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·25 de abril de 2026
0:0 in Wolfsburg! Borussia robbt sich in Richtung Ziellinie

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Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg trennten sich am Samstag im Kellerduell torlos. Die Gladbacher waren im ersten Durchgang das klar bessere Team, ließen nach der Pause aber wie gewohnt stark nach. Wolfsburg blieb letztlich ebenfalls zu harmlos, sodass das Ergebnis leistungsgerecht war.
Borussias Trainer Eugen Polanski nahm gegenüber dem Remis gegen Mainz vor einer Woche zwei Veränderungen in der Startelf vor: Diks (wegen muskulärer Beschwerden nicht im Kader) und Bolin (Bank) wurden durch Chiarodia und Honorat ersetzt. Den durch den Ausfall von Diks freigewordenen Kaderplatz übernahm Neuhaus, ansonsten blieb alles unverändert.
Die Borussen starteten erstaunlich schwungvoll in die Partie – schon nach 15 Sekunden versuchte es Stöger mit einer Direktabnahme im Anschluss an eine Kopfballablage von Tabaković, der Ball flog jedoch zwei Meter am Tor vorbei. In der Folge hatten die Gladbacher deutlich mehr Ballbesitz mit guten und zielgerichteten Ansätzen, ohne dabei aber zu einem wirklich klaren Abschluss zu kommen.
Borussia schlägt kein Kapital aus der Überlegenheit
Die Wolfsburger wirkten fahrig und leisteten sich immer wieder Ballverluste. Spielerisch lief bei der Hecking-Truppe wenig zusammen, doch in der 15. Minute kamen sie nach einem Konter dennoch zu einer guten Torchance. Amoura zog von halblinks flach ab, Nicolas lenkte den von Chiarodia noch leicht abgefälschten Schuss jedoch mit einer starken Parade zur Ecke.
Auf der anderen Seite folgte eine Gladbacher Doppelchance: Zunächst parierte Wolfsburgs Keeper einen Linksschuss von Scally, dann zielte Castrop mit rechts knapp am langen Pfosten vorbei (19.). Die Borussen hatten weiterhin das Heft des Handelns in der Hand, versäumten es aber, aus ihrer Überlegenheit Kapital zu schlagen. Grabara lenkte einen Distanzschuss von Tabaković zur Ecke (29.), Scally zielte mit rechts flach am Tor vorbei (35.), und Tabaković knallte den Ball nach Vorarbeit von Stöger aus zwölf Metern zentral über das Gehäuse (36.).
Wolfsburg mit den klareren Chancen
Erst gegen Ende der ersten Halbzeit meldeten sich die Wolfsburger im Gladbacher Strafraum. Zunächst klärte Nicolas aufmerksam gegen Pejcinovic am kurzen Pfosten (39.), dann war er beim Abschluss von Amoura machtlos (44.). Der Stürmer war nach einem langen Ball und einem unglücklichen Klärungsversuch von Elvedi plötzlich allein durch, schoss aber im Fallen haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Trotz ihrer Überlegenheit benötigten die Borussen also auch das Spielglück, um mit dem torlosen Remis in die Pause zu gehen.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel folgte die nächste Großchance für Wolfsburg, als Amoura und Zehnter sich im Strafraum gegenseitig behinderten, sodass Nicolas letztlich halten konnte (47.). Wolfsburg war nun besser im Spiel, und die Borussen agierten deutlich zurückhaltender. Sie waren zwar nicht ganz so passiv wie nach der Pause gegen Mainz, spielten aber längst nicht mehr so stringent nach vorne wie noch im ersten Durchgang.
Reynas Kopfballbogenlampe an den Pfosten
Die Wolfsburger bekleckerten sich derweil ebenfalls nicht mit Ruhm – teilweise war es schon abenteuerlich schlecht, was Spieler mit unzweifelhaften individuellen Qualitäten da als Kollektiv auf den Platz brachten. Insofern war es höchst ärgerlich, dass die Gladbacher nicht in der Lage waren, diesem angeschlagenen Gegner den endgültigen K.o. zu versetzen.
Je länger die Partie dauerte, desto mehr hatten beide Teams Angst vor dem spielentscheidenden Fehler – und so wurde es eine richtig zähe Angelegenheit. Wolfsburg kam zwar zu einigen Torannäherungen, doch zu einer echten Großchance reichte es auch dank der wachsam verteidigenden Gladbacher nicht. Die Gefahr eines Glückstreffers war dennoch allgegenwärtig – und das dann auch auf der anderen Seite. In der 85. Minute brachte der eingewechselte Hack den Ball von rechts in den Strafraum, wo der ebenfalls eingewechselte Reyna in ungünstiger Position köpfte. Die harmlos wirkende Bogenlampe senkte sich jedoch perfekt – landete aber am rechten Pfosten.
Castrop sieht Rot – Klassenerhalt ist fast sicher
Die Schlussminuten wurden nochmals hektisch, weil sich der ausgelaugte Castrop an der Außenlinie zu zwei unnötigen Tacklings hinreißen ließ. Beim ersten verpasste er es noch, Daghim von hinten umzusensen, doch dann traf er Kumbedi ohne echte Chance auf den Ball. Schiedsrichter Stieler zeigte direkt Rot – was etwas streng war, aber Castrop hatte es schlicht nicht besser verdient.
Im anschließenden Handgemenge leistete sich Daghim noch einen Kopfstoß, doch Stieler beließ es bei einer Gelben Karte für den Wolfsburger sowie für Reitz. Die letzten Minuten in Unterzahl brachten die Borussen schadlos über die Bühne, sodass das 0:0 Bestand hatte. Angesichts der Feldvorteile in der ersten Halbzeit und der schwachen Wolfsburger Vorstellung müssen sich die Gladbacher den Vorwurf gefallen lassen, den Sieg verschludert zu haben. Andererseits muss man froh sein: Wolfsburg hatte letztlich die klareren Chancen.
Im Abstiegskampf ist dieser eine Zähler für Borussia sehr wertvoll. Durch den Sieg von Heidenheim gegen St. Pauli beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz nunmehr sechs Punkte bei einem um 13 Tore besseren Torverhältnis gegenüber St. Pauli. Das sollte nach menschlichem Ermessen reichen, um sich über die Ziellinie zu schleppen und den Klassenerhalt zu sichern.
von Marc Basten – TORfabrik.de – Foto: Stuart Franklin – Getty Images









































