„Die Brücke hat gebrannt, von der ersten Sekunde an“ – Der Nachbrenner zum Heimsieg gegen Cottbus | OneFootball

„Die Brücke hat gebrannt, von der ersten Sekunde an“ – Der Nachbrenner zum Heimsieg gegen Cottbus | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: VfL Osnabrück

VfL Osnabrück

·13 de abril de 2026

„Die Brücke hat gebrannt, von der ersten Sekunde an“ – Der Nachbrenner zum Heimsieg gegen Cottbus

Imagen del artículo:„Die Brücke hat gebrannt, von der ersten Sekunde an“ – Der Nachbrenner zum Heimsieg gegen Cottbus

Zum sechsten Mal in Folge durften die lila-weißen Anhänger am gestrigen Sonntag an der Bremer Brücke einen Heimsieg feiern. Im Spitzenspiel gegen Energie Cottbus zeigte der VfL sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen eine leidenschaftliche Vorstellung.

Zum bereits siebten Mal in dieser Saison war das Stadion an der Bremer Brücke im Heimbereich restlos ausverkauft. Für die seit Wochen herbeigesehnte Partie waren bereits im Vorfeld alle Tickets vergriffen, sodass schon vor dem Anpfiff die Vorfreude im Schinkel spürbar war. Dabei zeigte auch die Mannschaft von Cheftrainer Timo Schultz von der ersten Minute an eine engagierte Leistung. Zwar übernahmen zunächst die Gäste aus Cottbus das Spielgeschehen, jedoch blieb die lila-weiße Defensive wie so oft in dieser Spielzeit souverän stabil. Auffällig präsentierte sich dabei unter anderem Yigit Karademir. Der Innenverteidiger, der für den verletzten Robin Fabinski in die Startelf rückte, klärte immer wieder stark in Cottbuser Kontersituationen und überzeugte generell mit einem starken Zweikampfverhalten. So gewann der 21-Jährige hundert Prozent seiner Luftzweikämpfe und wies die beste Passquote (95,2 Prozent) unter den Startelfspielern des VfL auf. Auch sein Cheftrainer Timo Schultz fand bei MagentaSport nach der Partie lobende Worte für dessen Leistung: „Yigit hat zu hundert Prozent das gebracht, was wir von ihm kennen. Er ist ein unfassbar guter Zweikämpfer, stabil am Boden und hat mit dem Ball gute, einfache Sachen gemacht. Es ist geil, wenn man so einen Spieler in der Hinterhand hat.“


OneFootball Videos


Dass Timo Schultz bereits nach 14 Minuten mit Ismail Badjie einen weiteren Impuls von der Bank bringen konnte, nachdem Lars Kehl verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste (Zum Verletzungs-Update), dürfte den 48-Jährigen ebenfalls gefreut haben. Schließlich avancierte das VfL-Eigengewächs erneut zum Matchwinner. Einen entscheidenden Faktor für die Leistung des Teams sah der Youngster dabei auch in der herausragenden Unterstützung der Fans: „Die Brücke hat gebrannt von der ersten Sekunde an. Das war heute wirklich unglaublich. Das pusht einen auf jeden Fall nochmal und gibt einem ein paar extra Prozente. […] Wir haben uns heute in alles reingeschmissen. Das war heute extrem wichtig gegen einen guten Gegner.“

Dabei sorgte der 20-Jährige in der 50. Minute selbst dafür, dass die Zuschauer von ihren Plätzen aufsprangen und den wichtigen Führungstreffer bejubeln konnten. Sein Tor beschrieb der Torschütze am Mikrofon bei VfL-TV wie folgt: „Ich bin mitgelaufen und habe Freddy mit dem offenen Fuß gesehen. Dann bin ich einfach in die Box gelaufen. Als der Ball dann kam, habe ich nicht viel nachgedacht, sondern einfach geschossen. Also ich wollte schon in die kurze Ecke natürlich. […] Dass der dann so reingeht, ist super.“ Das VfL-Eigengewächs war gegen die Brandenburger der offensiv gefährlichste Akteur und gab drei der insgesamt neun Osnabrücker Torschüsse auf den Kasten von FCE-Keeper Marius Funk ab. Dabei hob er bei MagentaSport auch die Defensivleistung hervor: „Cottbus hatte nach unserem Tor wieder eine extrem gute Phase, in der sie uns schon gut reingedrückt haben. Und da haben wir einfach wieder gezeigt, wie gut wir verteidigen können und wie schwer es ist, zu Hause ein Tor gegen uns zu schießen. Das war heute schon der ausschlaggebende Punkt.“

