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·27 June 2026

WM 2026: Pressekonferenz mit Rudi Völler im Überblick – Deutschland gegen Paraguay

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Rudi Völler hat auf der Pressekonferenz der Nationalmannschaft in Winston-Salem bei der WM 2026 den Fokus klar auf das Sechzehntelfinale gegen Paraguay gelegt. Der Sportdirektor verwies zwar auf die erste Niederlage im Turnier nach zuvor elf Siegen, ordnete das 1:2 gegen Ecuador aber als Folge der besonderen Ausgangslage ein. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die DFB-Auswahl trotz des Dämpfers mit viel Selbstvertrauen in die K.o.-Runde geht. Das Sechzehntelfinale zwischen Deutschland und Paraguay wird am Montag, 29. Juni, um 22 Uhr deutscher Zeit im Gillette Stadium in Boston angepfiffen. An der US-Ostküste beginnt die Partie bereits um 16.30 Uhr Ortszeit. Das ZDF überträgt die Begegnung live im Free-TV, bei MagentaTV ist das Spiel ebenfalls live zu sehen. Dort werden alle Partien der WM 2026 übertragen.

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Rudi Völler bei der Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft im Team Base Camp in Winston-Salem vor dem WM-Gruppenspiel gegen Paraguay. (Screenshot)


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Abschlusstabelle der WM Gruppe E

Gruppensieg und Belastungssteuerung

Nach zwei Spieltagen hatte Deutschland den Gruppensieg bereits sicher, was im Vorfeld kaum jemand so erwartet hatte. Völler erinnerte daran, dass die Mannschaft diese Ausgangslage verdient erarbeitet habe und mit der Situation vernünftig umgegangen sei. Gegen Ecuador habe das Team den Rhythmus mitnehmen wollen, weshalb Bundestrainer Julian Nagelsmann nur wenige Änderungen vorgenommen habe.

Die zweite Halbzeit nutzte der deutsche Staff auch, um Spieler für das anstehende K.o.-Spiel zu schonen. Dass am Ende keine Punkte mehr heraussprangen, nahm Völler gelassen zur Kenntnis. Viel wichtiger sei nun die Vorbereitung auf Paraguay, wo am Montag das Weiterkommen auf dem Spiel steht.

Völler lobt Einstellung und Teamgeist

Besonders positiv fiel Völler der Trainingsauftritt der Akteure auf, die gegen Ecuador gar nicht oder nur wenig gespielt hatten. Er bezeichnete die Einheit als außergewöhnlich stark und hob hervor, dass alle Spieler mit großem Einsatz dabei seien, auch jene ohne bislang eine einzige Minute oder nur mit wenigen Einsatzminuten. Das sei für ihn ein klarer Beleg für den Teamgeist im deutschen Lager.

Mit Blick auf das Duell mit Paraguay zeigte sich der Sportdirektor überzeugt, dass die Mannschaft bereit sei, an ihr Limit zu gehen. Die K.o.-Runde sei nun der Moment, in dem jeder alles in die Waagschale werfen müsse. Der Anspruch sei klar, sagte Völler sinngemäß: ein gutes Spiel abliefern und den nächsten Schritt machen.

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Die Startelf Paraguays stellt sich vor dem Gruppenspiel der Gruppe D bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gegen Australien für das traditionelle Mannschaftsfoto auf. Die Partie wurde am 25. Juni 2026 im San Francisco Bay Area Stadium in Santa Clara, Kalifornien, ausgetragen. Stu Forster / Getty Images

Paraguay, Körperlichkeit und offene Baustellen

Dass Paraguay ein unangenehmer Gegner wird, daran ließ Völler keinen Zweifel. Er erinnerte an das Achtelfinale von 2002 gegen die Südamerikaner, als Deutschland als Gruppenerster auf einen körperlich robusten und defensiv gut organisierten Rivalen traf und am Ende durch ein spätes 1:0 weiterkam. Mit einem ähnlichen Ausgang könne er diesmal sehr gut leben, erklärte Völler.

Die harsche Spielweise der Südamerikaner und die Ballverluste im deutschen Aufbauspiel nannte er als zentrale Themen. Vor allem in der Vorwärtsbewegung seien unnötige Fehler zuletzt schmerzhaft gewesen, weil Gegner wie Ecuador oder Paraguay solche Situationen sofort ausnutzen könnten. Gerade in diesen Zonen müsse die Mannschaft deutlich sauberer agieren, ohne dabei auf die kreativen, risikofreudigen Spieler zu verzichten.

Auch die Leistungen von Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz nahm Völler in den Blick. Er betonte, dass alle drei noch Luft nach oben hätten, zugleich aber bereits zu spüren sei, wie nah sie an einem Durchbruch seien. Vor allem Florian Wirtz habe noch keinen Treffer erzielt, was Völler sogar als möglichen Vorteil deutete, weil dadurch im weiteren Turnierverlauf noch viel kommen könne. Dass Wirtz gegen Ecuador geschont wurde, sei bewusst so geplant gewesen, damit er für Paraguay frisch sei.

Rudi Völler in Winston-Salem: Weitere Aussagen der Pressekonferenz

Rudi Völler über Julian Nagelsmann und die Aufgaben des Bundestrainers

Auf Nachfrage ordnete Völler auch die Situation von Julian Nagelsmann ein und beschrieb das Verhältnis zwischen beiden als eng und freundschaftlich. Der Bundestrainer sei ein Topcoach, der in der Nationalelf andere Entscheidungen treffen müsse als im Vereinsfußball. Dass es bei Nominierungen, Aufstellungen oder Wechseln Kritik gebe, sei völlig normal. Wenn die Diskussionen zu hitzig würden, dürfe und solle auch der Sportdirektor mitreden.

