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·6 de mayo de 2026

1:1! Neuer überragt, Abwehrkette enttäuscht komplett – Der FC Bayern in der Einzelkritik

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Am Mittwochabend empfing der FC Bayern München im Halbfinal-Rückspiel der Champions League Paris Saint-Germain. Durch einen frühen Gegentreffer in der 3. Spielminute, auf den man schlicht keine Antwort fand, kam man am Ende über ein 1:1 nicht hinaus, was das Aus bedeutete, wobei nicht wenige Fans auch den Schiedsrichter der Partie, der mehrere fragwürdige Entscheidungen traf, in die Verantwortung nehmen dürften. Aber wie sieht es mit der Leistung der Bayern-Spieler aus? Hätte die denn zumindest für einen Finaleinzug reichen müssen? In unserer Einzelkritik erfahrt ihr es. 

Manuel Neuer: Hatte der 40-Jährige im Hinspiel noch überhaupt nichts zu halten und bekam gnadenlos gleich fünf Dinger eingeschenkt, konnte Neuer an diesem Abend zeigen, was für ein toller Keeper er noch immer ist. Zwar hatte er beim 0:1 durch Ousmane Dembélé in der 3. Spielminute keinerlei Abwehrmöglichkeit, hiernach jedoch parierte der ehemalige deutsche Nationalkeeper mehrfach herausragend und hatte entscheidenden Anteil daran, dass es bis zum Schluss eng blieb. (Note: 1,5)


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Konrad Laimer: Der Österreicher hat einmal mehr für mindestens zwei geackert, ist die Linie rechts rauf und runter gerannt und ging dabei keinem einzigen Zweikampf aus dem Weg. Gegen die starke Technik des überragenden Khvicha Kvaratskhelia und unaufhaltsame Dynamik von Nuno Mendes jedoch hatte Laimer trotz seines großen Einsatzes immer wieder das Nachsehen. (Note: 3)

Dayot Upamecano: Vorm 0:1 ließ sich der weitaufgerückte Innenverteidiger der Bayern durch einen simplen Doppelpass von Khvicha Kvaratskhelia und Fabián Ruiz vorführen und konnte seinen Stellungsfehler anschließend nicht mehr ausgleichen. Auch hatte er immer wieder vor allem mit dem georgischen Angreifer immer wieder seine Probleme, der Upamecano nacheinander stehen ließ. Gegen Ende der ersten Halbzeit jedoch arbeitete sich der Franzose wieder zurück, machte gute progressive Läufe und zeigte seine Qualitäten im Pressing, was in der zweiten Hälfte allerdings wieder etwas nachließ. In der 85. Spielminute wurde Dayot Upamecano dann durch Lennart Karl ersetzt. (Note: 4,5)

Jonathan Tah: Zwar ließ sich der deutsche Nationalspieler zu keinen eklatanten Fehlern hinreißen, gegen das offensive Rotationsspiel der Pariser – vor allem von Ousmane Dembélé und Désiré Doué – sah er allerdings nicht wirklich gut aus und verlor im eigenen Strafraum wiederholt die Zuordnung. Mangelnden Einsatz konnte man Tah allerdings nicht vorwerfen. Nach 67 Minuten wurde der bereits verwarnte Abwehrspieler dann für Min-jae Kim ausgewechselt. (Note: 4)

Josip Stanišić: Beim 0:1 passte beim Kroaten die Zuordnung nicht, sodass er den am Ende völlig freistehenden Ousmane Dembélé nicht zustellte, der ganz entspannt zur frühen Gäste-Führung einschob. Hiernach wollte dem 26-Jährigen auch nicht mehr so sonderlich viel gelingen. Zwar zeigte Stanišić hier und da seine Zweikampfqualität, doch sein gefürchtetes offensive Positionsspiel, das er gerne über die rechte Seite aufzieht, konnte er über links an diesem Abend nicht zeigen. Um für mehr Offensivgefahr zu sorgen kam in der 67. Spielminute dann Alphonso Davies für ihn auf den Platz. (Note: 4,5)

Joshua Kimmich: Die Anführerqualitäten sind dem Kapitän der deutschen Nationalmannschaft nicht abzusprechen, auch in diesem Spiel nicht, denn nicht nur verteilte er wieder einmal viele Pässe und versuchte das Münchner Offensivspiel zu dirigieren, auch gegen den Ball war Kimmich giftig und ging früh drauf. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass vor allem die gestalterischen Fähigkeiten des 31-Jährigen an diesem Abend nicht so zur Geltung kamen, wie man es von ihm normalerweise gewohnt ist, weshalb die Bayern lange Zeit ungewohnt harmlos wirkten. (Note: 3)

Aleksandar Pavlović: Der deutsche Nationalspieler verteilte ähnlich wie sein Nebenmann Kimmich viele Pässe, ein progressives Spiel, oder gefährliche Pässe hinter die Ketten konnte er jedoch nicht wirklich aufziehen. Auch muss das mangelnde Tempo des 21-Jährigen angesprochen werden, der sich von den dynamischen PSG-Angreifern und -Mittelfeldspielern regelmäßig abkochen ließ und in den Zweikämpfen nur wenig Stiche sah. Insgesamt war dies keine Gala-Auftritt von Pavlović. (Note: 5)

