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·9 de mayo de 2026
1:0! Olise & Urbig stark, Kane & Díaz enttäuschen – Der FC Bayern in der Einzelkritik

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·9 de mayo de 2026

Am 33. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga traf der FC Bayern München auswärts auf den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg. In einer unterhaltsamen Partie mit Chancen auf beiden Seiten, in der die "Wölfe" den Bayern das Leben lange Zeit schwer machten, gewann der designierte deutsche Meister dennoch am Ende mit 1:0. Wie sehr dabei die einzelnen Spieler der Münchner zu überzeugen wussten, oder womöglich enttäuschten, erfahrt ihr in unserer Einzelkritik.
Jonas Urbig: In der ersten Halbzeit, in der die Gastgeber tatsächlich einige guten Chancen hatten, war es die etatmäßige Nummer zwei der Münchner, die das mögliche 0:1 gleich mehrfach durch gute Paraden verhinderte. Auch in der zweiten Hälfte blieb der 22-Jährige aufmerksam und zeigte, dass er nicht nur auf der Linie, sondern auch im Herauslaufen und in der Strafraumbeherrschung in dieser Saison einen großen Sprung gemacht hat. (Note: 1,5)
Josip Stanišić: Als Rechtsverteidiger angefangen, dort aber mit spürbaren Probleme gegen Joakim Mæhle, wechselte der Kroate nach der Pause auf die linke Abwehrseite, spielte dort konservativer, aber auch sicherer und machte die Räume eng, sodass sich den Wolfsburgern nur selten die Gelegenheit zum Kontern bot. (Note: 3)
Min-jae Kim: In der von der Bayern-Defensive eigentlich recht schwachen ersten Hälfte stach der Südkoreaner als einziger äußerst positiv heraus, indem mehrere extrem wichtige Zweikämpfe gewann und Bälle in die Spitze abfing. In der Vorwärtsverteidigung machte Kim seine Sache ebenfalls gut und leitete tatsächlich einige vielversprechende Angriffe des deutschen Rekordmeisters ein. Zur Pause wurde der 29-Jährige dann durch Dayot Upamecano ersetzt. (Note: 2)
Hiroki Itō: In der Anfangsphase der Partie ließ sich der Japaner oft aus der Viererkette herauslocken, wodurch sich in seinem Rücken Räume boten. Je länger die Partie letztlich ging, desto sicherer wurde Itō dann aber in seinem Spiel und blieb in der Raumdeckung sehr konzentriert, wenngleich ihm mit dem Ball am Fuß nicht alles gelingen wollte. In der 84. Spielminute wurde der 26-Jährige für Jonathan Tah ausgewechselt. (Note: 3)
Tom Bischof: Zwischen Linksverteidiger und Sechser mäandernd zeigte Bischof, dass er ein echtes Multifunktionswerkzeug ist, das sowohl in der offensiven Chancenkreierung als auch in der Arbeit gegen den Ball seine Qualitäten hat. An vielen Angriffen der Bayern war der 20-Jährige selbst beteiligt, ohne sich dabei allerdings durch besonders riskante Aktionen in die Bredouille zu bringen. (Note: 2)
Joshua Kimmich: Wie man es von ihm kennt, ließ sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zum Spielaufbau immer wieder zwischen die Abwehrspieler fallen, um entweder durch kontrollierte kurze Pässe das Spiel zu beruhigen, oder es durch seine bekannten Chipbälle hinter die Ketten schnell zu machen. Im Verlaufe der Partie rückte Kimmich immer weiter nach vorne und erhöhte dadurch das Offensivpensum der Bayern. (Note: 2)
Leon Goretzka: Letzte Woche gegen Heidenheim noch wohl der beste Bayern-Spieler, machte der 31-Jährige an diesem Abend einen insgesamt sehr unauffälligen Eindruck. Zwar war er viel unterwegs und machte keine großen Fehler, war aber auch an keinen großen Momenten für sein Team beteiligt. Zur Pause blieb Goretzka in der Kabine und Konrad Laimer wurde für ihn eingewechselt. (Note: 3)
Michael Olise: Sehr unaufgeregt joggte der Franzose die meiste Zeit über den Platz, hatte aber ein Gespür dafür, in den richtigen Momenten eben da zu sein. So holte Olise in der ersten Halbzeit einen Elfmeter heraus, den Harry Kane dann vergab, erzielte dafür in Halbzeit zwei in bester Robben-Manier ein absolutes Traumtor, indem er nach innen zog und aus über 20 Metern die Kugel mit links an die Unterkante der Latte nagelte, von wo sie dann die Torlinie überquerte. Hiernach wurde der 24-Jährige offensiv auffälliger und rückte mehr in die Mitte um aktiver am Spiel teilnehmen zu können. (Note: 1,5)