Joshua Kimmich als Führungsspieler und seine beste Position

Auch Joshua Kimmich stellte Völler ausführlich in den Mittelpunkt. Der Kapitän sei ein absoluter Topspieler und ein Führungstyp, der die Mannschaft als Fahnenträger auf und neben dem Platz stabilisiere. Zwar hätte er gegen Ecuador vielleicht besser spielen können, doch an seiner Rolle zweifelte Völler nicht. Ob rechts hinten oder im Zentrum, Kimmich könne auf beiden Positionen Weltklasse sein und helfe dem Team mit Erfahrung und Spielintelligenz enorm weiter.

Nathaniel Brown: Völler hofft auf rechtzeitige Rückkehr

Bei Nathaniel Brown blieb der Sportdirektor vorsichtig optimistisch. Der angeschlagene Linksverteidiger habe gegen Ecuador aus Vorsicht pausiert, und die Analyse dazu sei richtig gewesen. Ob er rechtzeitig fit wird, wollte Völler nicht versprechen, rechnete aber mit einer Trainingseinheit am Nachmittag und verwies darauf, dass der genaue Stand dann erst auf dem Platz erkennbar sei.

Nick Woltemade und die Bedeutung des Teamgeistste Position

Zur Frage nach Nick Woltemade sagte Völler, dass es im Verlauf eines langen Turniers immer Spieler gebe, die weniger oder noch gar nicht gespielt hätten. Entscheidend sei, dass auch diese Profis im Training mit vollem Elan und großer Leidenschaft auftreten. Das gelte als Kern von Teamgeist, nicht nur als Schlagwort.

Rudi Völler über Deutschlands Chancen im weiteren Turnierverlauf

Auf die deutsche Vorrundenbilanz angesprochen, zog Völler einen Vergleich mit Argentinien und Frankreich, ohne die Nationalelf kleiner zu machen. Er sagte, Deutschland könne an sehr guten Tagen und bei hundertprozentiger Leistung jede Mannschaft schlagen. Wenn jedoch ein paar Prozent fehlen, sei ein Rückschlag möglich. Genau deshalb sei es so wichtig, dass das Team am Montag wieder alles hineinwerfe.

Paraguay im Fokus und Einschätzung zu Frankreich

Die französische Auswahl stufte Völler ebenfalls als festen Topfavoriten ein, wollte sich damit aber nicht weiter beschäftigen. Der Blick gelte ausschließlich Paraguay. Auch bei der Position von Kimmich sah er keinen akuten Handlungsbedarf, weil die Mannschaft sowohl im Zentrum als auch auf der rechten Abwehrseite gut aufgestellt sei.

Rudi Völler erklärt die Wechsel gegen Ecuador

Die Wechsel gegen Ecuador erklärte Völler mit der besonderen Tabellensituation. Da der Gruppensieg bereits feststand, seien schonende Entscheidungen logisch gewesen, auch bei Spielern mit kleinen Wehwehchen oder benötigter Pause. Dass dadurch am Ende weniger Druck und Kreativität in der Schlussphase vorhanden gewesen sei, nahm er in Kauf, weil das kommende Spiel in der K.o.-Runde deutlich wichtiger sei.

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DFB-Sportdirektor Rudi Völler verfolgt gemeinsam mit Bundestrainer Julian Nagelsmann das Training der deutschen Nationalmannschaft an der Winston-Salem State University am 17. Juni 2026 in Winston-Salem, North Carolina, im Rahmen der FIFA Weltmeisterschaft 2026. Alexander Hassenstein / Getty Images

Transkription: RE-LIVE ¦ PK der Nationalmannschaft mit Rudi Völler

Franziska Wülle: Das wollen wir natürlich entsprechend würdigen. Deswegen mit niemandem geringerem heute als dem Sportdirektor Rudi Völler. 00:00:05

Rudi Völler: Ja, danke, liebe Franzi. Ja, Fazit. Klar, nach der … [Lachen] Nein, also, im Ernst, nach der … Vor zwei, drei Wochen, ich glaube schon, dass wir alle hätten gut mit leben können, dass ich jetzt hier so sitze oder wir alle jetzt hier in Winston-Salem … Dass wir nach zwei Spieltagen Gruppenerster geworden sind, was ja im Grunde, glaube ich … Im Vorfeld dachte jeder, es geht ja gar nicht, nach zwei Spieltagen Gruppenerster, aber wir haben es hinbekommen, verdientermaßen. Aber wir können natürlich auch mit dem Gruppensieg … Oder gehen da gut mit und vernünftig mit um, (also, ist jetzt?) … Wir haben uns gefreut, das war schön. Dass wir dann im letzten Spiel gegen Ecuador natürlich in ein Spiel reingegangen sind, wohl wissentlich, dass wir schon durch sind, trotzdem natürlich den Flow mitnehmen wollten und natürlich auch relativ wenig rotiert haben. Oder Julian hat mit seinem Trainerteam entschieden, relativ wenig zu rotieren, was ja richtig war. Aber natürlich auch, weil es ähnlich war gegen die Elfenbeinküste … Was wir ja vorher schon immer wussten, dass es zwei Gegner sind, gegen die kann es … Wird es kompliziert. War auch dann so. Waren zwei knappe Spiele. Und jetzt in dem Spiel gegen Ecuador war es natürlich auch so, dass wir dann vor allen Dingen auch in der zweiten Halbzeit so gewechselt haben, um natürlich uns schon für das Spiel jetzt gegen Paraguay vorzubereiten, den einen oder anderen Spieler natürlich zu schonen. Und es war richtig so, unabhängig von irgendwelchen Spielresultaten. Natürlich hätten wir gerne gewonnen, es hat dann nicht geklappt. Da können wir gut mit umgehen. Und jetzt voller Fokus auf das Spiel am Montag. Ja, ich habe jetzt gestern die Trainingseinheit gesehen von den Spielern, die gar nicht gespielt haben, die wenig gespielt haben, das war außergewöhnlich gut. Die Jungs sind toll mit, super mit. Auch für diejenigen, die wirklich noch keine einzige Minute gespielt haben oder auch die, die nur ein paar Minuten gespielt haben. Absolut vorbildlich. Und der Rest sowieso, die nur ein bisschen regeneriert haben. Der Glaube ist da, dass wir am Montag alles rausholen, dass wir absolut ans Limit gehen, was ja auch selbstverständlich ist, und ein richtig gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen wollen. 00:02:21

