Wie Tom Bischof die Bayern in Freiburg auf die Siegerstraße brachte | OneFootball

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·4 April 2026

Wie Tom Bischof die Bayern in Freiburg auf die Siegerstraße brachte

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Einen besseren Augenblick für seine ersten Tore im Trikot des FC Bayern hätte sich Tom Bischof wohl nicht aussuchen können. „Es hat sich gut angefühlt, den Jungs zum Sieg zu verhelfen“, sagte der 20-Jährige freudestrahlend, nachdem er das Team von Vincent Kompany mit seinem Doppelpack beim SC Freiburg wieder in die Erfolgsspur gebracht hatte. 0:2 hatte der FCB zwischenzeitlich im Breisgau im Hintertreffen gelegen, ehe der doppelte Bischof (81. Minute/90.+2) sowie Lennart Karl (90.+9) mit den Saisontoren 98, 99 und 100 der Münchner doch noch für drei Punkte gesorgt hatten. Für Bischof war diese Willensleistung allerdings alles andere Zufall: „Wir wären nicht Bayern, wenn wir nicht immer an uns glauben würden“, erklärte der Linksverteidiger: „Wir wollten es unbedingt.“

Bis zu diesem Moment hatte der U21-Nationalspieler aber etwas Anlauf gebraucht. Als er Freiburgs Yuito Suzuki knapp zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen ließ und dann trocken mit rechts zum 1:2 aus Münchner Sicht ins lange Eck traf, war das Bischofs 25. Torschuss in der laufenden Bundesliga-Saison. Und der erste, der sein Ziel nicht verfehlte. „Mir wurde schon oft gesagt, ich soll mich häufiger trauen zu schießen. Oft habe ich den richtigen Zeitpunkt verpasst“, meinte Bischof. „Aber heute habe ich es einfach mal gemacht und es hat ganz gut geklappt. Ich freue mich sehr, dass ich meine erstes Tor für Bayern geschossen habe.“


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Einmal mit rechts, einmal mit links

Es sollte nicht das letzte bleiben – auch weil sich der Sommer-Neuzugang extrem vielseitig zeigte. Sein zweiter Treffer zum Ausgleich in der Nachspielzeit war quasi spiegelverkehrt: Dieses Mal traf er aus ähnlicher Distanz mit dem linken Fuß ins gegenüberliegende Toreck der Freiburger. Die guten Ratschläge vor der Partie waren daher wohl kein Zufall. Schließlich hatte Bischof seine Schussstärke schon vor seinem Wechsel nach München unter Beweis gestellt. Seit Beginn der Vorsaison, als der Allrounder noch für Hoffenheim kickte, schoss er in der Bundesliga sechs Tore von außerhalb des Sechzehners. Einzig Harry Kane (sieben) war in diesem Zeitraum noch gefährlicher aus der Distanz.

Der Torjäger fehlte aber bekanntlich angeschlagen in Freiburg, weshalb die Freude umso größer war, dass Tom Bischof in die Bresche sprang. Die etatmäßigen Goalgetter hätten heute nicht so getroffen wie gewohnt, bemerkte Max Eberl: „Und dann kommt Tom mit zwei sehr, sehr schlauen Schüssen.“ Für den Sportvorstand war es nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten beim talentierten Youngster platzen würde: „Er hat einen sehr guten linken Fuß. Er hat nur zu selten den Mut gehabt zu schießen. Jetzt hat er es getan, sehr schlau und sehr platziert.“

Selbstvertrauen für Madrid

Sein starker Auftritt in Freiburg macht Bischof direkt Lust auf mehr – vor allem angesichts der großen Aufgaben, die nun auf die Bayern warten: „So ein Spiel ist das perfekte Spiel für das kommende Spiel gegen Real. Wir merken, was wir für ein Team sind, wir halten zusammen, das schweißt uns brutal zusammen.“ Vier Tage vor dem Hinspiel im Champions League-Viertelfinale in Madrid hat der Youngster auf jeden Fall eine gute Bewerbung abgegeben, um auch im Estadio Santiago Bernabéu aufzulaufen – für Bischof wäre das „ein Traum, in solch einem Spiel zu spielen. Ich freue mich brutal drauf. Es ist ein Knallerspiel, es wird intensiv und ich hoffe, dass wir das Ding holen.“ Mit einem so treffsicheren Tom Bischof in den Reihen des FCB könnte das klappen. 

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