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·13 de febrero de 2026
Aussagen boten Gesprächsstoff: Kahn verteidigt Schlotterbeck

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·13 de febrero de 2026

Zuletzt sorgten ambitionierte Aussagen des BVB-Stars Schlotterbeck für Aufsehen. Doch Oliver Kahn unterstützte die Kampfansage des 26-Jährigen.
Sechs Punkte trennen Borussia Dortmund vom FC Bayern München und damit von der Tabellenspitze. Während viele an kein spannendes Meisterrennen mehr glauben, sorgte BVB-Star Nico Schlotterbeck zuletzt mit einer Kampfansage für Aufruhr. Nach dem 3:2-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim sagte der Innenverteidiger bei DAZN: „Man muss als BVB langsam auch mal den Anspruch haben, den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden. Die Jungs und ich wollen angreifen.“ Zwar war diese Aussage nicht zwingend auf die laufende Spielzeit bezogen, dennoch sorgte Schlotterbecks Ansage auch innerhalb des Klubs für Verwunderung.
Die kann Torwart-Titan Oliver Kahn (56) aber nicht ganz verstehen. Der ehemalige Bayern-Keeper verteidigte Schlotterbeck in seinen Ambitionen und kritisierte zugleich die Erwartungshaltung in der deutschen Gesellschaft.
Auf LinkedIn schrieb Kahn: „Als Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund vor Kurzem sagte, ‚Man muss auch mal den Anspruch haben zu sagen: ‚Wir wollen Meister werden‘, war das etwas, was man nicht nur im deutschen Fußball immer seltener hört: eine klare und selbstbewusste Zieldefinition. Die Aussage wurde diskutiert, eingeordnet, relativiert. Fast so, als müsse man sich für Anspruch rechtfertigen. Genau hier beginnt das Mentalitätsproblem.“
Der einstige Bayern-Vorstand erklärte das auch mit der allgemeinen Haltung im Land: „In Deutschland gilt es noch immer als Tugend, Erwartungen zu dämpfen. Demut und Bescheidenheit werden nicht nur als Haltung verstanden, sondern als Sicherheitsmechanismus. Man will nichts versprechen, nichts auslösen, sich an nichts messen lassen.“

Foto: Getty Images
Dabei machte Kahn die Wichtigkeit von klaren und selbstbewussten Aussagen deutlich, insbesondere im Fußballgeschäft: „Wer sagt: ‚Wir wollen Meister werden‘, erhöht nicht automatisch den Druck. Er schafft Orientierung. Spieler wissen dann, woran sie gemessen werden, was ein Sieg bedeutet und was ein Rückschlag auslöst. Ohne diese Klarheit wird Leistung beliebig. Und Beliebigkeit ist der größte Feind von Mentalität. Wo Ziele bewusst unscharf bleiben, entsteht kurzfristig Ruhe. Das schützt die Organisation. Langfristig entsteht jedoch etwas anderes: Stillstand.“ (Zitat via BILD)









