Franziska Wülle: Und du hast es schon angesprochen. Es geht jetzt sehr schnell weiter. Ich kann mir vorstellen, da gibt es auch im Saal einige Fragen zu. Martin Roschitz für die ARD. 00:02:31

Martin Roschitz: Herr Völler, ich würde gerne mit einem Rückblick starten, ist ein bisschen länger her, 2002. Welche Erinnerungen haben Sie denn noch an dieses Spiel? 00:02:43

Rudi Völler: Ja, [unv.] gerade im Vorfeld schon gesagt, es ist ja … Im Leben gibt es ja Dinge, die gibt es eigentlich gar nicht, ne? Wenn man sich vorstellt, damals, ich weiß ja, was Sie meinen, dass wir auch nach einer … Wir sind ja Gruppenerster geworden, damals, 2002 in Japan und Korea, bei der WM. Und dann hatten wir das Spiel gegen Paraguay. Damals war es ja dann das erste K.o.-Spiel, da war es dann das Achtelfinale. Auch ähnlich kompliziert, gegen eine Mannschaft auch damals, die sicherlich sehr körperlich war, sehr … Ja, defensiv, sehr gut gestanden hat. Und, ja, dann haben wir es dann da auch am Ende des Spiels dann noch geregelt und haben dann 1:0 gewonnen. Ja, könnte ich diesmal auch sehr gut mit leben, auf jeden Fall, ja. 00:03:22

Franziska Wülle: Lars Gartenschläger dann hier. 00:03:25

Lars Gartenschläger: Hallo Rudi, der Bundestrainer hat mal in einem Podcast gesagt, Sie seien … Oder du bist wie eine Papafigur für ihn. Menschlich. Ihr würdet euch menschlich gut verstehen, wärst ein Ruhepol mit Turniererfahrung. Um mal im Bild zu bleiben. Was lässt sich denn der Sohn gerade in diesen Tagen vom Papa noch sagen? Oder gibt es was, was du ihm mit auf den Weg geben kannst? Ist ja auch trotz der Qualifikation nach dem Spiel gegen Ecuador auch ein bisschen unruhig gewesen. 00:03:55

Rudi Völler: Ja. ja, unabhängig von irgendwelchen Aussagen der Vergangenheit, wir haben natürlich ein absolutes Topverhältnis, ein freundschaftliches Verhältnis. Wir sind ganz eng zusammen. Aber eins ist auch klar, Julian Nagelsmann ist ein … Ich habe es ja schon im Vorfeld jetzt einige Male gesagt, und ist auch jetzt nicht von mir jetzt einfach so dahingeredet, weil ich das jetzt sagen muss in meiner Funktion. Er hat sich durch viele Jahre in der Bundesliga einen Topnamen gemacht, ist ein absoluter Toptrainer. Der natürlich weiß, wenn man Bundestrainer ist, dass es natürlich auch Entscheidungen gibt, anders als in … Also wenn du in der Liga Trainer bist. Ob bei Nominierungen, ob bei Aufstellungen, bei Auswechslungen, dass es auch dann Menschen gibt, und das gehört sich auch so, und das ist überhaupt kein Problem, die dann auch eine andere Meinung haben. Das ist einfach … Das bringt der Job mit sich. Da muss man mit umgehen können und da kann er gut mit umgehen. Wenn es dann ein bisschen … Vielleicht da ein bisschen zu wild wird, dann … Klar, dann kann ich dann auch mal was zu sagen. Aber im Grunde ist Julian … Ja, um jetzt die Frage so ein bisschen [unv. 00:04:53] … Natürlich haben wir ein absolutes Topverhältnis. Aber er ist natürlich auch ein sehr, sehr erfahrener Trainer, der genau weiß, was er im richtigen Moment … Oder in den Momenten zu tun hat, wenn es auch mal ein bisschen kritisch wird. Und ich helfe ihm natürlich dabei wie aber alle in unserem Team. Die Co-Trainer sowieso, die eine hervorragende Arbeit machen. Wie gesagt, wir sind … Kann es nur wiederholen, wir sind Gruppenerster geworden. Ich glaube, da hätten wir ja, wir alle jetzt hier, die im Raum sind, vor drei, vier Wochen in der Form jetzt nicht mitgerechnet, dass wir nach zwei Spieltagen Gruppenmeister sind, verdientermaßen. 00:05:21

