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·8 de marzo de 2026
Besiktas eskaliert in der Nacht: Fünf Fragen an die TFF – jetzt werden sogar VAR-Aufnahmen aus Riva gefordert

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·8 de marzo de 2026

Nach dem 0:1 im Derby gegen Galatasaray hat Besiktas in der Nacht mit einer scharf formulierten Erklärung nachgelegt und die Debatte um die Spielleitung auf eine neue Ebene gehoben. Um 02:00 Uhr (Ortszeit) veröffentlichte der Klub ein Statement, in dem er der TFF gleich fünf konkrete Fragen stellte und zugleich die Herausgabe von Kameraaufnahmen aus dem VAR-Zentrum in Riva verlangte. Damit macht der Klub deutlich, dass er die Diskussion über die Schiedsrichterentscheidungen nicht mit dem Schlusspfiff des Derbys beenden will.
Im Zentrum der Erklärung steht die Frage, wer sich während des Derbys im Bereich des VAR-Zentrums aufhielt und ob dort Personen anwesend waren, die aus Sicht des Klubs nicht hätten dort sein dürfen. Besiktas verlangt von der TFF ausdrücklich eine schnelle und transparente Antwort. In der Mitteilung heißt es: „Das ist unser offener Aufruf an den türkischen Fußballverband„, bevor der Klub seine Punkte nacheinander auflistet und die öffentliche Erwartung an den Verband unterstreicht.
Besonders brisant ist dabei, dass der Verein nicht nur allgemeine Aufklärung fordert, sondern ganz gezielt nach den technischen und personellen Abläufen in Riva fragt. Der Klub will wissen, ob der VAR-Raum und der Korridor dorthin per Kamera überwacht wurden und ob diese Aufnahmen existieren. Zugleich verlangt Besiktas, dass genau diese Bilder dem Verein zur Verfügung gestellt werden.
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Die Erklärung von Besiktas richtet sich mit fünf Punkten direkt an den türkischen Fußballverband. Der Klub fragt zunächst: „Wer befindet sich im und um das VAR-Zentrum, und gibt es Kameras, die den VAR-Raum und den Korridor, in dem sich der Raum befindet, aufzeichnen?“ Danach folgt die Frage, ob portugiesische VAR-Ausbilder während des Spiels im VAR-Raum anwesend waren und ob sie an Entscheidungsprozessen beteiligt gewesen sind.
Darüber hinaus will Besiktas wissen, ob diese portugiesischen Ausbilder im Verband überhaupt eine Aufgabe haben, die ihre Anwesenheit während des Spiels erforderlich machte. Der vierte Punkt zielt auf die grundsätzliche Präsenz nicht autorisierter Personen ab: „Gibt es Leute oder Personen im VAR-Center oder Flur, die nicht da sein sollten, wenn das Spiel gespielt wird?“ Mit diesen Fragen macht der Klub klar, dass er lückenlose Transparenz über alle Abläufe im sensibelsten Bereich der Spielorganisation verlangt.
Neben den Fragen formuliert der Verein eine eindeutige Forderung. Besiktas will die Kameraaufzeichnungen aus dem VAR-Raum und dem Korridor, in dem sich dieser Raum befindet, selbst einsehen. In der Mitteilung heißt es: „Als Besiktas JK fordern wir, dass die Kameraaufzeichnungen des VAR-Raums und des Korridors, in dem sich der Raum befindet, aus dem Spiel gegen Galatasaray, mit uns geteilt werden.“ Dieser Satz zeigt, dass es dem Klub nicht nur um symbolischen Druck geht, sondern um konkrete Unterlagen, die den Abend aus seiner Sicht aufklären sollen.
Besiktas verbindet diese Forderung mit einem politischen Ton gegenüber dem Verband. Der Klub erinnert die TFF daran, dass sie ihr Amt mit dem Versprechen eines transparenten und fairen Managements angetreten habe. Genau daraus leite sich nun die Pflicht ab, die offenen Fragen schnell und nachvollziehbar zu beantworten.
Die nächtliche Erklärung ist die nächste Eskalationsstufe nach den bereits scharfen Aussagen aus dem sportlichen Bereich. Schon direkt nach dem Derby hatten sich Sergen Yalcin, Orkun Kükcü und Ersin Destanoglu kritisch zur Spielleitung geäußert (zum Nachlesen). Mit dem offiziellen Statement des Vereins bekommt diese Kritik nun institutionelles Gewicht. Aus einem emotionalen Ärger nach Abpfiff wird damit eine formale Auseinandersetzung mit dem Verband.
Für den türkischen Fußball ist das ein heikler Moment. Sobald ein Klub öffentlich die internen Abläufe im VAR-Zentrum thematisiert und Kameraaufnahmen verlangt, geht es nicht mehr nur um eine einzelne Spielszene, sondern um Vertrauen in das gesamte System. Genau deshalb dürfte die Antwort der TFF für die weitere Debatte entscheidend werden.
Mit der Veröffentlichung um 02:00 Uhr (Ortszeit) hat Besiktas bewusst ein Signal gesetzt: Der Verein will das Thema nicht versanden lassen. Die fünf Fragen, die Forderung nach den Aufnahmen und der Verweis auf Transparenz und Fairness erhöhen den Druck auf den Verband erheblich. Ob und wie schnell die TFF reagiert, dürfte nun zu einem der wichtigsten Nachspiele des Derbys werden.









































