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·5 June 2026

WM-Generalprobe misslungen: Schweden schleppt Formkrise in die USA-Reise

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Kurz vor dem Abflug nach Nordamerika bleibt bei Schwedens Nationalteam mehr Frage- als Ausrufezeichen. Auch im letzten Test gegen Griechenland wirkte die Mannschaft wacklig – und geht mit spürbaren Sorgen in die Weltmeisterschaft.

Remis gegen Griechenland, erneut defensive Wackler


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In Solna kam Schweden mit BVB-Profi Daniel Svensson in der Startelf nicht über ein 2:2 gegen Griechenland hinaus, das nicht einmal für die WM qualifiziert ist. Früh geriet das Team in Rückstand, als Konstantinos Tsimikas bereits in der Anfangsphase traf. Die Unsicherheiten aus der 1:3-Niederlage im Skandinavien-Duell gegen Norwegen wenige Tage zuvor schienen weiter nachzuwirken, vor allem in der Defensive fehlte Stabilität.

Nach der Pause brachte Viktor Gyökeres die „Tre Kronor“ mit seinem Ausgleichstor zurück ins Spiel. Mitte der zweiten Halbzeit sorgten zahlreiche Wechsel für frische Beine – und zunächst tatsächlich für neuen Schwung. Der frühere Wiesbadener Gustaf Nilsson drehte die Partie per Treffer zur 2:1-Führung, doch tief in der Nachspielzeit schlug Griechenland noch einmal zu: Ex-Bochumer Georgios Masouras erzielte in der 95. Minute den Ausgleich, der die schwedische Stimmungslage weiter drückte.

WM-Erinnerungen an 1994 – aktuelle Form weit davon entfernt

Die Testspiele liefern ein deutlich anderes Bild als die großen Erinnerungen an 1994, als Schweden in den USA sensationell Dritter der WM wurde. Statt Euphorie dominieren nun Zweifel an der Balance zwischen Angriff und Abwehr. Offensiv blitzt individuelle Klasse immer wieder auf, doch die Mannschaft schafft es nicht, Führungen souverän zu verwalten oder defensiv konsequent zu verteidigen.

Besonders bitter: In der regulären WM-Qualifikation hatte Schweden kein einziges Spiel gewonnen und musste den Umweg über die Play-offs nehmen, um sich das Ticket nach Nordamerika überhaupt noch zu sichern. Die Generalprobe gegen Griechenland konnte diese Vorgeschichte nicht entkräften, sondern bestätigte die vorhandenen Fragezeichen eher.

Harte WM-Gruppe: Tunesien nur der Anfang

Der Turnierstart hat es in sich. Am 14. Juni (Ortszeit) eröffnet Schweden die WM in Guadalajara gegen Tunesien. Schon diese Partie wird zum Charaktertest, denn ein Fehlstart könnte in dieser starken Gruppe kaum noch korrigiert werden. In den weiteren Gruppenspielen warten mit den Niederlanden und Japan zwei Teams, die für hohes Tempo und eine klare Spielidee stehen.

Um in dieser Konstellation eine Chance aufs Weiterkommen zu haben, muss Schweden vor allem defensiv deutlich zulegen und die vielen individuellen Fehler abstellen. Positiv bleibt immerhin: Die Mannschaft hat in beiden Tests trotz Rückschlägen getroffen und Moral gezeigt. Ob das reicht, um in den USA an alte WM-Zeiten anzuknüpfen, ist allerdings mehr als fraglich.

  • Schweden kassierte nach dem 1:3 gegen Norwegen auch beim 2:2 gegen Griechenland späte Rückschläge.
  • In der regulären WM-Qualifikation blieb das Team sieglos und schaffte das WM-Ticket erst in den Playoffs.
  • In der WM-Gruppe warten nach dem Auftakt gegen Tunesien mit den Niederlanden und Japan zwei starke Gegner – ein Fehlstart könnte früh das Aus bedeuten.
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