Franziska Wülle: Dann gehen wir erst zu Bild hier unten und dann zu Sat.1 oben. 00:05:26

Bild: Rudi, du hast die Körperlichkeit vom Paraguay schon angesprochen. Da hat sich nichts geändert. Der Trainer, der Gustavo Alfaro, sagt, er ist eine härteste, kämpfende Mannschaft im Turnier. Das belegen auch Werte, die besser sind als bei Ecuador. Bei uns hat es zuletzt gegen Ghana und Ecuador … Elfenbeinküste und Ecuador nicht so gut ausgeschaut, was das Körperliche betrifft. Müssen wir uns da in diesem Spiel ein bisschen Sorgen machen? 00:05:53

Rudi Völler: Ich glaube nicht oder ich hoffe nicht, weil eins ist ja auch klar, ich habe es ja vorhin schon mal kurz gesagt, das Spiel gegen Ecuador, das muss man natürlich in der Form so akzeptieren, wie es dann auch gewesen ist, weil die Grundvoraussetzung ja anders waren, für Ecuador und auch für uns. Dass Ecuador in so einem Spiel … Das hat man ja auch gemerkt danach, als sie dann nach dem Schlusspfiff … Wie sie dann gefeiert haben. Das war natürlich für die das Spiel der Spiele der letzten 20, 30 Jahre, das wichtigste Spiel. Und das konnte man natürlich in jeder Sekunde spüren, auch auf dem Platz. Wir haben auch gut oder ordentlich dagegen gehalten, aber natürlich … Und das ist ja auch menschlich, das haben wir ja früher auch gehabt. Also, früher war das auch nicht viel besser. Wenn man muss … Wenn man weiß, man ist schon eine Runde weiter, natürlich will man im Flow bleiben, man will gewinnen, man will ein gutes Spiel zeigen, aber ein paar Prozentpunkte sind dann natürlich nicht so da gewesen, wie das bei Ecuador war. Aber das ist total normal, das versteht jeder. Deswegen wurde ja auch dann am Ende dann auch so gewechselt, wie gewechselt worden ist. Und das wird jetzt natürlich am Montag ganz anders sein. Das ist ein … Ja, ein Spiel, geht es um … Ist ein K.o.-Spiel, da geht es um alles, um eine Runde weiterzukommen oder nach Hause zu fahren. Das wissen die Spieler. Und dass es natürlich auch wieder ein Spiel wird gegen einen Gegner, der sicherlich auch ein bisschen tiefer steht, der natürlich auch sehr körperlich ist. Aber, ich meine, wir haben ja Spieler im Kader, die das total gewohnt sind auch. Ob jetzt aus der Champions League, ja, die, die bei Bayern oder bei Dortmund spielen, oder die hier … Ob jetzt Florian oder Kai, die natürlich in der Champions League spielen. Also, wir kennen ja diese Spielweise, also, es wird … Sollte für die nichts Außergewöhnliches sein. Und die werden richtig gut dagegen gehalten. Da bin ich fest von überzeugt. 00:07:28

Sat.1: Herr Völler, eine Frage zu Nick Woltemade. Er ist ja einer der Spieler, der jetzt noch gar nicht gespielt hat. 00:07:38

Rudi Völler: Ja. 00:07:38

Sat.1: Wie nehmen Sie ihn in diesen Tagen wahr im Training? Und gab es vielleicht ein Gespräch da zwischen Stürmer und Ex-Stürmer, wie man sich in solchen Phasen während eines Turniers verhält? 00:07:49

Rudi Völler: Ja, ist ja klar, je länger so ein Turnier dauert, und du hast … Es gibt dann immer, das gab es früher auch schon … Du wirst immer Spieler haben, die dann etwas weniger spielen oder noch gar nicht gespielt haben. Eben schon gesagt, es war gestern … Bewusst sind wir alle mit raus, (dass auch gestern?) … Das Training der Spieler, die nicht gespielt haben, das war wirklich außergewöhnlich gut. Alle mit vollem Elan dabei, mit großer Leidenschaft, und das ist ja enorm wichtig. Das haben wir schon immer im Vorfeld gesagt. Das ist natürlich klar, die ersten Elf, die Spieler, die reinkommen, müssen ihre Leistung abliefern, um erfolgreich sein zu können, aber auch die hinten dran sind. Und das ist letztendlich auch Teamgeist, Teamspirit da. Also, nicht immer nur quatschen, ne, wir haben einen tollen Teamspirit, sondern auch die, die hinten dranstehen, dann auch so zu trainieren und mitzuziehen, dass alle anderen auch erfolgreich sein können. Das ist enorm wichtig, ja. 00:08:38

Franziska Wülle: Hier unten Arne Richter für die DPA. 00:08:41

Arne Richter: Wenn Sie jetzt die Vorrundenbilanz noch mal ziehen, die Auftritte von Argentinien und Frankreich haben schon einen gewissen Eindruck hinterlassen. Wo werten Sie jetzt die deutschen Auftritte im Vergleich zu diesen Mannschaften, die ja auch vorher schon erwartbar vielleicht einen Tick voraus waren? Also, ist es weiterhin so? Wie schätzen Sie die Leistung der deutschen Mannschaft im Vergleich dazu ein? 00:09:02

