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·26 de abril de 2026

3:0! Elfmeter-Blamage und Platzverweis: Gala so gut wie Meister

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Galatasaray hat im brisanten Derby gegen Fenerbahçe um die Meisterschaft einen wichtigen Sieg im Titelrennen gefeiert. Die Mannschaft von Okan Buruk setzte sich im RAMS Park in einer hitzigen Partie mit 3:0 durch und baute damit ihre starke Ausgangsposition in der Süper Lig weiter aus. Victor Osimhen brachte die Hausherren kurz vor der Pause in Führung, nachdem Fenerbahçe zuvor durch Anderson Talisca einen Elfmeter vergeben hatte.

Vor dem Anpfiff hatte vor allem die Brisanz im Titelrennen im Fokus gestanden. Galatasaray-Trainer Okan Buruk betonte, dass es trotz der Bedeutung der Partie noch keine Vorentscheidung geben könne: "Es gibt ein Titelrennen zwischen drei Teams. Fenerbahçe ist unser engster Verfolger, Trabzonspor liegt sechs Punkte hinter uns. Wenn wir gewinnen, sind wir heute nicht Meister, aber wir verschaffen uns einen Vorteil." Personell musste Galatasaray dabei Einschränkungen hinnehmen. Gabriel Sara war nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft angeschlagen und nur bedingt einsatzfähig, Asprilla fehlte verletzungsbedingt komplett. Gleichzeitig warnte Buruk vor möglichen Provokationen im Spiel und appellierte an seine Mannschaft, fokussiert zu bleiben.


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Auf der Gegenseite hatte Fenerbahçe-Coach Domenico Tedesco einen klaren Matchplan formuliert. "Unser Kopf muss von Anfang an frei sein. Wir erwarten, dass Galatasaray früh presst, darauf sind wir vorbereitet", erklärte der Trainer. Entscheidend sei es, das eigene Spiel durchzuziehen und auch schwierige Phasen zu überstehen. Personell musste Fenerbahçe ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen: Marco Asensio stand nicht zur Verfügung. "Wir haben alles versucht, ihn fit zu bekommen, aber er braucht noch Zeit. Wir dürfen dieses Risiko nicht eingehen", so Tedesco.

Talisca vergibt frühen Elfmeter

Die erste große Szene ließ nicht lange auf sich warten. In der 11. Spielminute zeigte Schiedsrichter Yasin Kol nach einem Foul von Davinson Sánchez an Sidiki Cherif auf den Punkt. Anderson Talisca übernahm die Verantwortung, setzte seinen Versuch jedoch flach am rechten Pfosten vorbei (13.). Eine vergebene Großchance, die dem Spiel früh eine andere Richtung hätte geben können. Auch danach blieb die Partie zerfahren und emotional. Viele Zweikämpfe, Diskussionen und mehrere Gelbe Karten prägten das Geschehen. In der 22. Spielminute forderte Galatasaray nach einem Zweikampf im Strafraum einen Elfmeter, doch der Pfiff blieb aus. Die Proteste fielen heftig aus, Fenerbahçe-Keeper Ederson sah wenig später Gelb wegen Reklamierens.

Gala übernimmt die Kontrolle

Kurz vor der Pause fiel dann der Treffer für die Hausherren. Nach einem Einwurf von der rechten Seite sprang der Ball im Strafraum mehrfach weiter, ehe Victor Osimhen die Situation blitzschnell erkannte. Der Nigerianer kontrollierte den Ball auf ungewöhnliche Weise mit dem Gesicht und vollendete anschließend mit dem Knie zum 1:0 (40.). Fenerbahçe antwortete beinahe im direkten Gegenzug. In der Nachspielzeit zog Talisca aus der Distanz ab und traf mit einem flachen Schuss nur den Pfosten (45.+1). So blieb es zur Halbzeit bei einer knappen Führung für Galatasaray in einem Derby, das vor allem durch Intensität, Emotionen und einzelne Schlüsselmomente geprägt war.

Torreira trifft – VAR greift ein

Nach dem Seitenwechsel kam Fenerbahçe zunächst aktiver aus der Kabine und setzte Galatasaray früh unter Druck. Vor allem über die rechte Seite sorgten die Gäste für Gefahr, doch Uğurcan war bei einer Hereingabe von Guendouzi rechtzeitig zur Stelle (49.). Auf der anderen Seite wurde es kurz darauf erstmals richtig laut im RAMS Park. Barış Alper Yılmaz zog aus der Distanz ab, Osimhen verwertete den Abpraller am zweiten Pfosten, stand dabei jedoch im Abseits – der Treffer zählte nicht (54.). Nur wenig später schien Galatasaray dann doch nachzulegen. Leroy Sané bereitete stark vor und bediente Lucas Torreira im Strafraum, der den Ball flach in die lange Ecke setzte (56.). Der Jubel hielt allerdings nicht lange, da der VAR eine knappe Abseitsstellung erkannte und auch dieses Tor zurücknahm (57.). Statt der vermeintlichen Vorentscheidung blieb Fenerbahçe damit weiter im Spiel.

Elfmeter und Platzverweis bringen die Wende

In der 60. Spielminute überschlugen sich dann die Ereignisse. Yunus Akgün setzte sich im Strafraum gegen Oosterwolde durch und ging zu Boden – Schiedsrichter Yasin Kol zeigte sofort auf den Punkt. Während die Galatasaray-Spieler bereits den Strafstoß vorbereiteten, eskalierte die Situation auf Seiten der Gäste. Fenerbahçe-Keeper Ederson, der bereits in der ersten Halbzeit verwarnt worden war, weigerte sich, die Entscheidung zu akzeptieren, und verzögerte den Ablauf demonstrativ. Nach wiederholten Protesten zeigte ihm der Schiedsrichter die zweite Gelbe Karte – und damit Gelb-Rot (62.). Barış Alper Yılmaz übernahm anschließend die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß mit einem wuchtigen Schuss zum 2:0. Für den türkischen Nationalspieler war es bereits der zwölfte Saisontreffer. Zugleich erzielte Galatasaray damit sein 100. Pflichtspieltor der laufenden Saison (68.).

Fener bricht auseinander

Nach dem Platzverweis wurde es für Fenerbahçe endgültig bitter. Nur wenig später leistete sich der eingewechselte Mert Günok einen folgenschweren Fehler. Nach einem hohen Ball kam es zwischen dem erfahrenen Keeper und Brown zu einem Missverständnis, Günok ließ den Ball aus den Händen fallen – und Lucas Torreira reagierte am schnellsten. Der Uruguayer schob den Ball ins leere Tor und erhöhte auf 3:0. Damit war das Derby innerhalb weniger Minuten endgültig zugunsten von Galatasaray gekippt.

Mit dem Sieg setzt Galatasaray im Meisterschaftsrennen ein klares Zeichen und verschafft sich einen wichtigen Vorteil gegenüber der direkten Konkurrenz. Fenerbahçe hingegen muss nach einer insgesamt wilden Partie nicht nur die Niederlage, sondern auch die Art und Weise des Einbruchs in Unterzahl verdauen.

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