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·30 de mayo de 2026

Deutschland Aufstellung gegen Finnland – Mit Nmecha, Karl und Undav: Nagelsmann testet

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Julian Nagelsmann nutzt den vorletzten WM-Test gegen Finnland, um trotz zahlreicher Ausfälle seinen Plan B in der deutschen Aufstellung zu schärfen. Am Sonntagabend in Mainz will der Bundestrainer Rhythmus und Automatismen sammeln, während mit Manuel Neuer, Kai Havertz und Jamal Musiala gleich mehrere Stammkräfte fehlen oder noch nicht bei voller Belastung sind. Dafür rücken Oliver Baumann, Felix Nmecha, Lennart Karl und Deniz Undav in den Mittelpunkt.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann im neuen DFB Retro Trikot spricht bei der DFB Pressekonferenz in Herzogenaurach neben Spieler Jamal Musiala zu den Medien. Das deutsche Nationalteam bereitet sich in Herzogenaurach auf die anstehenden Freundschaftsspiele vor, bevor es zu den Vereinigten Staaten aufbricht, um an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 teilzunehmen. 30. Mai 2026. Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images


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Die Stimmung im DFB-Lager ist nach Grillabend mit Döner, Kindertrubel und einer wilden Uno-Runde gut, doch sportlich zwingt die Personallage Nagelsmann schon früh zu Anpassungen auf dem Weg zur WM. Der Coach sprach von einer „Weltklasse-1b-Lösung“ auf der Torhüterposition, sieht Neuer nach dessen Wadenproblemen aber weiter im Rennen für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Zugleich soll das Team in der kurzen Vorbereitungszeit nicht mit Taktik überladen werden, sondern über Spielfreude und jugendlichen Spieltrieb in den Flow kommen.

Baumann, Nmecha, Karl und Undav bekommen ihre Chance

Für die Generalprobe im ausverkauften Stadion von Mainz öffnet Nagelsmann bewusst mehrere Türen. Baumann darf sich erneut zeigen, obwohl er wegen Neuers Rückkehr zunächst wieder zurückgestuft wurde und möglicherweise auch für den Test am 6. Juni in Chicago gegen die USA noch eine Option bleibt. Außerdem bekommen Nmecha, Karl und Undav eine Bewährungschance, also Spieler, die nach Nagelsmanns Worten noch „reinrutschen könnten“ ins A-Team.

Besonders Karl steht im Fokus. Der 18-Jährige soll die Alternative zu Serge Gnabry werden, der verletzt für die WM ausfällt, das Team im Quartier aber noch besucht hat, was Nagelsmann „sehr cool fand“. Auf der rechten Seite ist die Lage offen, denn neben Leroy Sané und Jamie Leweling kommt laut Bundestrainer auch Musiala für diese Position infrage. Ganz vorne ist Havertz gesetzt, dessen Auftritt im Champions-League-Finale mit dem FC Arsenal gegen Paris Saint-Germain die deutsche Auswahl nach der Busfahrt von Herzogenaurach nach Frankfurt im Teamhotel verfolgte. Im Sturm beginnt Deniz Undav.

Musiala zurück, Wirtz als Partner im Blick

Jamal Musiala brennt auf sein Comeback im DFB-Trikot und freut sich besonders auf das Wiedersehen mit Florian Wirtz. „Ich habe es vermisst, mit ihm zu zocken. Es macht richtig Spaß, mit ihm auf dem Platz zu sein“, sagte der 23 Jahre alte Offensivspieler vor dem vorletzten WM-Test am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) gegen Finnland. Sein bislang letztes Länderspiel absolvierte Musiala am 23. März 2025 in der Nations League gegen Italien, als die Partie 3:3 endete. Vor einem Jahr zog sich der Bayern-Star bei der Klub-WM eine schwere Verletzung zu.

„Ich habe richtig Spaß hier. Die Tage waren super. Ich freue mich morgen auf dem Platz zu sein“, sagte Musiala weiter. Gemeinsam mit Wirtz wurde er in der Nationalmannschaft einst als Traumduo „Wusiala“ gefeiert, und genau dieses Zusammenspiel soll nun wieder aufleben. Auch Wirtz bekam von Musiala eine kleine UNO-Anekdote mit auf den Weg, denn der Verlierer des Kartenspiels musste sich nach seiner Niederlage mit einem peinlichen Spruch beim Bundestrainer vorstellen.

Neuer unter Beobachtung, Pavlovic und Nmecha als Doppelsechs

Die wichtigste offene Frage bleibt der Gesundheitszustand von Manuel Neuer. Der Torwart plagt sich mit Problemen an der „Wade der Nation“, trainierte am Freitag aber bereits wieder und drehte auf dem Platz seine Runden. „Heute war er schon schneller unterwegs“, sagte Nagelsmann, „er ist voll im Soll.“ Ob es für den 14. Juni in Houston zum WM-Auftakt gegen Curacao reicht, ließ der Chefcoach offen.

Im Mittelfeld schärfen die Kollegen derweil hinter verschlossenen Türen „die Abläufe nochmal“, wie Nagelsmann es ausdrückte. Überfrachtet werde das Team dabei nicht, denn „wir wollen es in der kurzen Zeit nicht übertreiben. Taktisch werden wir die Welt nicht einreißen.“ Stattdessen setzt er auf jugendlichen Spieltrieb, Tempo und „Spaß am Fußball“, damit die Mannschaft in den berühmten Flow kommt. Auf der Doppelsechs ist die Besetzung bereits deutlich: Neben dem gesetzten Münchner Aleksandar Pavlovic soll der Dortmunder Felix Nmecha spielen, den Nagelsmann zuletzt in den Kreis der „Weltklasse“ gehoben hatte. „Ich bin einfach extrem überzeugt von dem Spieler“, sagte er.

Voraussichtliche Aufstellungen

Deutschland: Baumann/TSG Hoffenheim (35 Jahre/11 Länderspiele) – Kimmich/Bayern München (31/108), Tah/Bayern München (30/45), Schlotterbeck/Borussia Dortmund (26/25), Raum/RB Leipzig (28/36) – Pavlovic/Bayern München (22/9), Nmecha/Borussia Dortmund (25/6) – Karl/Bayern München (18/2), Musiala/Bayern München (23/40), Wirtz/FC Liverpool (23/39) – Undav/VfB Stuttgart (29/7) – Trainer: Nagelsmann

Finnland: Hradecky/AS Monaco (36/103) – Alho/Asteras Tripolis (33/49), Koski/Deportivo Alavés (24/9), Miettinen/Mjällby AIF (23/2), Lähteenmäki/FC Nordsjaelland (19/6) – Suhonen/Odense BK (25/14), Markhiev/1. FC Nürnberg (24/7) – Antman/Glasgow Rangers (24/29), Walta/Swansea City (22/12), Skyttä/1. FC Kaiserslautern (24/4) – Pohjanpalo/FC Palermo (31/87) – Trainer: Jacob Friis, Schiedsrichter: Matheus Delgado Candançan (Brasilien)

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