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·19 January 2026
Wolf trotz Boxhieb sportlich fair: "Das war nicht der Knackpunkt"

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Zum Jahresauftakt gab es keine guten Nachrichten für Viktoria Köln, denn beim Schlusslicht aus Schweinfurt unterlag die Mannschaft von Marian Wilhelm mit 0:2. Ein möglicher Platzverweis für die Schnüdel, den es nicht gegeben hat, wollten die Kölner aber nicht als Ausrede für eine schlechte Leistung bringen.
Viktoria-Mittelfeldspieler Lucas Wolf stand nach Abpfiff ganz ruhig vor den TV-Kameras von "MagentaSport". Sachlich und unaufgeregt erklärte der 24-Jährige, dass die sportliche Leistung der Kölner beim 1.FC Schweinfurt nicht gut gewesen war. "Wir haben vermissen lassen, was wir vorher angesprochen haben, das uns normalerweise gut macht. Wir haben es nicht gezeigt, dann verlierst du hier", fasste Wolf zusammen. Woran das lag? "Ich weiß es nicht. Das ist eine gute Frage. Wir haben es einfach heute nicht auf den Platz gebracht."
Dann sah der 24-Jährige die Szene, in der Kristian Böhnlein unter dem Deckmantel eines Zweikampfes ihm einen Faustschlag in die Rippen gab. Schiedsrichter Niclas Rose übersah die Szene, was für liga3-online.de-Experte Babak Rafati eine klare Fehlentscheidung war – und auch Wolf betonte: "Für mich ist das eine klare Rote Karte." Trotzdem blieb der 24-Jährige überraschend gelassen, obwohl der Platzverweis womöglich den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte. Die Szene ereignete sich schließlich kurz nach dem Schweinfurter Führungstreffer.
"Ich bin direkt zum Schiri hin und habe gesagt, dass er mir nur in die Seite reinboxt. Er hatte keine andere Intention", berichtete Wolf, wie er auf dem Feld auf das nicht gegebene Foulspiel reagierte. Aber der 24-Jährige nahm es sportlich: "Klar kann das ein Spiel verändern. Aber das war nicht der Knackpunkt." Die Leistung der Kölner sei letztendlich das größte Argument für die Niederlage gewesen. Denn der Viktoria fehlte die nötige Intensität und Energie, wie es auch Cheftrainer Marian Wilhelm einräumte.
"Man sucht immer nach Erklärungen", so der Coach, der zwei Situationen hervorhob – nämlich die Gegentore: "In der ersten Szene trifft er ihn sehr gut, in der zweiten Situation haben wir ein bisschen Pech und der Ball wird abgefälscht." Ohne Top-Torjäger Lex Tyger Lobinger, der im Winter nach Duisburg abwanderte, blieb Köln seinerseits harmlos vor dem gegnerischen Kasten. "Wenn du einen Gegner dann so ins Spiel kommen lässt, ist es immer schwierig, den Schalter wieder umzulegen", fasste Wilhelm zusammen. Aufgrund der mangelnden Torgefahr konnte Viktoria das Spiel folgerichtig nicht mehr drehen. Und so wird die kommende Partie gegen Saarbrücken schon zu einem Match, bei dem sich die Kölner nicht in den Tabellenkeller ziehen lassen wollen. Schließlich beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze weiterhin nur sechs Punkte.









































