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·22 de febrero de 2026

4:1 nach 0:1 - FC Bayern eilt Wolfsburg davon

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Der FC Bayern München kommt der Titelverteidigung in der Google Pixel Frauen-Bundesliga immer näher. Das Team von Trainer José Barcala gewann am 19. Spieltag das Topspiel gegen den ersten Verfolger VfL Wolfsburg dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit 4:1 (0:1) und baute den Vorsprung auf komfortable 14 Punkte aus. Die vierte Meisterschaft nacheinander scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Vor 2500 Zuschauer*innen am ausverkauften FC Bayern Campus sah es zunächst allerdings nicht nach einem deutlichen Bayern-Sieg aus. Nach einem Treffer von Kessy Bussy (16.) lagen die Gäste lange Zeit in Führung. Die frühere Wolfsburgerin Jovana Damnjanovic (54./56.) leitete jedoch in der zweiten Halbzeit die Wende ein. Georgia Stanway (70.) und Nationalspielerin Klara Bühl (80.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.


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Im 63. Duell der beiden Teams landete der FC Bayern den 25. Sieg und zog dadurch in der Bilanz mit dem VfL Wolfsburg gleich. Hinzu kommen 13 Unentschieden. In der Bundesliga gewannen die Münchnerinnen allerdings sechs der sieben zurückliegenden Partien.

Bühl: "Großer Meilenstein"

"Wir freuen uns in erster Linie über die drei Punkte, haben aber sicherlich auch einen großen Meilenstein in Richtung Meisterschaft gemacht", sagte Klara Bühl im Interview bei MagentaSport. "Wir waren meiner Meinung nach über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, hatten auch mehr Torchancen. Dennoch hat uns der Ausgleich natürlich sehr gutgetan. Danach haben wir uns in einen Rausch gespielt."

Doppeltorschützin Jovana Damnjanovic meinte: "Es ist ein sehr geiles Gefühl, jetzt schon 14 Punkte Vorsprung zu haben. In der ersten Halbzeit waren die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen bei uns zu groß. Da hatte ich fast das Gefühl, Pernille und ich sind alleine vorne. Das haben wir angesprochen und unseren Plan in der zweiten Halbzeit sehr gut umgesetzt."

Huth: "Ergebnis tut weh"

"Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt", erklärte Wolfsburgs langjährige Nationalspielerin Svenja Huth gegenüber MagentaSport. "Nach dem sehr ärgerlichen 1:1 haben wir den Faden verloren und der FC Bayern war brutal effektiv. Am Ende hat man auch gemerkt, dass wir ein schweres Champions-League-Spiel in den Beinen hatten. Dennoch tut das Ergebnis extrem weh. Für uns geht es jetzt in erster Linie darum, Platz zwei zu festigen."

VfL-Trainer Stephan Lerch betonte: "Wir sind gut reingekommen, waren griffig in den Zweikämpfen und gut im Spiel. De Führung hat uns noch zusätzlich gepusht. Wir wussten, dass die Bayern einen Gang hochschalten und uns noch stärker unter Druck setzen werden. Nach den beiden schnellen Gegentoren hat sich das Momentum gedreht, wir waren nicht mehr auf der Höhe. Deshalb geht der Sieg der Bayern auch so in Ordnung. Trotz der Niederlage spielen wir alles andere als eine schlechte Saison, sind auch in der Champions League und im DFB-Pokal noch dabei."

VfL nur mit einer Änderung

Bayern-Cheftrainer José Barcala stellte seine Anfangsformation im Vergleich zur Nachholpartie beim Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena (6:0) auf vier Positionen um. Nationaltorhüterin Ena Mahmutovic rückte wieder für Maria-Luisa Grohs zwischen die Pfosten. Außerdem starteten DFB-Kapitänin Giulia Gwinn, Innenverteidigerin Magdalena Eriksson und Topscorerin Klara Bühl für Carolin Simon, Vanessa Gilles und Edna Imade. Weiterhin auf der Verletztenliste des Titelverteidigers stehen Sarah Zadrazil, Lena Oberdorf (beide Kreuzbandriss) und Alara Şehitler (Kreuzband-Teilruptur).

