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·8 de abril de 2026

Der Hamburger DOM und der FC St. Pauli

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Der DOM und der FC St. Pauli sind schon seit Jahren eng miteinander verbunden. Doch hilft die zusätzliche Stimmung dem FCSP eigentlich?(Titelfoto: Stefan Groenveld)

Schlüsselklingeln bei Ecken, Glücksbringer-Kleidung, feste Rituale am Spieltag und alle möglichen weiteren Aberglauben im Fußball (obwohl das mit den Ecken natürlich kein Aberglaube ist!) – das alles fällt wahrscheinlich unter die Kategorie „Fußballfans und ihre Eigenheiten“. Das Tor, das beim Getränkeholen gefallen ist, kann ja kein Zufall gewesen sein 😉Für die Fans des FC St. Pauli gehört eine Sache mit Sicherheit noch dazu: Der DOM und die Stimmung, die er mit sich bringt. An DOM-Spieltagen hört man von allen Seiten, wie besonders es immer sei, wenn die Umgebung um das Millerntor so bunt und laut ist. Noch besser wird das nur noch mit Flutlicht, wenn es also ein Abendspiel ist. Die bunten, flackernden Lichter der Achterbahnen tauchen hinter der Gegengerade auf, Menschenmassen tümmeln sich auf dem Heiligengeistfeld und heben bei vielen die Vorfreude einfach nochmal an.


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Der DOM und der FC St. Pauli – eine besondere Beziehung

Der DOM hat seinen Ursprung im 11. Jahrhundert. Doch erst 1893 zogen Händler und Schausteller auf den ihnen dann festzugeteilten Standort: das Heiligengeistfeld. Mit Unterbrechung des ersten Weltkrieges und kurz nach der Gründung des FC St. Pauli wurde der DOM 1918 wieder ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich zog der Hamburger Jahrmarkt aufgrund des zweiten Weltkrieges um. Nachdem die Schausteller wieder auf das Heiligengeistfeld umsiedeln konnten, ergaben sich bereits drei Termine: Frühlingsdom (Frühlingsfest seit 1948), Sommerdom (ab 1947, zunächst Hummelsfest genannt) und der Winterdom (Dommarkt). Von der ersten urkundlichen Erwähnung des Heiligengeistfeldes 1497 bis heute passierte so einiges auf dem Platz. 1960 begannen dann endlich die Bauarbeiten für die Errichtung des Millerntorstadions. Das Stadion wurde 1962 fertig gestellt. Somit sind der Dom und der FC St. Pauli bereits seit Ewigkeiten in (guter?) Nachbarschaft.

Auch die Trainer des FC St. Pauli verfallen regelmäßig der Faszination des Hamburger DOM.„Ich kann nur für mich sprechen, auch als Spieler. Wenn du die Lichter da im Hintergrund siehst, das Flutlicht an hast, es dunkel ist, das kribbelt einfach nochmal ganz anders“, erklärte Timo Schultz 2022 vor dem Heimspiel gegen Kiel (0:0). Unser aktueller Cheftrainer Alexander Blessin ist mit Schultz einer Meinung: „Das hatten wir ja schon oft, dass wir jetzt Dom hatten und Abendspiel. Das ist ja schon geil.“ Torhüter Nikola Vasilj erklärte mal, dass er sogar manchmal nach Siegen des FC St. Pauli noch eine Runde über den DOM drehe.

Aber ist es mehr als nur ein besonderes Gefühl? Spielt der FC St. Pauli auch erfolgreicher, wenn im Hintergrund bunte Lichter das Heiligengeistfeld erstrahlen lassen und es nach gebrannten Mandeln riecht? Oder ist es vielleicht sogar ein Nachteil? Wir gehen der Frage mal auf den Grund und haben die Heimspiele des FCSP mit und ohne DOM-Faktor verglichen. Mit überraschendem Ergebnis…

Statistik – Heimspiele mit und ohne DOM

Heimspiele des FC St. Pauli während des Hamburger DOM. Insgesamt gab es in den letzten zehn Jahren 41 davon. Die Bilanz ist durchwachsen, das Team holte 1,2 Punkte pro Spiel.

