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·18 de marzo de 2026
4:1! Kane und Díaz überragen, Karl und Urbig empfehlen sich für DFB-Nominierung – der FC Bayern in der Einzelkritik

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·18 de marzo de 2026

Am Mittwachabend empfing der FC Bayern München im Achtelfinalrückspiel der Champions League Atalanta Bergamo. Nachdem man das Hinspiel in Italien bereits mit 6:1 für sich entscheiden konnte, durften die Münchner an diesem Abend etwas entspannter an die Sache herangehen, zeigten aber dennoch eine sehr überlegene und souveräne Leistung und fertigten die Gäste mit 4:1 ab. Wie dabei die individuellen Leistungen der einzelnen Bayern-Spieler ausfielen, erfahrt ihr in unserer Einzelkritik.
Jonas Urbig: In der ersten Hälfte kaum gefordert, parierte der 22-Jährige kurz vor dem Pausenpfiff aber stark. In der zweiten Hälfte bekam Jonas Urbig ein wenig mehr zu tun, wehrte dabei ab, was möglich war, hatte beim Gegentor allerdings keinerlei Abwehrchance. (Note: 1,5)
Josip Stanišić: Nominell zwar als Rechtsverteidiger aufgestellt, war der Kroate aber wirklich überall auf dem Platz zu finden. Hierbei war er ein stetiger Unruheherd, der sowohl defensiv stabil blieb als auch vorne für Überzahlsituationen sorgte. Vorm 2:0 für die Münchner war es Stanišić, der auf den überragend abschließenden Harry Kane ablegte. Nach 71 gespielten Minuten ging der 25-Jährige für Debütant Filip Pavic vom Platz. (Note: 2)
Min-jae Kim: Der Südkoreaner machte insgesamt eigentlich ein sehr ordentliches Spiel, hatte aber zwei, drei Situationen, in denen er nicht komplett wach wirkte, so auch beim Gegentreffer, wo er Lazar Samardžić am Abschluss nicht hindern konnte. (Note: 3)
Jonathan Tah: Konservativ agierend und hinten absichernd, war der deutsche Nationalspieler vor allem in der ersten Halbzeit sehr stabil, hatte dann in der zweiten Hälfte, in der die Gäste wesentlich aktiver nach vorne spielten, auch mach seine engeren Situationen drin, die allerdings ohne negative Konsequenzen blieben. Bei der Entstehung des zwischenzeitlichen 4:0 spielte hatte Tah einen großen Anteil am vorausgegangenen Ballgewinn durch Lennart Karl. (Note: 2,5)
Tom Bischof: Der Aushilfslinksverteidiger schaltete sich viel ins Offensivspiel seiner Mannschaft ein und agierte im Ballbesitz vornehmlich als zusätzliche Option im Mittelfeld. Mit dem Tempo der Bergamasken konnte Bischof zwar nicht immer mithalten, er brachte im Spiel gegen den Ball aber eine gewisse Aggressivität mit, die für mehrere wichtige Ballgewinne sorgte. In der 72. Spielminute ging der 20-Jährige dann angeschlagen für Serge Gnabry vom Platz. (Note: 2,5)
Leon Goretzka: Zuletzt in den Medien viel diskutiert, brachte der deutsche Nationalspieler an diesem Abend eine sehr unauffällige Leistung, die weder durch spektakuläre Aktionen, noch durch große Fehler für Aufsehen sorgte. Sehr abgeklärt, mit vielen kurzen Pässen nahm Goretzka immer wieder das Tempo heraus, um an anderer Stelle dann wieder anzuschieben, was die Gäste zunehmend mürbe machte. In der Arbeit gegen den Ball trat der 31-Jährige allerdings nicht so aggressiv auf, wie man es in der Vergangenheit schon von ihm sah. (Note: 3)
Aleksandar Pavlović: Ohne den gesperrten Joshua Kimmich auf dem Platz, schlüpfte nun Aleksandar Pavlović zunehmend in diese Rolle, übernahm Verantwortung und verteilte nicht nur die Bälle, sondern sorgte auch immer wieder für kreative Momente und spielte vielversprechende Abschlusssituationen heraus. Nach 55 Minuten ging der 21-Jährige dann runter und für ihn kam Debütant Deniz Ofli in die Partie. (Note: 2)
Lennart Karl: Auf seiner rechten Seite sehr quirlig und kaum zu halten, machte der 18-Jährige das, was man von ihm kennt, er ging nämlich immer wieder ins Dribbling, ließ sich ins Kombination einbinden und fasste sich bei Gelegenheit auch mal ein Herz, selbst abzuschließen. In der 56. Spielminute lief er sich gut frei, wurde von Luis Díaz eingesetzt und schob überlegt und souverän zum zwischenzeitlichen 3:0 ein. Kaum 14 Minuten später revanchierte sich Karl dann bei Díaz, indem er selbst in der eigenen Hälfte den Ball gewann und dann den Kolumbianer auf die Reise schickte, der zum 4:0 einlupfte. (Note: 1,5)