Rudi Völler: Ja, im Grunde, unabhängig von diesen beiden Mannschaften, gilt es ja generell für unsere Mannschaft. Ich glaube, das habe ich auch im Vorfeld schon das eine oder andere Mal gesagt, Julian auch, oder auch der eine oder andere Spieler. Ich glaube, wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich am Limit spielt, und das heißt, mit Limit heißt halt, hundert Prozent da ist, gegen jede Mannschaft gewinnen kann. Natürlich, das hatten wir jetzt gegen Ecuador gesehen, wenn dann ein paar Prozent weniger da sind, verständlicherweise, ganz normal, wenn man schon Gruppenerster ist, dann können wir natürlich auch gegen … Dann auch gegen einige verlieren, ne? Das ist Fakt. Das ist der Unterschied. Da ist es vielleicht bei den … Bei ein, zwei anderen, drei Nationen dann ein bisschen anders. Die können auch mit ein paar Prozent weniger dann ihre Ziele erreichen. Das geht natürlich bei uns nicht. Und da, glauben Sie es mir, da bin ich auch völlig beruhigt und relaxed, weil ich weiß, am Montag wird die Mannschaft alles reinlegen, alles reinhauen. 00:09:57

Franziska Wülle: Dann gehen wir zum SID. 00:09:59

SID: Hallo, Herr Völler. Nathaniel Brown hat gegen Ecuador pausiert, war angeschlagen, war eine Vorsichtsmaßnahme. Der Bundestrainer hatte sich schon optimistisch geäußert. Vielleicht können Sie bei ihm noch ein kurzes Update geben. Vielen Dank. 00:10:13

Rudi Völler: Ja, die Analyse war richtig. Mehr kann ich Ihnen eigentlich im Moment auch nicht sagen. Wir hoffen alle, dass es funktioniert. Wir haben noch zwei Tage. Ich gehe mal davon aus, dass er heute trainieren wird, aber ist … Heute Nachmittag werdet ihr ja dann sehen, wenn er auf dem Platz ist. Aber genaues weiß ich jetzt auch noch nicht. [Lachen] Nee, ich weiß es wirklich nicht. 00:10:31

Franziska Wülle: Wir geben ja Bilder raus. 00:10:32

Rudi Völler: Ja, genau. 00:10:34

Franziska Wülle: Dann seht ihr es, dass er auf dem Platz stehen wird. Felix Görner für RTL. 00:10:37

Felix Görner: Vielen Dank. Rudi, Frankreich. Wie sehen Sie die im Moment? Sie haben ja bestimmt auch Spiele von denen jetzt gesehen. Ist Frankreich für Sie ein Topfavorit auf den Titel oder wie stark finden Sie Frankreich im Moment? 00:10:54

Rudi Völler: Gut, (ihr kennt mich?) mich ein bisschen erst mal. Ist ja nur Montag Paraguay, ne? Aber generell, klar gibt es natürlich Nationen, da gehören sicherlich die Franzosen dazu, aber das ist ja auch jetzt nicht so, dass wir jetzt hier was Neues entdeckt haben, die natürlich zu den Topfavoriten gehört, ne? Das war schon vor vier Wochen so und es wird auch in vier Wochen dann auch wieder so sein, dass Frankreich, jetzt schon und auch in den nächsten Jahren, auch wieder zu den Topfavoriten gehören wird. Aber da befassen wir uns jetzt gar nicht mit. Also, da gibt es gar keinen Grund für. Wir haben jetzt Paraguay am Montag. Darauf ist der Fokus und wir wollen weiterkommen. 00:11:28

Franziska Wülle: Christian Beifuß. 00:11:30

Christian Beifuß: Rudi, noch mal zum Thema Fazit. Ja, Gruppensieg hat alles so weit hingehauen. Aber was sind denn aus deiner Sicht die Dinge, die … Also, auf dem Rasen, wenn das Spiel läuft, die Dinge, die schon funktionieren bei der deutschen Mannschaft, und wo hapert es noch? 00:11:45

Rudi Völler: Ja, was funktioniert, hat man ja gesehen in den ersten beiden Spielen, vor allen Dingen auch das im zweiten dann, wo es dann auch zwischendurch mal ein bisschen schwieriger wurde, ein bisschen Gegenwind war, ein bisschen holprig wurde, dann die enorme Leidenschaft, der Kampfgeist, um dann wieder zurückzukommen, das Spiel noch zu drehen. Das war natürlich vorbildlich. Aber es war auch so ein bisschen zu erwarten. Ich habe es ja gesagt, gegen solche beiden Gegner, das haben wir auch im Vorfeld immer gesagt, ist es dann auch ein bisschen schwieriger. Aber auch schon in dem zweiten Spiel und vor allen Dingen auch im dritten Spiel hat man auch gesehen, dass wir … Genau, und das ist letztendlich das, was uns ja auch dann wehgetan hat. Eigentlich weniger die Körperlichkeit. Das weiß man, da muss man mit umgehen können. Ich sage mal, gerade in der Vorwärtsbewegung leichte Ballverluste, unnötige Ballverluste. In der Vorwärtsbewegung, im Mittelfeld, wenn du da … Da sind natürlich, ob jetzt Ecuador oder jetzt auch Paraguay haben … Sind dann immer in der Lage die, das dann auszunutzen. Das haben die (natürlich?) auch beobachtet, bin ich … Da bin ich von überzeugt. Das müssen wir natürlich auf … Ja, alles wird nicht immer gelingen, wird … Wirst auch mal einen Fehlpass spielen, wirst auch mal einen Zweikampf verlieren. Aber natürlich in den richtigen Zonen. Und natürlich, wenn du das in Zonen verlierst, solche … Also, solche Ballverluste hast, das kann dann schon wehtun, ne? Und das müssen wir wirklich aufs Minimum reduzieren, dass … Sonst wird es schwierig. Genau, aber das versucht natürlich jede Mannschaft, wenig Ballverluste zu haben. Aber wir haben natürlich auch Spielermaterial oder Spieler, die natürlich auch davon leben, dass sie kreieren, dass sie in Dribblings reingehen, dass sie ein bisschen was riskieren. Und wir wollen das ja auch. Aber natürlich auch mit einer gewissen Disziplin, dass du nicht in solche Konter reinläufst, dass es dann wirklich gefährlich für uns wird. Und das ist eigentlich die größte Gefahr am Montag. 00:13:25

