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·7 de marzo de 2026

China: Super League hat sich selbst zerstört – und das aus gutem Grund

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Spielmanipulation, Korruption und Glücksspiel führen zu massiven Punktabzügen in Chinas erster Liga. Rekordmeister Guangzhou wurde komplett ausgeschlossen.

Neun von 16 Klubs starten mit Minuspunkten in die neue Saison. Ich muss diesen Satz zweimal lesen, um ihn zu begreifen. Mehr als die Hälfte aller Erstligisten der chinesischen Super League beginnt die Spielzeit im Minus – wegen Spielmanipulation, Glücksspiel und Korruption. Das ist kein Skandal mehr. Das ist der Offenbarungseid einer Liga, die sich selbst zerstört hat.


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Ich erinnere mich noch gut an die Jahre, in denen chinesische Klubs mit absurden Summen um alternde Weltstars buhlten. Hulk, Carlos Tévez, Didier Drogba, Nicolas Anelka – sie alle folgten dem Ruf des Geldes ins Reich der Mitte. Auch deutsche Spieler wie Sandro Wagner ließen sich auf das Abenteuer ein. Die Super League wollte zur Weltspitze aufschließen, mit Geld als einzigem Argument. Heute zeigt sich: Dieses Fundament war morsch von Anfang an.

Die Sanktionen, die der Verband im Januar aussprach, treffen prominente Adressen. Vizemeister Shanghai Shenhua, einst Geldquelle von Drogba und Anelka, startet mit zehn Punkten Abzug. Genauso Tianjin, wo Wagner einst spielte. Insgesamt waren 13 Vereine von den Untersuchungen betroffen, vier davon sind bereits abgestiegen. Der Verband spricht von Nulltoleranz. Ich nenne es Schadensbegrenzung nach Jahren des Wegschauens.

Der Fall Guangzhou FC zeigt, wie tief der Absturz reicht. Der Rekordmeister, einst das Aushängeschild des chinesischen Fußballs, wurde Anfang 2025 komplett aus den Profiligen ausgeschlossen. Massive finanzielle Probleme und Schulden des Eigentümers machten einen Weiterbetrieb unmöglich. Ein Klub, der einmal die asiatische Champions League gewann, existiert im Profifußball nicht mehr. Das ist keine Randnotiz. Das ist das Symbol für den Zusammenbruch eines ganzen Systems.

Die Konsequenz liegt auf der Hand: Kein Spieler mit Alternativen wählt heute noch China. Wer im Spätherbst seiner Karriere noch einmal Kasse machen will, geht nach Saudi-Arabien. Dort locken ähnliche Summen, aber ohne den Beigeschmack einer Liga, die sich selbst demontiert hat. Die Super League hat ihre Anziehungskraft verloren, weil sie nie etwas anderes zu bieten hatte als Geld – und selbst das ist jetzt weg.

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