Michael Olise: Über seine rechte Seite versuchte der Franzose erneut viel und konnte auch einige schöne Dribblings und vielversprechend Abschlüsse zeigen, jedoch machte PSG immer wieder geschickt die Bahnen zu und vor allem Nuno Mendes, der trotz einer frühen Gelben Karte eigentlich mit angezogener Handbremse spielen musste, gelang es tatsächlich, Michael Olise über lange Strecken aus dem Spiel zu nehmen, sodass dieser der Partie einfach nicht seinen Stempel aufdrücken konnte, sondern mit vielen seiner Ideen einfach hängen blieb. (Note: 3,5)

Jamal Musiala: Zu Beginn hatte Musiala ähnliche Probleme wie Olise neben ihm und wurde einfach gut zugestellt oder kam an den Abwehrreihen einfach nicht vorbei. Gegen Ende der ersten Halbzeit jedoch gelang es dem 23-Jährigen, sich wiederholt von seinen Gegenspielern zu lösen und sich in aussichtsreiche Abschlusssituationen zu bringen. Die Pause jedoch unterbrach Musialas Momentum, der sich danach vor allem am Ex-Frankfurter Willian Pacho die Zähne ausbiss. In der 79. Spielminute machte "Bambi" dann Platz für Nicolas Jackson als zweiten Stürmer. (Note: 3)

Luis Díaz: In der Bayern-Offensive war der Kolumbianer der mit Abstand auffälligste Akteur, der viel versuchte und mit seinen Wacklern und Körpertäuschungen vor allem den Hakimi-Ersatz Warren Zaïre-Emery schwindelig spielte. Jedoch scheiterte auch Díaz meist am unfassbar dicht gestaffelten Mittelblock der Pariser, weshalb da nur selten Durchkommen war. Wurde es aber mal für die Gäste gefährlich und die Bayern konnten offensiv für Akzente sorgen, war der 29-Jährige involviert. (Note: 2,5)

Harry Kane: Lange Zeit wirkte der Top-Stürmer der Bayern etwas verloren und bekam weder gute Zuspiele, noch konnte er selbst Mitspieler auf die Reise gen gegnerischen Strafraum schicken. Dennoch fiel der Engländer vor allem durch seinen Kampfgeist auf, dank dessen er sich gerade in der Schlussphase wiederholt durch die gegnerische Abwehr hindurchtankte. In der 94. Spielminute stand Kane dann doch goldrichtig und erzielte nach Davies-Zuspiel den Ausgleich, der jedoch insgesamt zu spät kam, sodass die Bayern die Partie nicht mehr zu drehen vermochten. (Note: 2,5)

Alphonso Davies (ab Spielminute 67): Der Kanadier brachte tatsächlich richtig Schwung in die Partie und sorgte dafür, dass die Bayern offensiv wieder gefährlicher wurden. Einerseits hinterlief Davies gerne, um Díaz so die Möglichkeit zu geben, nach innen zu ziehen, andererseits ließ sich der 25-Jährige vor allem in der Schlussphase mehr ins Zentrum fallen, um so gestalterisch mehr Einfluss zu gewinnen. In der Nachspielzeit war es dann Alphonso Davies, der die Lücke im sonst so eng stehenden PSG-Block fand und Harry Kane einsetzte, der dann zum 1:1 einschob, was am Ende aber nicht reichte, um das Ausscheiden zu verhindern. (Note: 2)

Min-jae Kim (ab Spielminute 68): In der Luft ist der Südkoreaner in der Tat durchaus eine Macht und frisst die körperlich unterlegenen PSG-Angreifer Dembélé und Doué mit Haut und Haaren, wenn diese aber ins Dribbling gehen, bekommt Kim schnell Knoten in den eigenen Beinen und kommt einfach nicht mehr hinterher. Dadurch hatte der 29-Jährige für jede gelungene Defensivaktion auch praktisch immer eine, in der er machtlos wirkte. (Note: 3,5)

Nicolas Jackson (ab Spielminute 79): In der Schlussphase für Jamal Musiala eingewechselt, sollte der Senegalese für mehr Präsenz im gegnerischen Strafraum locken und den Gegner zudem früh anlaufen. Gerade im Pressing ist Jackson nicht zu unterschätzen und erledigte auch an diesem Abend seine Aufgabe gewissenhaft. Mit Ball am Fuß war die Chelsea-Leihgabe jedoch überhaupt nicht zu sehen. Seine Präsenz im Strafraum allerdings half auch in der Tat dabei, dass Harry Kane in der Nachspielzeit den Platz fand, zum Ausgleich einzuschieben, jedoch kam dieser Impuls letztendlich etwas zu spät. (Note: 3)

Lennart Karl (ab Spielminute 85): In den Schlussminuten sollte der 18-Jährige anstelle von Dayot Upamecano vorne noch Akzente setzen, hatte aufgrund der kurzen Spielzeit allerdings nur wenig gestalterischen Raum. Eine Note entfällt daher.

Foto: Adam Pretty / Getty Images 

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