Franziska Wülle: Patrick Berger. 00:13:27

Patrick Berger: Vielen Dank, Franzi. Hallo, Herr Völler. Ich kann mich dran erinnern, bei der Heim-EM haben Sie den Wechsel von Waldemar Anton zum BVB verraten. Können Sie eigentlich den von Brown zum FC Bayern verraten? Wenn ja, was … Also, warum passt der zum FC Bayern München? Und daran anschließend vielleicht die Positionsdebatte. Es gibt nicht wenige, die sagen: „Der Brown müsste jetzt im nächsten Spiel hinten rechts spielen, dafür Raum links und Joshua Kimmich im Zentrum.“ Wie sehen Sie das? Vielen Dank. 00:13:54

Rudi Völler: Ja, war relativ viele Fragen jetzt, aber … Also, nur grundsätzlich zu Nene Brown da. Die Entwicklung, die er genommen hat, die letzten sechs Monate, letztem Jahr schon bei Eintracht Frankfurt, die war natürlich atemberaubend, ja? Und es ist auch kein Zufall, dass Julian sich entschieden hat, jetzt ihn vor der WM dann auch auf diese Position zu stellen und auch ihm schnell das Gefühl gegeben hat, und das hat er sich auch verdient, dann auch fest gesetzt zu sein, obwohl es David Raum auch ganz gut gemacht hat, ordentlich gemacht hat jetzt im Spiel gegen Ecuador. Aber das hat er sich natürlich verdient. Und das ist natürlich erst mal seine Position jetzt. Und den Rest wird man dann sehen. Ob jetzt diese Gerüchte, die dann da sind … Ja, [lacht] warten wir mal ab. Also ich weiß wirklich … Ich würde es euch vielleicht sogar verraten, wenn ich es wüsste, aber ich weiß es nicht. [Lachen] 00:14:42

Franziska Wülle: Oliver Hartmann für den Kicker. 00:14:44

Oliver Hartmann: Rudi, die Mannschaft hatte in den letzten beiden Spielen schon auch Probleme, in die Tiefe zu gelangen, Chancen zu kreieren. Aus deiner Sicht als früherer Stürmer, woran hapert es da momentan bei Kai, bei Flo, bei Jamal, dass die ins Rollen nicht … Noch nicht so richtig ins Rollen gekommen sind, wie man das sich vielleicht erhoffen darf? 00:15:06

Rudi Völler: Ja, gut, gut analysiert, aber klar, das ist … Wir wissen natürlich alle. Um letztendlich die ganz großen Ziele zu erreichen, müssen natürlich auch die Spieler, die natürlich auch in den letzten zwei Jahren natürlich unglaublich sich entwickelt haben, zu Weltklassespielern geworden sind … Die müssen natürlich dann auch liefern, ist ja klar, sonst … Das gilt aber nicht nur für uns, das gilt ja für die anderen Nationen auch. Wir wissen, das wissen auch die Spieler, dass da noch ein bisschen Luft nach oben ist. Und auch da bin ich total optimistisch. Jetzt geht die WM richtig los, jetzt haben wir die K.o.-Phase. Vorher war es auch wichtig, klar, du musst es ja erst mal so schaffen, wie wir es geschafft haben. Und da, klar, auch da ist mein Glaube, meine Hoffnung da, dass … Und auch berechtigt. Es fehlt nicht mehr viel, ne? Das, dass die noch richtig zündeln. Aber wir wissen ja alle, das ist klar, du brauchst die Spieler dann auch, wie das ähnlich bei anderen Topnationen auch ist … Die müssen dann funktionieren. Das ist … Um dann deine Ziele zu erreichen oder ganz weit zu kommen, muss das funktionieren. Das wissen auch die Spieler. 00:16:08

Franziska Wülle: Vincent Schirpke. 00:16:10

Vincent Schirpke: Herr Völler, Sie haben gerade schon über Ihr Verhältnis zu Julian Nagelsmann gesprochen und auch mit Ihrer Erfahrung. Könnte sich es der Bundestrainer kommunikativ manchmal ein bisschen einfacher machen? Also, nach dem Spiel gegen Ecuador hat er ja zum Beispiel gesagt: „Das lag nicht an der Mentalität, nicht daran, dass Ecuador mehr gewinnen wollte.“ Joshua Kimmich, Deniz Undav, auch Sie haben es gerade ein bisschen anders erklärt. Und mit so einer Begründung hätte man so eine Niederlage ja viel leichter abmoderieren können. 00:16:36

