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·7 de mayo de 2026
Der SC Freiburg trägt heute Abend die Last der gesamten Bundesliga

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Der SC Freiburg spielt um den Finaleinzug der Europa League – und entscheidet damit über den Kampf mit Spanien im UEFA-Ranking.
Dass die Bundesliga nach dem Halbfinal-Aus des FC Bayern München überhaupt noch über einen zusätzlichen Champions-League-Startplatz reden darf, liegt an einem einzigen Moment: Harry Kane, vierte Minute der Nachspielzeit, Ausgleich zum 1:1 gegen Paris Saint-Germain. Ohne dieses Tor wäre die Rechnung im UEFA-Ranking schon am Mittwoch zugunsten Spaniens gekippt. So aber bleibt sie offen, knapp, und mit einer Adresse, die man in dieser Rolle selten erwartet hätte: Freiburg.
Der Zwischenstand ist eng. Spanien steht mit 21,781 Punkten auf Rang zwei, die Bundesliga folgt mit 21,357 Punkten. Ein Abstand, der sich über zwei, drei europäische Abende auflösen oder zementieren lässt. Englands Premier League hat einen zusätzlichen Startplatz bereits sicher, darum geht es nicht mehr. Es geht um den vierten oder, je nach Szenario, sogar um einen sechsten deutschen Platz in der Königsklasse.
An diesem Donnerstag um 21 Uhr kommt Freiburg ins Spiel, übertragen von RTL. Der Sport-Club kämpft nach dem 1:2 im Hinspiel gegen Sporting Braga um den Einzug ins Finale der Europa League. Die Ausgangslage ist unbequem, aber nicht aussichtslos, und sie ist auf einmal von einer Bedeutung, die weit über den Klub hinausreicht. Scheidet Freiburg aus, ist das Rennen mit Spanien für die Bundesliga erledigt.
Anders sieht es aus, wenn der Umweg ins Finale gelingt. Erreicht Freiburg das Endspiel und scheidet gleichzeitig Rayo Vallecano als spanischer Vertreter in der Conference League aus, könnte sich der deutsche Fußball schon vorzeitig über einen zusätzlichen Champions-League-Platz freuen. Es ist die Konstellation, die den Nachmittag des Ausscheidens in München zumindest teilweise abfedert. Und sie existiert nur, weil Kane in der 90.+4 traf. Ein Unentschieden statt einer Niederlage, im Ranking macht das den Unterschied zwischen Hoffnung und Schlussstrich.
Dazu kommt das Maximalszenario, das man ohne die Ereignisse dieser Woche kaum ernst nehmen würde. Gewinnt Freiburg die Europa League, stünde die Bundesliga am Ende bei sechs Champions-League-Teilnehmern. Sechs. Eine Zahl, die vor wenigen Jahren noch nach Tippspielfantasie geklungen hätte, jetzt aber als rechnerische Option auf dem Tisch liegt. Der Weg dorthin führt über Braga, über ein Finale, über ein gewonnenes Endspiel. Viel verlangt, aber eben nicht ausgeschlossen.
Interessant ist, wie sich die Rollen in dieser Geschichte verschoben haben. Der FC Bayern hat seinen Beitrag mit dem Kane-Tor geleistet und ist raus. Die Verantwortung für den deutschen Koeffizienten liegt nun bei einem Klub, der über Jahre als europäischer Gast angereist ist, nicht als Gastgeber der nationalen Ranking-Debatte. Freiburg entscheidet, wie viel vom Münchner Ausrutscher der Liga erhalten bleibt.







































