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·26 June 2026
WM 2026 Podcast: Neueste Folge „Harakiri statt Auslaufen: Deutschlands 1:2-Blamage gegen Ecuador“

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In der neuesten Folge unseres WM 2026 Podcasts „Der fünfte Stern“ dreht sich alles um Deutschlands überraschende 1:2-Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel. Bundestrainer Julian Nagelsmann spricht selbst von „Harakiri“ und zu viel „Freestyle“ nach der frühen Führung durch Leroy Sané, der bereits nach 109 Sekunden zum zweitschnellsten DFB-WM-Tor der Geschichte traf.

Folge des WM-2026-Podcasts Der fünfte Stern zur 1:2-Niederlage Deutschlands gegen Ecuador.
Eigentlich sollte das dritte Gruppenspiel nach zwei Siegen ein lockeres Auslaufen werden. Leroy Sané traf zwar schon nach 109 Sekunden, doch das frühe Tor brachte keine Sicherheit. Schon der Ausgleich durch Angulo (9.) und das 1:2 durch Plata (78.) zeigten: Deutschland kam mit dem stumpfen Footballrasen und dem hohen Tempo der Ecuadorianer nicht zurecht. Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner merkte zudem an, dass der VAR Sanés Treffer wegen eines Fouls von Pavlović hätte zurücknehmen müssen.
Der entscheidende Gegentreffer entstand aus einer Unstimmigkeit zwischen Manuel Neuer, Jonathan Tah und David Raum. Nach dem Abpfiff wurde Julian Nagelsmann deutlich und bemängelte „Harakiri“ und zu viel „Freestyle“. Joshua Kimmich ärgerte sich über die Ballverluste, Deniz Undav und Jamal Musiala gaben offen zu, dass Ecuador schlicht ekeliger und hungriger war.
Im Podcast diskutieren wir, ob das Problem wirklich der „Freestyle“ war oder die Struktur: Nagelsmann ließ zeitweise im 5-4-1 verteidigen. Die sehr tiefe Grundordnung schnürte die Räume für eigene Konter zu und lud Ecuador zu Dauerdruck ein. Auch TV-Experten wie Jürgen Klopp und Bastian Schweinsteiger vermissten Klarheit und Robustheit.
Die internationalen Pressestimmen (Marca, Daily Mail, Blick, Gazzetta) feiern Ecuador und sehen einen Denkzettel für Deutschland. Trotzdem steht die DFB-Elf als Gruppensieger fest und trifft am Montag im Sechzehntelfinale in Foxborough bei Boston an. Vielleicht kommt dieser Dämpfer genau zur rechten Zeit.
Alle Folgen findest du in unserem Podcast Der fünfte Stern auf Podigee.
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[00:00:00] Sprecher 1: Willkommen zur heutigen Ausgabe am 26. Juni von „Der fünfte Stern“, täglich Nationalelf- und WM-2026-News. Normalerweise ist so ein drittes Gruppenspiel nach zwei Siegen eher ein entspannter Dauerlauf, ein kontrolliertes Auslaufen auf internationalem Niveau gewissermaßen.
[00:00:17] Sprecher 2: Richtig, man schont ein paar Stammkräfte und nimmt den Rhythmus locker mit in die nächste Runde. Aber beim gestrigen 1:2 der deutschen Elf gegen Ecuador im MetLife Stadium war davon rein gar nichts zu spüren.
[00:00:28] Sprecher 1: Dabei ging es doch so rasant los. Leroy Sané trifft nach gerade mal 109 Sekunden für uns, das zweitschnellste DFB-Tor der WM-Geschichte. Obwohl Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner direkt angemerkt hat, dass ordentlich Glück im Spiel war: Der VAR hätte den Treffer wegen eines Fouls von Pavlović im Vorfeld eigentlich einkassieren müssen.
[00:00:52] Sprecher 2: Tja, und paradoxerweise brachte dieses frühe Tor der Mannschaft überhaupt keine Sicherheit. Im Gegenteil, der Bruch im Spiel kam fast sofort. Das war wie ein Fehlstart beim 100-Meter-Sprint: Du kommst aus dem Block und gerätst direkt ins Stolpern, anstatt flüssig Fahrt aufzunehmen.