Rudi Völler: Nein. Auch da noch mal. Ich sitze ja auch nicht hier, (um jetzt bei meinem Interview den Julian?) in Schutz zu nehmen. Gibt es überhaupt keinen Grund für, weil der hat das gemacht, was man … Was ich auch gemacht hätte, was in so einer … Oder viele andere auch, viele andere Trainer. Das Wichtigste ist erst mal, dass du, egal gegen wen, erst mal deine Spieler in Schutz nimmst. Und das ist auch so, das ist auch so gemeint. Das ist einfach nicht … Auch nicht so da dahingelabert. Wir haben, ich habe es ja vorhin schon [unv.] zu erklären natürlich, und was ja auch total menschlich ist, diese zwei, drei Prozentpunkte, die dann fehlen in so einem Spiel. Wäre das umgekehrt, das wäre ja auch nicht normal, das wäre unmenschlich, ne? Dass das dann vielleicht ein bisschen gefehlt hat. Aber es ändert ja nichts an der Tatsache, dass alle Spieler sich bemüht haben und keiner extra jetzt einen Abspielfehler gemacht hat oder irgendwie den Ball nicht so geköpft hat oder über das Tor geschossen hat. Das ist einfach so. Also, die die … Julian hat das genauso gemacht, wie man das machen muss, die Spieler in Schutz nehmen. Was natürlich trotzdem nicht bedeutet, dass es halt der eine oder andere dann auch hätte etwas besser machen können. Aber grundsätzlich, die Spieler, seine Spieler zu schützen, das ist letztendlich immer das Allerwichtigste. Ich weiß, es gibt Trainer in diesem Weltfußball, die machen es dann auch ein Tick anders. Mir ist es lieber, es wird so gemacht, wie Julian das macht. 00:17:48

Franziska Wülle: Thomas Wagner, up there. 00:17:50

Thomas Wagner: Schönen guten Morgen Rudi. Du hast gerade schon über Wirtz und Musiala gesprochen. Ich würde gerne mal deine eigene Erfahrung noch mal reinbringen. 86 warst du ja leider auch nicht topfit. Kamst aus einer schwierigen Verletzung. Das gilt für Musiala auch. Auch Kai war lange angeschlagen. Wann kommt zu einem Moment im Turnier, wo sich etwas löst, beziehungsweise was können auch die Spieler untereinander vielleicht machen? Wirtz und Musiala, bei Flo finde ich schon, dass er unfassbar viel versucht auf dem Platz, aber dieses allerletzte Geniale, was wir brauchen, um weit zu kommen, vielleicht noch nicht da ist. Wie könnt ihr eingreifen und die … Vielleicht auch untereinander die Spieler? Danke. 00:18:29

Rudi Völler: Ja, das ist da … Also, jetzt gut zuzureden, ist … Kann man natürlich machen. Aber ist wichtig, dass die Spieler selbst Dinge umsetzen. Und ich weiß, man merkt ja, bei Florian sowieso und bei Jamal auch, dass es gar nicht mehr so weit weg ist, ne? Dass du das Gefühl hast, sie sind nah dran. Gut, der Jamal hat ja schon ein Tor geschossen und der Florian noch nicht. Einerseits kann man sagen, ah, Florian hätte vielleicht schon mal ein Tor schießen können. Ich habe ihm auch schon … Oder viele andere gesagt: „Vielleicht gar nicht so schlecht, dass er noch gar keins gemacht hat, da hat er noch viel im Köcher und kann jetzt am Montag damit anfangen oder hoffentlich dann auch in den nächsten Spielen!“ Also, viel fehlt nicht mehr. Also, ich bin auch froh, gerade jetzt bei Florian, dass er … Und so war es ja auch ein bisschen abgesprochen. Ich habe es ja vorhin erklärt. Sonst hätten wir gegen Ecuador natürlich anders ausgewechselt. Der Florian auch noch mal ein paar Minuten Pause bekommen hat, dass ja wirklich dann der komplette Fokus auf das Montagsspiel ist, dass er da auch frisch ist. Und er ist … Er brennt wie alle. 00:19:31

Franziska Wülle: Klaus Bergmann hier unten. 00:19:33

Klaus Bergmann: Herr Völler, Sie haben Joshua Kimmich zum Fahnenträger erklärt. 00:19:41

Rudi Völler: Ja. 00:19:42

Klaus Bergmann: Wie nehmen Sie diesen Fahnenträger bislang auf dem Platz wahr? Man hat so ein bisschen das Gefühl, er schleppt doch ein bisschen so einen Rucksack mit durch die vergangenen WMs. Er wirkt nicht ganz so frei. Er gestaltet das Spiel nicht so intensiv, wie man es sonst von ihm gekannt hat. also, wie sehen Sie ihn? 00:19:58

