glasklarer Favorit, aber nach den klaren Champions-League-Niederlagen von Bayern und Wolfsburg sind einige Gewissheiten ins Wanken geraten. Schottland jedenfalls dürfte eigentlich kein allzu großes Hindernis sein - Mittelfeldspielerinnen Erin Cuthbert (Chelsea) und Caroline Weir (Real Madrid) sind beide auf ihre Art Ausnahmekönnerinnen, aber ansonsten ist der Kader eher durchschnittlich besetzt.Für die DFB-Spielerinnen wäre ein klarer Erfolg gerade mental wichtig. Aber selbst Kantersiege wie der gegen die Schweiz im letzten November müssen wenig bedeuten: Auf das 6:0 gegen die Eidgenössinnen folgte ein enttäuschendes 1:2 gegen Italien. Das Ergebnis ist vermutlich also wenig aussagekräftig.Mein Tipp: Der Trend der letzten Spiele hält an - Schottland hält robust dagegen, Deutschland gewinnt zwar auf dem Papier souverän, aber kann spielerisch nicht wirklich überzeugen. Die individuelle Klasse von Bühl und Co. gibt den Ausschlag - 3:0 für die DFB-Frauen.


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Helene Altgelt

"Es werden keine leichten Spiele gegen Schottland", prophezeite die Nummer Eins der DFB-Frauen, Ann-Katrin Berger auf einer Pressekonferenz vor dem Duell. Unterschätzen will die deutsche Frauennationalmannschaft ihre Gegnerinnen in keinem Fall. Ein Blick auf das Papier macht aber deutlich, dass die DFB-Frauen als klare Favoritinnen in dieser Nations-League-Spiel gehen. Wenn dann kann sich das Team von Bundestrainer Christian Wück nur selber schlagen.Dafür gibt es aber in letzter Zeit ein großes Potenzial: Die Mannschaftsteile sind noch nicht richtig eingespielt, vorne sowie hinten fehlt die Stabilität und in der Defensive gibt es mal wieder einen eklatanten Personalmangel. "Man hat gesehen, was wir leisten können, aber wir haben es auch manchmal schwer auf den Platz bekommen", ist sich auch Top-Star Klara Bühl bewusst.Die Schottinnen werden am Freitag in jedem Fall eine weiter harte Nuss sein, die die deutsche Elf knacken muss. Dafür brauchen sie die nötige Kreativität aber auch Geduld, um über die bissigen Bravehearts zu triumphieren. Spannend wird auch sein, wie Christian Wück sein Team aufstellt. Versucht er das Gerüst zu festigen und lässt die Spielerinnen einspielen? Oder gibt er neuen Fußballerinnen beziehungsweise Rückkehrerinnen wie Kett, Krumbiegel aber auch Lohmann die Chance, sich für die Europameisterschaft zu empfehlen?Eins ist aber sicher: Egal welche Elf die deutsche Nationalmannschaft auf dem Rasen repräsentiert, es muss schon extrem viel zusammenpassen, dass die bisherigen Baustellen überwunden werden.Mein Tipp ist daher ein knapper 2:1 Sieg für die deutsche Auswahl, wobei das Ergebnis enger scheint, als sich das Spiel letzten Endes gestaltet. Aufgrund der defensiven Instabilität könnten sich die DFB-Frauen zwar ein Gegentor fangen, kommen dann aber zu ihren Chancen, die sie auch nutzen werden.

Carmen Stadelmann

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