[00:01:04] Sprecher 1: Angulo macht in der neunten Minute den Ausgleich, und Plata besiegelt in der 78. Minute das 1:2. Wobei man die äußeren Bedingungen nicht außer Acht lassen darf: Der Rasen in diesem Footballstadion war enorm stumpf. Das hat das deutsche Flachpassspiel massiv ausgebremst und erklärt auch einige der unerwarteten Stockfehler.
[00:01:25] Sprecher 2: Das war unübersehbar. Die Pässe gerieten oft zu kurz, die ohnehin tiefstehende Mannschaft kam kaum noch in gefährliche Räume und agierte immer passiver.
[00:01:36] Sprecher 1: Was uns direkt zum 1:2 führt. Da gab es diese folgenschwere Unstimmigkeit zwischen Manuel Neuer, Jonathan Tah und David Raum. Raum verliert ein wichtiges Kopfball-Duell, und Neuer zögert dann diesen einen berühmten Schritt zu lange beim Rauslaufen. Das führte nach dem Abpfiff zu sehr ehrlichen Worten: Julian Nagelsmann bemängelte lautstark „Harakiri“ und zu viel „Freestyle“ nach der frühen Führung.
[00:02:04] Sprecher 2: Joshua Kimmich hat sich gleichzeitig über die vielen Ballverluste geärgert. Und Deniz Undav sowie Jamal Musiala gaben unumwunden zu, dass Ecuador schlicht ekeliger war.
[00:02:12] Sprecher 1: Sie zeigten deutlich mehr Hunger, oder?
[00:02:13] Sprecher 2: Richtig. Sie haben jeden Zweikampf bedingungslos angenommen. Auch TV-Experten wie Jürgen Klopp und Bastian Schweinsteiger vermissten spielerische Klarheit und Robustheit.
[00:02:24] Sprecher 1: Da muss ich aber mal kritisch einhaken. Dieses Freestyle-Problem, das Nagelsmann anspricht: Liegt das wirklich am mangelnden Gehorsam in einem Kader voller Kreativspieler? Oder worauf willst du hinaus?
[00:02:34] Sprecher 2: Na ja, Nagelsmann hat auf eine Fünferkette umgestellt. Hat das die Mannschaft in der Rückwärtsbewegung nicht vielleicht schlichtweg strukturell verunsichert?
[00:02:43] Sprecher 1: Da triffst du den wunden Punkt. Er hat gegen den Ball zeitweise im 5-4-1 verteidigen lassen. Wenn die Ketten derart tief stehen, wächst die Distanz zum gegnerischen Tor enorm, das schnürt die Räume für eigene Konter zu.
[00:02:56] Sprecher 2: Eben. Und du lädst den Gegner regelrecht ein, Dauerdruck aufzubauen. Das war also nicht nur Freestyle, sondern schlicht ein fehlender Zugriff durch diese sehr tiefe Grundordnung.
[00:03:07] Sprecher 1: Diese Unzufriedenheit im deutschen Lager deckt sich nahtlos mit den internationalen Pressestimmen von heute Morgen. Die weltweite Anerkennung für Ecuador überwiegt, etwa bei der Marca oder der Daily Mail. Die Schweizer Zeitung Blick nennt das Ganze einen echten Denkzettel für Deutschland und bemängelt die bisher fehlende Zu-null-Runde im Turnier. Die italienische Gazzetta sieht sogar erste Kratzer am deutschen Selbstvertrauen.
[00:03:32] Sprecher 2: Aber wir dürfen nicht vergessen: Deutschland steht trotz allem als Gruppensieger fest. Am Montag geht es im Sechzehntelfinale nach Foxborough. Vielleicht ist dieser Dämpfer zur rechten Zeit genau der Weckruf, den das Team für die K.o.-Phase gebraucht hat. Zumindest liegen die defensiven Fehler und Zuordnungsprobleme jetzt schonungslos auf dem Tisch.
[00:03:52] Sprecher 1: Das gibt dem Trainerstab greifbare Ansatzpunkte, bevor solche Aussetzer das direkte Aus bedeuten. Die unantastbare Aura der Vorrunde ist erst einmal verflogen. Aber genau solche Spiele trennen bei einem großen Turnier die Spreu vom Weizen und formen den Charakter einer Mannschaft. Vielen Dank für deine Zeit heute und fürs Einschalten.







































