Ausrutscher vermieden: FC Bayern gewinnt gegen Eintracht Frankfurt | OneFootball

Ausrutscher vermieden: FC Bayern gewinnt gegen Eintracht Frankfurt | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Miasanrot

Miasanrot

·21 de febrero de 2026

Ausrutscher vermieden: FC Bayern gewinnt gegen Eintracht Frankfurt

Imagen del artículo:Ausrutscher vermieden: FC Bayern gewinnt gegen Eintracht Frankfurt

Der FC Bayern hatte am 23. Spieltag die kriselnde Eintracht aus Frankfurt zu Gast. Gegen den Tabellensiebten gaben die Münchner einen souveränen Heimsieg beinahe noch aus der Hand.

FCB-Trainer Vincent Kompany ist ein Mann, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Sachlich und souverän geht der Belgier seit Amtsbeginn mit all den Themen um, die die Säbener Straße bewegen. So geschehen auf der Spieltags-PK als die Szenen in Lissabon rund um Vinícius Júnior zu Sprache kamen.


OneFootball Videos


Aber auch sportliche Themen beantwortet der Belgier mit einer sympathischen Unaufgeregtheit. Nicht wenige Experten hatten vor dem Frankfurt-Spiel mit einer Schonung von Joshua Kimmich (vier gelbe Karten) gerechnet, damit dieser im Worst Case nicht gesperrt das Duell mit dem Tabellenzweiten verpassen würde. Kompany aber vertraute dem Sechser und stelle ihn neben Aleksandar Pavlović auf die Doppel-Sechs, für den Youngster musste Leon Goretzka auf der Bank Platz nehmen.

Und die Rotation des FC Bayern ging weiter: Für den verletzten Manuel Neuer durfte erneut Jonas Urbig das Tor hüten, Alphonso Davies ersetzte Konrad Laimer, Dayot Upamecano (für Jonathan Tah), Michael Olise (nach Gelbsperre für Serge Gnabry) und Startelf-Debütant Jamal Musiala (für Lennart Karl) waren die weiteren Änderungen.

Weitere Artikel zum FC Bayern München:

  • Hat der FC Bayern mit Aseko bereits den Goretzka-Nachfolger unter Vertrag?
  • FC Bayern: Harry Kane jagt Lewandowski-Rekord
  • Zur aktuellen Podcast-Folge

Aua Santos: SGE-Keeper leitet Bayern-Führung ein

Vor dem Anpfiff wurde Harry Kane für 500 Tore in seiner langen Karriere geehrt und der Engländer zeigte sich mit seinen Mitspielern gleich gewillt, die eigene Statistik weiter zu verbessern. Die Frankfurter, die etliche Abwehrspieler ersetzen mussten, wurden mit Spielbeginn in die eigene Hälfte gedrängt.

Neu-Trainer Albert Riera setze mit Dahoud auf eine falsche Neun und ein kompaktes Mittelfeld mit schnellen Außenbahnspielern. Die Elf des Ex-Profis (u.a. FC Liverpool) hatte in der Anfangsphase große Probleme mit der flinken FCB-Offensive, Luis Díaz wirbelte wie gewohnt über die linke Seite und zwang Collins in einige direkte Duelle.

Nach einer guten Anfangsphase, Michael Olise hatte den ersten Abschluss, wurde das Spiel auf beiden Seiten etwas ungenauer. Viele Ballverluste prägten das Spiel ehe Jamal Musiala mit seinem Abschluss nach gut einer Viertelstunde die erste gute Chance hatte.

Die darauffolgende Ecke bugsierte Kane beinahe ins Frankfurter Gehäuse, Skhiri klärte erneut für die SGE. Doch nur eine Minute später lag der Ball im Frankfurter Tor: Nach einer schönen Variante wurde das Spielgerät ungenügend geklärt, Pavlovic fasste sich ein Herz, zog aus knapp 16 Metern ab und Kaua Santos ließ den Ball durchrutschen. Ein weiterer Fehler des jungen Keepers, der eine On-Off-Beziehung mit dem Stammplatz zwischen den Pfosten unterhält.

Und der Brasilianer musste wenige Augenblicke später erneut einen Ball aus dem Tor holen. Eine Ecke von Olise verlängerte Josip Stanišić mit dem Hinterkopf, Harry Kane sagte aus kurzer Distanz Danke. Ein schnelles, zweites Tor für den FC Bayern.

