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·26 de junio de 2026

Bundesliga Talent Series startet — ohne den 1. FC Köln: Die Gründe sind bekannt

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Bundesliga Talent Series startet — ohne den 1. FC Köln: Die Gründe sind bekannt

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Simon Bartsch

26 Juni, 2026

Die DFL startet in ein neues Format, das jungen Spielern mehr Spielpraxis ermöglichen wird. Eigentlich eine gute Sache aus Kölner Sicht. Doch der 1. FC Köln fehlt bei der Bundesliga Talent Series – die Gründe sind bekannt und wieder einmal ärgerlich.

Mit einer neuen Liga will die DFL die Lücke zwischen Nachwuchs- und Profifußball verkleinern. Analog zu anderen Ländern wie der Premier League 2 in England sollen Nachwuchsmannschaften auf hohem Niveau spielen. Der FC nimmt nicht daran teil und das hat Gründe.

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Patrik Kristal im Trikot des 1. FC Köln

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Der Zeitpunkt der Entscheidung hatte schon ein wenig überrascht. Als die Kölner U21 am Dienstag in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet ist, war eine Trainerpersonalie erst wenige Stunden in der Welt. Evangelos Sbonias wird künftig zum Trainerstab der Profis gehören, der Nachwuchs erst einmal interimsmäßig von den bisherigen Co-Trainern Marcel Ivanusa und Tim Strenger betreut. Nach einem neuen Chefcoach wird aktuell geschaut. Komplett abgeschlossen ist auch der Kaderumbruch der Kölner Reserve wohl noch nicht. Feststeht allerdings wie das Spielgeschehen der kommenden Saison aussehen soll. Die U21 wird natürlich in der Regionalliga West antreten, darüber hinaus aber nicht in der neu geschaffenen Talente-Liga der DFL. Die „Bundesliga Talent Series“ soll speziell Spielern zwischen 17 und 21 Jahren die Chance auf mehr Spielzeit ermöglichen. Daher findet die Liga auch parallel zum „normalen“ Spielbetrieb statt. Eigentlich trifft sie einen wichtigen Kölner Kern. Denn beim FC ist man bemüht, talentierten Spielern mit mehr Spielpraxis den Sprung zu den Profis zu ermöglichen.

Logistische und strukturelle Probleme

Das Dilemma ist bekannt: Der FC will seinen Nachwuchsspielern einen guten Weg für die Zukunft aufzeigen. Nicht jeder Akteur, nicht jede Spielerseite ist damit einverstanden. Oft geht es nicht schnell genug, der Weg über angestrebte Leihen ist nicht immer der erhoffte. Der Begriff „Talenteflucht“ geistert immer mal wieder über dem Geißbockheim. Ob die neue Nachwuchsliga an der Herangehensweise oder den Ansichten etwas ändern würde, ist nicht gesagt. Und wird rein hypothetisch bleiben. Denn die Kölner werden ohnehin nicht an der neuen Liga teilnehmen. 26 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga haben sich angemeldet. Der 1. FC Köln nicht. Das hat keine sportlichen Gründe, es hat logistische und strukturelle. „Wir platzen aus allen Nähten“, hatte FC-Präsident Jörn Stobbe vor einigen Wochen in einer Medienrunde gesagt und einmal mehr auf die Notwendigkeit des Ausbaus des Trainingsgelände der Geißböcke hingewiesen. Es ist schon jetzt fast unmöglich, allen Mannschaften einen guten Trainingsablauf zu gewährleisten.

Doch durch die Regularien der DFL wird das Unterfangen unmöglich. Und das nicht nur, weil künftig dann auch Spiele unter der Woche stattfinden müssten. In der Talent Series sollen die Vereine auch gegnerischen Teams ihre Infrastruktur zur Verfügung stellen — etwa damit Frankfurt und Bremen sich in Köln treffen können, statt quer durch Deutschland zu reisen. Das ist unter den aktuellen Bedingungen am Geißbockheim nicht leistbar. Für einen Klub, dessen Nachwuchsarbeit als eine besonders gute gilt, besonders bitter, ein klarer Nachteil. Dass der FC nicht dabei ist, ist kein Versäumnis der sportlichen Leitung — es ist eine direkte Folge des seit Jahren ungelösten Raumproblems am Geißbockheim. Genau dafür braucht der FC die Satellitenflächen, über die der Stadtrat am 2. Juli abstimmen soll. Die Talent Series macht einmal mehr deutlich, was auf dem Spiel steht — nicht nur sportlich, sondern strukturell.

Teilnehmende Teams

Bundesliga: 1. FC Union Berlin, SV Werder Bremen, Borussia Dortmund, SV Elversberg, Eintracht Frankfurt, Hamburger SV, RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, SC Paderborn 07, FC Schalke 04 

2. Bundesliga: Hertha BSC, DSC Arminia Bielefeld, VfL Bochum 1848, Eintracht Braunschweig, FC Energie Cottbus, SV Darmstadt 98, SG Dynamo Dresden, SpVgg Greuther Fürth, Hannover 96, 1. FC Heidenheim 1846, Holstein Kiel, 1. FC Magdeburg, 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli, VfL Wolfsburg


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