Obwohl die Wölfinnen erst am Donnerstag in der UEFA Women's Champions League im Einsatz waren und durch den 2:0-Auswärtserfolg bei Juventus Turin das Viertelfinale gegen Olympique Lyon erreicht hatten, beließ es Trainer Stephan Lerch bei nur einer Veränderung in seiner Startelf. Die spätere Torschützin Kessy Bussy erhielt diesmal den Vorzug vor Ella Peddemors.

Diese Entscheidung war allerdings auch der personellen Situation geschuldet. So stand Innenverteidigerin Sophia Kleinherne wegen muskulärer Beschwerden nicht zur Verfügung und musste deshalb auch ihre Einladung zur Nationalmannschaft absagen. Anführerin Alexandra Popp und Lena Lattwein fehlten auch in München wegen ihrer Infekte.

Kessya Bussy trifft zum 0:1

Von Beginn an gingen die Gäste aggressiv in die Zweikämpfe und versuchten, den FC Bayern schon im Spielaufbau immer wieder zu stören. Das gelang recht gut, auch in der Abwehr stand der VfL sehr kompakt und ließ deshalb nicht viele klare Torchancen zu.

Dennoch hatte Jovana Damnjanovic nach einer knappen Viertelstunde nach einem Zuspiel von Pernille Harder das frühe 1:0 auf dem Fuß. Wolfsburgs Nationaltorhüterin Stina Johannes parierte jedoch glänzend. Nahezu im Gegenzug geriert der FC Bayern in Rückstand. Eine Hereingabe von Caitlin Dijkstra legte Nationalspielerin Vivien Endemann gut für Kessya Bussy ab. Die Französin hatte dann ein wenig Glück, dass ihr im zweiten Versuch der Ball wieder vor die Füße fiel, traf dann aber entschlossen zum 0:1 (16.).

Die Münchnerinnen wollten zwar direkt auf den Ausgleich drängen, waren aber im Abspiel oder beim Abschluss oft zu ungenau oder zu hektisch. Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs wurde der Druck des Tabellenführers größer, blieb aber ohne zählbare Erfolge. Stina Johannes war bei einem Freistoß von Klara Bühl auf dem Posten, Momoko Tanikawa brachte den Ball nach glänzender Vorarbeit von Klara Bühl nicht in Richtung Tor und ein Schuss von Linda Dallmann nach kluger Ablage von Jovana Damnjanovic wurde auf der Torlinie von Nationalspielerin und VfL-Kapitänin Janina Minge geblockt.

Doppelpack von Damnjanovic

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hielt der VfL Wolfsburg zunächst noch gut dagegen, geriet dann aber durch einen Doppelschlag von Jovana Damnjanovic auf die Verliererstraße. Beim 1:1 (54.) schoss Wolfsburgs Torfrau Stina Johannes die serbische Nationalstürmerin beim Abschlag so unglücklich an, dass Jovana Damnjanovic den Ball ins leere Tor schieben konnte. Bei ihrem siebten Saisontreffer profitierte die Bayern-Angreiferin dann von einer glänzenden Vorarbeit von Nationalspielerin Franziska Kett, deren Flanke sie mit einer Grätsche aus kurzer Entfernung zum 2:1 (56.) über die Linie drückte.

Nach dem Rückstand hatten die bis dahin sehr starken Gäste aus Niedersachsen nicht mehr viel entgegenzusetzen. So ließ Pernille Harder zwei Großchancen zum 3:1 aus. Zunächst traf die Dänin nach einer genauen Hereingabe von Giulia Gwinn nur den Pfosten. Wenige Minuten später scheiterte Pernille Harder im Eins-gegen-Eins an Stina Johannes.

Fünf Minuten später beseitigte der FC Bayern jedoch auch die letzten Zweifel am 17. Sieg im 18. Saisonspiel. Georgia Stanway nahm ein Zuspiel von Momoko Tanikawa auf und vollendete mit links zum 3:1 (70.). Am Treffer zum 4:1-Endstand durch einen Drehschuss von Klara Bühl (80.), den Stina Johannes unter dem Körper durchrutschen ließ, war die englische Europameisterin Georgia Stanway dann auch als Vorbereiterin beteiligt.

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