Jamal Musiala: Viel unterwegs und sichtlich bemüht, war der deutsche Nationalspieler an vielen Bayern-Angriffen direkt beteiligt und suchte auch immer wieder mal den Abschluss, obgleich es ihm hierbei merklich an Genauigkeit mangelte. Auch durch Dribblings versuchte Musiala viel, blieb aber die meiste Zeit hängen, bevor sich die finale Großchance bot. Nach 75 gespielten Minuten ging der 23-Jährige runter und für ihn kam Lennart Karl in die Partie. (Note: 3,5)
Nicolas Jackson: Ungewohnt auf dem linken Flügel eingesetzt, war der Senegalese durchaus ein Aktivposten in der ersten Halbzeit, der oft die Kugel forderte, ins Dribbling ging und versuchte, etwas für seine Mannschaft zu kreieren, dabei aber zuweilen etwas glücklos wirkte. Zwar rückte Jackson immer wieder in den Strafraum ein, wurde aber meist nicht angespielt, wenn es aber doch mal passierte, versprang ihm die Kugel wiederholt. Nach einer knappen Stunde ging er dann für Luis Díaz vom Platz. (Note: 3)
Harry Kane: Insgesamt sehr unauffällig und nur an wenig großen Aktionen seines Teams beteiligt, wurde Harry Kane weder im gegnerischen Strafraum oft gefunden, noch zeigte er seine berüchtigten Spielmacherqualitäten, wenn er sich mal fallen ließ. Seinen auffälligsten Moment hatte der Engländer in der 36. Spielminute, als er beim Strafstoß wegrutschte und den Elfmeter dadurch vergab. Hiernach tauchte der 32-Jährige lange Zeit ab, arbeitete in der Schlussphase aber hinten aktiv mit, um das 1:0 über die Ziellinie zu bringen. (Note: 4,5)
Dayot Upamecano (ab Spielminute 46): Weniger gefordert als noch Min-jae Kim vor ihm, machte der Franzose das, was man von ihm kennt: aggressiv nach vorne verteidigen und kompromisslose Zweikämpfe führen. Dabei hatte Upamecano zwar keine großen negativen Ausreißer, jedoch boten sich in dessen Rücken, wie man es schon kennt, mehrfach Räume, die die Wolfsburger aber nicht auszunutzen wussten. (Note: 3)
Konrad Laimer (ab Spielminute 46): Nach seiner Einwechslung als Rechtsverteidiger eingewechselt, machte der Österreicher zunächst vor allem in der Offensive ein gutes Spiel, indem er gut mit Olise rotierte und Gegenspieler an sich band, um dem Franzosen Räume zu verschaffen. So geschehen auch in der 56. Spielminute als Laimer den Ball auf Olise rauslegte, dann in den Strafraum zog und so gleich zwei Gegenspieler festmachte, sodass Olise nach innen ziehen und traumhaft das 1:0 erzielen konnte. Nach dieser spielentscheidenden Aktion allerdings tauchte der 28-Jährige zunehmend ab und war für den Rest der Partie ziemlich unauffällig. (Note: 2,5)
Luis Díaz (ab Spielminute 60): Die Hereinnahme des Kolumbianers brachte nicht die Energie mit sich, wie man es bis dahin von ihm eigentlich gewohnt war. Stattdessen lief Díaz zwar von links einrückend viel an der Strafraumkante entlang, große Momente aber, in denen er entscheidende Steckpässe spielte, Gegner durch Dribblings verwirrte oder selbst vor dem Tor gefährlich wurde, hatte er nicht wirklich. (Note: 4)
Lennart Karl (ab Spielminute 76): Der 18-Jährige machte nach seiner Hereinnahme für Musiala gleich richtig spaß und spielte mit einem erfrischenden Zug zum Tor, wo er sich auch gerne mal den Abschluss zutraute, ohne dabei allerdings den nötigen Druck hinter die Kugel zu bekommen. Dennoch war Karl für die kurze Zeit, in der er auf dem Rasen stand, der wohl auffälligste Münchner, dem es aber am entscheidenden Spielglück fehlte. (Note: 2,5)
Jonathan Tah (ab Spielminute 84): In den letzten Minuten zur zusätzlichen Absicherung gekommen, konnte Tah noch ein, zweimal wichtig klären und Zweikämpfe gewinnen, aufgrund der kurzen Spielzeit entfällt die Bewertung aber.
Foto: Oliver Hardt / Getty Images
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