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·21 de junio de 2026

1860: Verhandlungen mit Ismaik gescheitert – KGaA vor Insolvenz

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Drittliga-Absteiger TSV 1860 München droht die Insolvenz seiner KGaA. Wie Präsident Gernot Mang auf der Mitgliederversammlung am Sonntag erklärte, wird die Gesellschaft nach aktuellem Stand in der kommenden Woche einen Insolvenzantrag stellen müssen. Hintergrund sind die gescheiterten Verhandlungen mit Investor Hasan Ismaik über eine Übernahme seiner Anteile.

Ismaik lehnte Fünf-Millionen-Euro-Angebot ab

Vor den Mitgliedern schilderte Mang laut "Kicker" und "BR" die Bemühungen des Vereins, doch noch eine Einigung mit dem langjährigen Geldgeber zu erzielen. Demnach habe der TSV 1860 zuletzt ein Angebot im mittleren siebenstelligen Bereich für die Ismaik-Anteile vorgelegt – laut der "Bild" soll es sich um einen Betrag von rund fünf Millionen Euro gehandelt haben. Der Investor sei darauf jedoch nicht eingegangen. Zudem erklärte Mang, den Eindruck zu haben, dass Ismaik seine Beteiligung lieber an einen anderen Käufer veräußern wolle als an den e.V. "Wir haben noch einmal alles versucht", sagte der Präsident.s


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Eine schnelle und einvernehmliche Lösung sei inzwischen allerdings in weite Ferne gerückt. "Nach Stand der Dinge wird die KGaA kommende Woche Insolvenz anmelden müssen", kündigte Mang an. Mit der Insolvenz der KGaA will der TSV 1860 zugleich einen Schlussstrich unter das bisherige Modell ziehen. "Wir verabschieden uns vom Investorenmodell der letzten 15 Jahre", sagte der 57-Jährige unter dem Applaus der Mitglieder. Im Falle einer Insolvenz wären die Anteile von Ismaik dann endgültig wertlos.

Mitglieder stimmen für Profifußball-Gesellschaft

Die Zusammenarbeit mit dem Jordanier bewertete der Präsident dabei ungewöhnlich deutlich: "Nach 15 Jahren müssen wir uns eingestehen: Es war ein Missverständnis." Das Spielrecht liegt nach der Kündigung des Kooperationsvertrag derweil beim e.V., entsprechend ist auch der Neustart in der Regionalliga nicht in Gefahr. Parallel haben die Löwen beim DFB fristgerecht Beschwerde gegen die Zulassungsverweigerung eingelegt. Indes machte der Vereinschef deutlich, dass die Löwen ihren Kurs trotz der angespannten Lage fortsetzen wollen. Auch mögliche juristische Auseinandersetzungen mit der Investorenseite nehme der Verein in Kauf.

Zugleich zeigte sich Mang überzeugt, dass die Position des Vereins in einem möglichen Rechtsstreit stark sei. Trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen sieht Mang die sportliche Zukunft des Traditionsvereins nicht gefährdet. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde mit großer Mehrheit zudem die Gründung bzw. der Erwerb einer GmbH zum Betrieb des Profifußballs beschlossen. In den kommenden Wochen soll zudem Klarheit über die weitere Ausrichtung des Vereins geschaffen werden. "Dann sprechen wir mit Spielern. Dann bauen wir eine schlagkräftige Mannschaft auf", so der 1860-Boss.

"Der Verein lebt stärker denn je"

Darüber hinaus verbreitete Mang Zuversicht und richtete eine kämpferische Botschaft an die Mitglieder. "Der Verein lebt stärker denn je. Der Löwe entreißt sich seiner Fesseln und zeigt Zähne. Wir sind der Verein." Trotz der festgefahrenen Verhandlungen schloss Mang eine spätere Einigung mit Ismaik nicht vollständig aus. Zugleich kündigte er an, dass der Verein künftig ohne neue Schulden wirtschaften wolle. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der TSV 1860 nach Angaben seiner Verantwortlichen sogar mit einem positiven Ergebnis. Im Geschäftsjahr 2024/25 hatte der e.V. noch ein Minus von rund 415.000 Euro ausgewiesen.

Während die Zukunft der KGaA damit vor einer ungewissen Entwicklung steht, treiben die Münchner ihren Neuaufbau abseits des bisherigen Investorenmodells weiter voran. So wurde eine Machbarkeitsstudie zum Ausbau des Grünwalder Stadions präsentiert. Geplant ist, die Kapazität von 15.000 auf 27.000 Plätze zu erweitern. In zwei Jahren sollen die Bagger anrollen, die Fertigstellung ist für 2030 geplant. Während der Umbauphase ziehen die Löwen ins Olympiastadion um. Allerdings stehen sowohl die Finanzierung (rund 150 Millionen Euro) als auch die Baugenehmigung noch aus. Derweil befindet sich die Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar bereits in der Vorbereitung auf den Neustart in der Regionalliga und hat am Samstag das erste Testspiel gegen den VfB Forstinning mit 4:0 gewonnen.

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