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·11 de abril de 2026

Den letzten Zweifel am Nichtabstieg vertrieben – jetzt wartet 1860

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“Arbeitssieg gegen den FC Erzgebirge Aue”, hieß es auf den offiziellen Kanälen des Jahn hinterher – und damit ist das 1:0 an einem fast schon lauen Frühlings-Dienstagabend unter Flutlicht wohl ausreichend beschrieben. Wir nehmen drei Punkte mit, mehr nicht. Gegen einen Gegner, der derzeit eher mehr mit sich selbst beschäftigt ist, uns aber durchaus ein, zwei Dinger hätte einschenken können, wenn’s blöd läuft und Felix Gebhardt nicht blendend aufgelegt gewesen wäre. So ehrlich muss man schon sein.

Müller nutzt Fehler


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Das Spiel ist an sich schnell erzählt. Nach kurzem Abtasten kommt in der neunten Minute ein Befreiungsschlag des Jahn auf den letzten Mann der Auer. Der will zum eigenen Keeper zurück passen, das misslingt aber völlig, was der anlaufende Müller nutzt. Allein vor Männel schiebt er überlegt ins lange Eck. Der folgende Jubel mit Schweigegeste wirft bei dem einen oder anderen Fan Fragen auf (Wer soll schweigen? Und warum?) aber vielleicht ist alles nicht so deep, wie man heutzutage so schön sagt.

In der Folge kann der Jahn den merklich demoralisierten Gegner weitgehend kontrollieren. Man sieht schon, dass Aue mit zwölf Punkten Rückstand auf den rettenden 16. Tabellenplatz so gut wie abgestiegen ist, noch dazu hatten sie vorm Spiel ihren erst vor wenigen Wochen installierten Trainer Christoph Dabrowski geworfen. Hottmann könnte früh die Vorentscheidung per Kopf machen, aber Männel kratzt die Kugel noch von der Linie. Kurz vor der Pause prüfen aber nochmal ein Lebenszeichen: Die Auer prüfen nach einem schnellen Konter (die für den Jahn-Geschmack etwas zu oft vorkamen) in Form des freigespielten Seiffert den top reagierenden Gebhardt. Auf der Gegenseite versiebt Kühlwetter nach einer Flanke dann völlig freistehend vor Männel.

Gebhardt, die Lebensversicherung

In der zweiten Halbzeit will der Jahn anscheinend nur noch verwalten. So richtig nach vorne zieht es die Rot-Weißen nicht, und wenn, dann wird es spätestens ab dem Strafraum extrem ungenau. Aue müht sich etwas mehr, zum Beispiel bei einem Guttau-Freistoß kurz nach der Pause, bei dem Gebhardt zur Stelle ist. Vor allem bei Flanken werden die Gäste gefährlich, und spätestens hier avanciert unsere Nummer 1 zum Matchwinner: Einmal steht Bornschein bei einer Weinhauer-Hereingabe mutterseelenallein vorm Kasten, beim anderen mal ist es Weinhauer selbst, der den Kopfball allerdings ohne viel Druck aufs Tor bringt. Und kurz vor Schluss wird es nochmal richtig haarig, als Guttau per Kopf ins lange Eck wischt. Aber in allen drei Fällen reagiert Gebhardt geistesgegenwärtig und schaukelt den Jahn-Sieg über die Zeit. Den circa 900 Gästefans – respektabel bei dieser Ansetzung und der aktuellen Situation im Erzgebirge – war’s Wurst, sie feierten mehr oder weniger eh nur noch sich selbst.

Fazit: Die drei Punkte sind durchaus wichtig, damit sollte jeglicher Zweifel am Nichtabstieg endgültig ausgeräumt sein. Das Wie war schon am nächsten Morgen vergessen. Erfreulich: Erster Sieg für unseren neuen Chefcoach Sascha Hildmann und das auch noch an seinem 54. Geburtstag. Alles Gute nochmal auch an dieser Stelle!

Nach dem Spiel war Hildmann dann auch gelöst. “Die Jungs haben mir heute Morgen einen Sieg versprochen und das haben sie auch umgesetzt”, sagte er. “Es ist natürlich so, dass wir beim Spiel mit dem Ball Schwierigkeiten hatten. Wir müssen uns in der letzten Linie und im Übergangsspiel verbessern, mit zwei Kontakten schneller spielen, rotieren und den Gegner in die Bewegung kriegen.” Ansonsten habe es die Mannschaft gut wegverteidigt und Gebhardt exzellent gehalten. Natürlich sei der Sieg wichtig gewesen und tue extrem gut.

Hildmann: “Wollen gewinnen” gegen 1860

Jetzt richtet sich der Fokus auf das Prestigeduell gegen die Münchner Löwen auf Giesings Höhen am Sonntagabend. Für den Gegner geht es nach dieser Englischen Woche, wo man glatt 0:3 gegen Cottbus abschenkte, quasi um nichts mehr. Der ersehnte Aufstieg ist einmal mehr passé. Man wird sehen, wie sich das auswirkt, gerade weil es für den Jahn ja nun eigentlich auch um nichts mehr geht – zumindest tabellarisch.

Aber nach dem emotionalen Pokal-Aus vor eineinhalb Wochen dürften die Regensburger noch eine Rechnung offen haben. “Wir wollen gewinnen”, sagte Hildmann, der ja das Pokalspiel schon als designierter Trainer selbst live im Stadion erlebte und in der ersten Woche beim Jahn nach eigener Aussage viele Eindrücke gesammelt und seine Ideen behutsam eingebracht hat. “Das war eine sehr unglückliche Niederlage und das können wir besser machen. Dafür werden wir wieder arbeiten und die bestmöglichen Spieler auf den bestmöglichen Positionen auf den Platz bringen.”

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