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·7 de marzo de 2026

"Der Realität ins Auge blicken": Aue taumelt in Richtung Abstieg

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Auch im neunten Spiel der Rückrunde reichte es für den FC Erzgebirge Aue nicht zum ersten Sieg im Jahr 2026, stattdessen setzte es beim 1:3 gegen Aachen bereits die siebe Pleite. Rechnerisch ist der Klassenerhalt zwar noch möglich, doch die Stimmung im Anschluss an die Partie nährt kaum noch Hoffnung – wohl auch bei Cheftrainer Christoph Dabrowski.

"Es geht jetzt um Haltung"

Stille, vereinzelt ein paar Worte oder Pfiffe – so wurden die Spieler von Erzgebirge Aue empfangen, als sie nach dem Spiel vor die Fankurve traten. Schon während der Partie hatten sich viele Zuschauer auf den Heimweg gemacht, zudem wandte die Fanszene der Mannschaft in der 30. Minute zwischenzeitlich demonstrativ den Rücken zu. Zu diesem Zeitpunkt führte Alemannia Aachen bereits mit 2:0 durch zwei Treffer von Lars Gindorf (24./27.). "Mit dem Spiel bis zur Halbzeit können wir nicht zufrieden sein", haderte Dabrowski bei "MagentaSport" – auch, weil "wir mit Vincent Ocansey eine Chance zur Führung hatten". Stattdessen geriet Aue in Rückstand: "Dann gehen wir mit so einem Gammeltor in Rückstand, das zweite in den Winkel. Danach hatten wir einen Rucksack auf, die Leichtigkeit war weg." Insgesamt zeigte sich der 47-Jährige "mega enttäuscht" vom Auftritt im ersten Durchgang.


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Wie schnell sich das Stadion wieder hätte mitnehmen lassen, zeigte seine Mannschaft nach dem Wiederanpfiff. Malone brachte Aue zurück ins Spiel (47.). Die Veilchen drängten anschließend auf den Ausgleich, spielten phasenweise Powerplay. Man habe "die eine oder andere Chance gehabt, hier mehr zu erreichen. Das ist uns leider nicht gelungen", sagte Dabrowski, der zur Pause gleich dreimal gewechselt hatte. Stattdessen sorgte Nadjombe in der 81. Minute für die Entscheidung. "Wir kassieren einfach zu viele Gegentore, das hat uns heute wieder eingeholt", analysierte der Aue-Trainer und stellte klar: "Wir müssen der Realität ins Auge blicken. Es wird ein ganz, ganz harter Weg." Es geht jetzt um Haltung – dass wir in jedem Spiel nichts mehr herschenken, und ab jetzt so viele Punkte holen wie möglich. Das sind wir den Leuten schuldig."

Ehlers: "Aufgeben ist keine Option"

Kämpferisch zeigte sich Jannic Ehlers. Für den Stürmer "ist Aufgeben keine Option". Solange rechnerisch noch etwas möglich sei, werde man alles versuchen. Trotzdem fühle es sich aktuell "einfach beschissen an. Wir betreiben immer so einen Aufwand, aber wir kassieren zu viele unnötige Gegentore". Besonders mit den Fans leide er mit: "Ausgerechnet zum 80. Geburtstag von Wismut Aue droht der erstmalige Abstieg in die Regionalliga." Deshalb müsse sich die Mannschaft hinterfragen: "Man sieht, wie die Fans ihr Herz für den Verein lassen. Das, was sie zeigen – von der ersten Sekunde an Gas zu geben –, wollten wir auch. Das konnten wir aber nicht geben."

Am Sonntag könnte der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz weiter anwachsen: Gewinnt der 1. FC Saarbrücken, wären es elf Punkte. Kommenden Samstag treffen die Veilchen auf Rot-Weiss Essen. Ob Aue dann der erste Sieg unter Dabrowski – und überhaupt der erste im Jahr 2026 – gelingt?

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