Heimspiele des FC St. Pauli ohne den Hamburger DOM. Insgesamt gab es in den letzten zehn Jahren 133 davon. Die Bilanz ist gut, das Team holte 1,8 Punkte pro Spiel.

DOM – Vorteil oder nicht?

Wir haben uns die Heimspiele des FC St. Pauli der letzten zehn Jahre angeschaut und die Heimbilanz, während nebenan der DOM läuft, mit der ohne DOM verglichen. Die Statistik zeigt ganz klar: Der Hamburger DOM ist kein Vorteil für den FC St. Pauli.10 Siege, 18 Unentschieden und 13 Niederlagen gab es für den FC St. Pauli über die letzten zehn Jahre bei Spielen mit DOM. Das macht einen Punkteschnitt von etwa 1,2 Punkten pro Partie. In den letzten 10 Jahren gewann der FCSP ohne DOM 65 Heimspiele, spielte 38 Unentschieden und verlor 30 mal. Das macht einen Punkteschnitt von etwas weniger als 1,8 Punkten pro Spiel. Der FC St. Pauli holt im Schnitt also 0,6 Punkte mehr in Heimspielen, wenn nebenan nicht der DOM läuft.

Auch in den Jahreszeiten des DOM wird etwas klarer, wann sich der FCSP gut schlägt: Im Frühling gewann man vier Spiele, sieben endeten Unentschieden und vier gingen verloren (Punkteschnitt: 1,3). Im Sommer wurden jeweils drei Spiele auf alle Ergebnismöglichkeiten aufgeteilt (1,3) und im Winter gab es drei Siege, sechs Unentschieden und acht Niederlagen (0,9). Damit sind Frühling und Sommer unsere stärksten Jahreszeiten.

Seltsam, wie einen das Gefühl täuschen kann. Einige Fans sind da sicherlich auch überrascht, wo man doch immer denkt, der DOM bringe dem FC St. Pauli nochmal extra Motivation und Glück. Vielleicht muss hier der eine oder andere Aberglaube noch einmal überdacht werden. Obwohl eines natürlich trotzdem bleibt: Die besondere Antmospäre an DOM-Spieltagen ist auf jeden Fall immer da und auch nennenswert. Es ist einfach ein anderes Gefühl, wenn so viel um das Stadion herum passiert.

Gegen Bayern München die Statistik drehen!

Natürlich ist das Millerntor-Erlebnis (besonders zu DOM-Zeiten) auch für Gäste-Fans immer spannend. Vor allem wenn man bedenkt, dass andere Stadion oft auf irgendeiner Wiese schon fast außerhalb der Stadt stehen. Spieltage während der DOM läuft, machen nochmal deutlicher, wie verbunden der FC St. Pauli mit dem Viertel ist. Man spürt die Energie, die Lust und den Support aus jeder Ecke. Mitten im schönen Hamburg, wo Braun-Weiß zu Hause ist.

Samstag ist es soweit, der FC Bayern München ist am Millerntor zu Gast. Und wie es der Zufall will, steht der DOM am Wochenende noch. Das bedeutet, Millerntor, 18:30 Uhr, Flutlicht und Domkulisse… Das letzte DOM-Spiel gegen den FC Bayern München verlor man mit 0:1, in der Hinrunde 2024/25. Aber davor gab es schon DOM-Spieltage mit Beteiligung des FC Bayern München: Vor fast genau 20 Jahren, am 12.04.2006, fand das Pokal-Halbfinale zwischen dem FC St. Pauli und dem FCB statt. Der DOM lief damals bis zum 16.04.2006, das Spiel ging mit 0:3 verloren. 20 Jahre später hat der FC St. Pauli also die Chance, die Dom-Statistik zu drehen.// Nike

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