„Isy ist ein Topspieler und hat ja auch schon das Hinspiel mit 1:0 entschieden. Er ist noch jung und sehr unbeständig in seiner Leistung. Aber die Skills, die er hat, sind für unsere Verhältnisse herausragend“, lobte Schultz die Qualitäten des gestrigen Matchwinners. Neben der Einwechslung von Ismail Badjie und der Hereinnahme von Yigit Karademir traf der 48-Jährige auch mit der Aufstellung von Frederik Christensen auf der linken Außenbahn die richtige Entscheidung. 75 Prozent seiner Zweikämpfe gewann der Däne und lieferte mit fünf Torschussvorlagen die zweitmeisten des Spieltags. Nur Essens Torben Müsel konnte am 33. Spieltag mehr (6) vorweisen. Genau wie Yigit Karademir wird der 23-Jährige allerdings die nächste Partie beim FC Ingolstadt verpassen. Beide sahen gegen die Cottbuser ihre fünfte Gelbe Karte in der laufenden Saison und sind dementsprechend gesperrt.

So wird es in der kommenden Woche erneut zu Veränderungen in der defensiven Dreierkette kommen. Für Kapitän Jannik Müller ist diese Rotation bei seinen Nebenmännern jedoch kein Problem. Auch gestern zeigte der 32-Jährige eine blitzsaubere Leistung und blickt auf eine hundertprozentige Zweikampfquote zurück. Damit hatte er erneut entscheidenden Anteil daran, dass Torwart Lukas Jonsson seine insgesamt 18. Weiße Weste in dieser Saison feiern konnte. Auch die Stammspieler Patrick Kammerbauer und Fridolin Wagner zeigten im Spitzenspiel eine souveräne Leistung. Während Schienenspieler Kammerbauer in seinem 160. Drittligaeinsatz die meisten Ballaktionen (62) verzeichnete und 80 Prozent seiner Zuspiele an den Mitspieler brachte, legte Wagner in seinem 205. Drittligaeinsatz die längste Laufdistanz (11,4 km) zurück. So zeigte sich auch David Kopacz nach dem Spiel im Interview bei VfL-TV mit der Leistung des Teams zufrieden: „Man musste keinen motivieren vor dem Spiel. Ich glaube, man hat auch direkt in der ersten Halbzeit gemerkt, wie wir an das Spiel herangegangen sind – mit voller Konzentration und vollem Fokus, aber auch mit vollem Willen, Leidenschaft und Kampf. Ich freue mich einfach, weil es ein wichtiger Schritt war. Aber wir wissen auch, dass noch ein paar Spiele zu gehen sind.“

Genauer gesagt sind noch fünf Spiele zu absolvieren, bis die Saison endgültig zu Ende ist. Für das große Ziel des Aufstiegs müssen die Lila-Weißen am kommenden Wochenende die Hürde FC Ingolstadt nehmen. Auf die Frage, was das Ziel am kommenden Samstag sei, waren sich David Kopacz und Ismail Badjie in ihren Interviews bei VfL-TV unabhängig voneinander einig: „Drei Punkte“. Und auch im Audi-Sportpark dürfen sich die Lila-Weißen wieder auf eine großartige Unterstützung freuen. Bereits rund 800 VfL-Fans werden am Samstag die Fahrt nach Oberbayern auf sich nehmen. Der Ticketvorverkauf läuft dabei ausschließlich über den Online-Ticketshop der Gastgeber.


Text: Jendrik Greiwe Bilder: Jonas Jürgens & Fabian Frommeyer

Ver detalles de la publicación