Raphaël Guerreiro: Sehr umtriebig und agil, war früh zu spüren, dass der Portugiese an diesem Abend richtig Lust hatte. Zwar war Guerreiro an keiner Tor-Szene direkt beteiligt, doch eroberte er Bälle, kombinierte fleißig und zeigte immer wieder seine technische Qualität. Im eigenen Abschluss allerdings mangelte es dem ehemaligen Dortmunder etwas an Überzeugung. Nach 82 gespielten Minuten war dann für Raphaël Guerreiro Schluss und für ihn kam Hiroki Itō in die Partie. (Note: 2)
Luis Díaz: Einmal mehr konnte der kolumbianische Nationalspieler alle Kritiker, die zu Saisonbeginn an der Weisheit seiner Verpflichtung gezweifelt hatten, durch eine tolle Leistung die Münder stopfen, denn an diesem Abend gelangen ihm im 38. Einsatz für die Bayern seine Scorerpunkte 39 und 40. Zunächst behielt Díaz vorm 3:0 die Übersicht und setzte den einlaufenden Lennart Karl ein, nur um dann beim 4:0 nach einem Konter per Lupfer seine eigene Leistung zu krönen. Auch abseits seiner beiden Torbeteiligung war der ehemalige Liverpooler sehr agil, versuchte viel und war für die gegnerische Abwehr praktisch gar nicht zu halten. (Note: 1)
Harry Kane: Der Engländer hatte mal wieder eines dieser Spiele, bei denen man vor Staunen nur den Kopf schütteln will. Erneut war Kane praktisch überall auf dem Platz zu finden, gewann hinten Bälle, leitete Angriffe ein, nur um dann vorne selbst den Abschluss zu suchen. Beim Elfmeter in der ersten Halbzeit hatte er etwas Glück, dass dieser wiederholt wurde, verwandelte den Zweitversuch dann aber souverän. Beim 2:0 in der 54. Spielminute zeigte der 32-Jährige allerdings sein persönliches Meisterstück, als er, umgeben von drei Gegenspielern, auf engsten Raum die Kugel behauptete, sich in Schussposition drehte und perfekt in den Winkel abschloss. Nach 71 Minuten durfte sich der Bayern-Kapitän des Abends dann seinen verdienten Applaus abholen und wurde für Nicolas Jackson ausgewechselt. (Note: 1)
Deniz Ofli (ab Spielminute 56): Der 18-Jährige hatte praktisch den idealen Einstand bei seinem Profidebüt, indem er mit seiner ersten Aktion direkt dem Gegner clever den Ball abluchste, woraus dann das 3:0 durch Lennart Karl resultierte. Hiernach hatte Ofli auch noch einige gute Aktionen und konnte seine technischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Beim Gegentor allerdings zeigten sich die körperlichen Defizite des türkischen U19-Nationalspielers, als er Mario Pašalić an dessen Verlängerung auf den Torschützen Lazar Samardžić nicht hindern konnte. (Note: 2,5)
Filip Pavic (ab Spielminute 72): Bei seiner Einwechslung wurde der 16-Jährige prompt zum jüngsten Bayern-Profi, der je in der "Königsklasse" auflaufen durfte. Davon abzusehen, bleibt über dessen Einsatz allerdings nicht viel zu sagen, da er sich defensiv gar nicht zeigen konnte – er wurde allerdings auch nicht wirklich gefordert – und mit dem Ball am Fuß keine Experimente wagte und seinen Stiefel sehr nüchtern herunterspielte, was auch keine schlechte Sache sein muss. (Note: 3)
Serge Gnabry (ab Spielminute 72): Tatsächlich viel die Einwechslung des deutschen Nationalspielers nicht wirklich auf, da die Bayern nach dem 4:0 ihre Offensivbemühungen zunehmend einstellten, weshalb Gnabry auch nur selten in Erscheinung treten konnte. Unnötige Aussetzer erlaubte sich der 30-Jährige allerdings auch keine. (Note: 3)
Nicolas Jackson (ab Spielminute 72): Im Hinspiel noch mit einem richtig starken Auftritt, war an diesem Abend nur wenig vom Senegalesen zu sehen, der erst einmal mit dem Schicksal zurechtkommen muss, dass ihm und seiner Nationalmannschaft der Titel des Afrika-Meisters am Grünen Tisch wieder entzogen wurde. In der Schlussphase des Spiels war die Chelsea-Leihgabe allerdings der einzige Bayern-Spieler, der nach vorne etwas zu kreieren versuchte und dabei eine gute Körpersprache zeigte, ohne dass dabei letztlich etwas Zählbares herumkam. (Note: 2,5)
Hiroki Itō (ab Spielminute 83): In den letzten Minuten zur zusätzlichen Absicherung gebracht, war der Japaner allerdings kaum zu sehen und hatte nur wenige Momente mit dem Ball am Fuß. Wegen seiner kurzen Einsatzzeit entfällt daher eine entsprechende Bewertung.
Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images









