Klare Angelegenheit: Frankfurt ohne Chance gegen FC Bayern

Auffällig: Der FC Bayern stellte nach dem 2:0 nicht das Spielen ein sondern arbeitete weiter und unaufhaltsam am dritten Tor. Hohe Ballgewinne, viel Ballbesitz und einige Abschlussaktionen waren zwischen der 20. und 30. Minute die Folge. 7:0 Torschüsse, 6:0 Ecken und 53:47 Prozent Ballbesitz verdeutlichten die Dominanz der Bayern in dieser Phase deutlich.

Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt meldete sich nach 38 Minuten zum ersten Mal in diesem Bundesliga-Spiel an, als Bahoya sich nach einem langen Ball gegen Upamecano durchsetzen konnte und zum Abschluss kam, Jonas Urbig hatte allerdings keinerlei Probleme mit dem Schußversuch des Franzosen.

Die Frankfurter kamen in der Folge etwas besser in die Partie, richtig gefährlich wurde die SGE allerdings nicht. Die Hessen waren weiterhin in der Defensive gefordert und auch die offensiven Freigeister der Adlerträger hatten in der Abwehr alle Hände voll zu tun.

In der zweiten Halbzeit startete der Gast vom Main etwas mutiger und presste die Kompany-Elf höher, Dahoud hatte in der 46. Minute auch den ersten Abschluss, die Doan-Flanke konnte der Aushilftsstürmer allerdings nicht auf das Tor bringen. Auf der Gegenseite verpasste Olise die Chance zum 3:0.

Einen echten Stimmungsdämpfer dann in der 49. Minute als Davies verletzungsbedingt das Grün verlassen musste und durch Hiroki Ito ersetzt wurde. In der 54. Minute hatte Díaz dann die Entscheidung auf dem Fuß, der Kolumbianer wurde vom nach vorne eilenden Upamecano gut in Szene gesetzt, konnte Santos allerdings nicht überwinden.

Frankfurt drückt, Kane trifft doppelt: 3:1 für den FCB

Und auch Olise verpasste eine Minute später nach Hojlund-Fehler den dritten Treffer und setzte seinen Abschluss knapp am Pfosten vorbei. Chancenwucher, der sich rächt? Beinahe, denn nach gut einer Stunde kam die Eintracht wie aus dem Nichts zur größten Torchance: Der eingewechselte Kalimuendo kam auf der rechten Außenbahn an das Leder, spielte zum ebenfalls eingewechselten Götze, dessen Hereingabge Höjlund zwar verpasste. Der dritte Frankfurter Joker Burkardt setzte das Leder dann aus kurzer Distanz an den Pfosten. Glück für den FCB.

In der 68. Minute sorgte Harry Kane dann für die mutmaßliche Entscheidung an diesem Samstagnachmittag. Nach einem hohen Ballgewinn, wieder war Stanišić mit einem guten Pressing entscheidet beteiligt, kam der Brite außerhalb des Sechzehners zum Abschluss und ließ Santos keine Chance.

Fünf Minuten später war Kane erneut im Fokus. Der Engländer wollte im eigenen Sechzehner das Spielgerät klären, traf dabei den aus dem Strafraum herauslaufenden Höjlund am Knöchel. Die folgerichtige Entscheidung: Elfmeter. Burkhardt schnappte sich das Leder und traf in der 76. Minute souverän zum 3:1, Jonas Urbig ahnte die Ecke, konnte den strammen Schuß allerdings nicht parieren.

Vincent Kompany reagierte und brachte mit Tom Bischof (für Pavlovic) und Serge Gnabry (für Musiala) frisches Personal. Der ebenfalls angedachte Wechsel von Leon Goretzka wurde noch nach dem SGE-Treffer nicht vollzogen.

„Meint Kim mich?“: Wer hat Schuld am Bayern-Gegentor?

Eine absolute Slapstick-Nummer brachte in der Schlussphase noch einmal unnötig Spannung in die Partie. Urbig und Kimmich befreiten sich im eigenen Strafraum aus dem Frankfurter Pressing, ehe Kimmich einen Querpass durch den Sechzehner zu Kim spielte.