Rudi Völler: Also, ich kann jetzt … Meine, wir kennen ja alle Jo, der natürlich auch sehr verbissen ist, der natürlich immer wieder … Und das meine ich wirklich so und das merke ich ja auch jetzt so, wenn wir jetzt zusammen sind im Trainingscamp oder jetzt in … Hier in Winston-Salem. Er ist in jeder Hinsicht ein absoluter Topkapitän und, wie gesagt, ein Fahnenträger, sage ich immer gerne. Klar, vielleicht hätte er auch gerne ein Tick besser gespielt in dem einen Spiel jetzt gegen Ecuador. Aber ich bin … Glaube, wir sind alle total zufrieden mit ihm, wie er sein Amt als Kapitän ausübt und wie er spielt. Und dass die Diskussion … Ich weiß, das gab es schon immer, dass jetzt … Auch früher in früheren Zeiten, ob das jetzt die richtige Position ist oder nicht. Das gab es schon immer. Am Ende entscheidet das dann Julian mit seinem Trainerteam. Und so schätze ich ihn doch auch. Das ist ja auch … Das hat er ja auch immer wieder gesagt. Er wird da spielen, wo es für die Mannschaft am besten ist, dass wir erfolgreich sein können. Und dann, ein guter Kapitän ist er sowieso. Weltklasse ist er. Haben wir ja alle gesehen. Er ist auf der rechten Verteidigerposition Weltklasse, im zentralen Mittelfeld natürlich auch. Und er hat natürlich auch die Qualität. Deswegen hat er es ja auch schon viele Male jetzt auf der Position absolut top gemacht. Dass er natürlich ein anderer Außenverteidiger ist als vielleicht Nene Brown, der natürlich eine enorme Geschwindigkeit hat, das ist bei ihm natürlich etwas anders. Aber dafür ist er natürlich auch … Hat er eine große Erfahrung und kann clever mit dieser Situationen umgehen und hilft uns natürlich auch enorm, auch auf der Position. 00:21:34

Franziska Wülle: Dann haben wir noch zwei Fragen zum Abschluss. 00:21:37

Rudi Völler: Ja. 00:21:37

Franziska Wülle: Jonas Gerdes. 00:21:38

Jonas Gerdes: Danke. Rudi, wie sehen Sie es denn, wenn Sie es entscheiden würden und müssten, wo würden Sie dann Joshua Kimmich insbesondere vielleicht dann in einem Achtelfinale gegen Frankreich aufstellen? Danke. 00:21:53

Rudi Völler: Wie ich es machen würde? [lacht] Die Frage stellt sich ja gar nicht, weil ich habe es ja eben gerade gesagt, ich finde ja, auf beiden Positionen absolut top. Wir haben im zentralen Mittelfeld Spieler, die das auch wunderbar spielen können. Und wir haben die ganzen letzten Länderspiele … Und man vergisst ja immer. Klar, gegen Ecuador haben wir jetzt verloren, da vorne haben wir zehn- oder elfmal gewonnen hintereinander. Da hat er auch da auf der Position gespielt und richtig gut. Deshalb stellt sich die Frage für mich gar nicht, wie … Was ich machen würde. Weil ich finde, er ist genau da, wo er jetzt spielt … Ist er gut hingestellt, genau. 00:22:27

Franziska Wülle: Und der nächste Gegner heißt ja auch Paraguay. 00:22:28

Rudi Völler: Genau. 00:22:29

Franziska Wülle: Patrick Berger. 00:22:30

Patrick Berger: Ich habe noch mal eine Frage zu den Wechseln. Sie haben es jetzt dreimal angesprochen, dass anders gewechselt worden wäre, wenn man vielleicht den Sieg mehr gebraucht hätte, das hatte Julian nach dem Spiel ja auch gesagt. Ich war ein bisschen verwundert über die Wechsel, weil man vielleicht jetzt erwartet hat, dass in so einem Spiel mit der Körperlichkeit ein Goretzka zum Beispiel kommt, ein Anton oder ein Leweling. Warum hat man so gewechselt, wie man gewechselt hat und nicht vielleicht die Spieler eingewechselt, die es vielleicht dann in einem Spiel gegen Paraguay mit einer ähnlichen Härte dann auch braucht? 00:22:58

Rudi Völler: Ja, ich glaube, das ist wieder eine Frage, die dann der Bundestrainer beantworten muss. Ich wusste natürlich, dass die Auswechslung, also die Spieler, die rausgekommen sind … Das wusste ich vorher so ein bisschen. Das war auch so ein bisschen abgesprochen, was ja richtig war. Also wie gesagt, diesen großen Vorteil nach zwei Spieltagen schon Gruppenerster zu sein, den musst du einfach nutzen. Dann musst du … Dann ist auch … Klar, wie gesagt, ich kann es nur wiederholen. Gerne gewonnen gegen Ecuador, aber viel wichtiger ist natürlich das Spiel jetzt gegen Paraguay. Und dann musst du einfach die Spieler ein bisschen schonen, die vielleicht ein kleines Wehwehchen haben oder die vielleicht auch mal eine kleine Pause brauchen. Dass jetzt so gewechselt worden ist, wie gewechselt worden ist, ja, da gibt es sicherlich Gründe. Aber dann müsst ihr den Julian fragen. Klar, hat alles seine Gründe. Klar hast du dann nicht mehr so eine … Das ist aber ganz normal, natürlich hast du nicht die … Dann in der Endphase dann, ich sage mal, vielleicht auch diesen Push oder diese Kreativität, dass du dann hier noch viele Chancen erarbeitest. Aber wie gesagt, das war … In dem Moment war das nicht wichtig, ne? 00:24:04

Franziska Wülle: Und den Bundestrainer hören wir ja morgen. 00:24:06

Rudi Völler: Absolut. 00:24:07

Franziska Wülle: Danke schön. 00:24:07

Rudi Völler: Vielen Dank. 00:24:08

Frau: Danke. 00:24:19

Rudi Völler: So. 00:24:10

00:25:00 Das vollständige Video zur Pressekonferenz mit Rudi Völler gibt es hier im Original vom DFB

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