Ein Pass, den jeder F-Jugend-Trainer seinen Spielern verbietet, der DFB-Kapitän ging das Wagnis aber ein und da Kim nicht mit dem schnellen Kalimuendo rechnete und nur zögerlich zum Ball ging, konnte der Franzose das 3:2 erzielen.

Ein Gegentor, das vermeidbar war und eine Grundsatzdebatte auslösen kann: Wann sollte der FC Bayern einen Ball einfach mal lang schlagen und wann ist eine spielerische Lösung angebracht? Fakt ist: Reagiert Kim schneller, ist der „verbotene Pass“ eine gute wenn auch riskante Lösung, schlägt der deutsche Nationalspieler das Spielgerät in Richtung Seitenlinie, beschweren sich vermutlich nur wenige.

Klar ist: Die Aktion ging schief und die SGE hatte durch Mario Götze in der Nachspielzeit die Chance zum nie für möglich gehaltenen Ausgleich. Goretzka und Tah, für Kimmich und Olise eingewechselt, halfen in den letzten Minuten noch mit, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt: Dinge, die auffielen

Bruder Leichtfuß beim FC Bayern?

In den letzten Wochen hat man in München gerne nach einer Führung das Spiel etwas ruhiger angehen lassen. Gegen Frankfurt schaffte der FCB erneut den schnellen Doppelschlag sondern versuchte auch die neuformierte Abwehr der SGE weiter zu beschäftigen.

Man erspielte sich etliche Torchancen, verpasste allerdings die endgültige Entscheidung. Ein Umstand, der dann gefährlich werden kann, wenn dem Gegner ein Anschlusstreffer gelingt. Die Frankfurter hatten diese Chance nach gut einer Stunde, trafen allerdings nur den Pfosten.

Stanišić überzeugt gegen Frankfurt

Der kroatische Nationalspieler Josip Stanišić läuft beim FC Bayern gerne unter dem Radar. Dabei ist der gebürtige Münchner nicht nur als Kaderspieler ein wichtiges Puzzlestück, der 25-Jährige glänzt auch durch eine enorme Vielseitigkeit, kann er nämlich in der Innen- und Außenverteidigung eingesetzt werden.

Gegen die Eintracht wurde der Ex-Leverkusener auf der rechten Abwehrseite eingesetzt und überzeugte mit vielen hohen Ballgewinnen. Auffällig: Der Defensivspieler war buchstäblich überall auf dem Platz zu finden. So beispielsweise nach gut einer Stunde, als er nach einem Offensivlauf direkt in die Mitte zog um dort ins Angriffspressing gehen zu können.

Mit einem guten Anlaufverhalten sorgte Stanišić vor dem 3:0 für den Ballverlust der Frankfurter. Die bayerische Nummer 44 war in dieser Szene der Spieler, der am höchsten positioniert war.

Entscheidung für die Zukunft? Bischof statt Goretzka eingewechselt

War es Zufall oder eine bewusste Entscheidung? Vincent Kompany wollte beim Stand von 3:0 eigentlich dreifach wechseln. Goretzka, Gnabry und Bischof standen zur Einwechslung bereit. Doch nach dem Elfmeter-Tor durch Burkhardt schickte der Belgier nur die beiden Letztgenannten auf das Feld.

Goretzka, der mutmaßlich für Kimmich kommen sollte, musste sich wieder hinsetzen während Bischof die Position von Pavlovic übernehmen. Eine Entscheidung, die auf Grund des Spielstands durchaus Sinn machte und ein Fingerzeig für die nächsten Wochen sein könnte: Goretzka, dessen Vertrag ausläuft und nicht verlängert wird, muss sich womöglich für den Rest der Saison hintenanstellen. Bischof hingegen wurde zum ersten Mal neben Kimmich auf die Doppel-Sechs positioniert.

Hat dir der Artikel gefallen?

Unterstütze unsere Arbeit, damit wir auch morgen noch unabhängig berichten und analysieren können. Schon 2 Euro machen einen großen Unterschied.

Hier weiterlesen

Rassismus gegen Vinicius Jr.: Das bewegende Statement von Vincent Kompany in kompletter Länge

„Auf psychische Gesundheit konzentrieren“: Ex-Bayern-Profi Philippe Coutinho verlässt Heimatklub

FC Bayern trifft auf Manchester United im Viertelfinale der Champions League

Ver detalles de la publicación