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·26 de abril de 2026
„Ein bisschen verrückt“: Die bittere Leverkusen-Lektion des 1. FC Köln

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Hendrik Broschart
26 April, 2026
24 Schüsse, davon neun aufs Tor, ein xG-Wert von 2,61 – und trotzdem kein Punkt gegen Leverkusen. Warum war die effizientere Mannschaft im Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen nicht die bessere und wie will der FC die Lehren daraus noch in dieser Saison in Punkte ummünzen?
Alessio Castro-Montes liefert im Zweikampf mit Leverkusens Arthur (Photo by Pau Barrena/Getty Images)
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Leverkusens Kapitän Robert Andrich konnte sein Glück kaum fassen. In überschwänglicher Freude packte er seinen Teamkollegen Edmond Tapsoba und klopfte ihm anerkennend auf die Brust. Innenverteidiger Tapsoba hatte soeben den Sieg seiner Mannschaft über die Zeit gerettet. In der letzten Minute der Nachspielzeit versuchten es die Geißböcke mit einer kurzen Eckenvariante. Flankenspezialist Alessio Castro-Montes schlenzte den Ball servierfertig auf Jakub Kaminski, dem es gelang, den Ball auf das Tor zu lenken. Keeper Janis Blaswich war schon geschlagen – und doch sollte dies nicht der Ausgleich sein. Denn besagter Tapsoba bewahrte die Gäste mit einem Reflex auf der Linie vor dem späten Gegentreffer und bescherte ihnen damit den Sieg im Nachbarschaftsduell: „Natürlich kann ich als Mannschaft noch besser spielen. Aber heute ist mir das scheißegal, ich freue mich über den Derbysieg“, fasste Bayer-Kapitän Andrich nach Abpfiff ausdrucksstark zusammen.
Anhand zweier Statistiken lässt sich der Spielverlauf analysieren. Der FC wies einen xG-Wert von 2,61 auf, Bayer kam dagegen auf 2,02, wobei für die Gäste zu berücksichtigen ist, dass der Elfmeter diesen Wert wesentlich in die Höhe getrieben hat. Insgesamt produzierten die Geißböcke 24 Schüsse, davon gingen neun auf das Tor der Gäste. Das gelang der Elf von Trainer Kasper Hjulmand indessen nur drei Mal. Im Anschluss an das Spiel kam der Däne darüber ins Schmunzeln: „Fußball ist ein bisschen verrückt manchmal. Letzte Woche hatten wir 36 Torschüsse, ein gutes Spiel gemacht (bei Leverkusens Niederlage gegen Augsburg, Anm. d. Red.) und am Ende verloren. Heute haben wir ein wenig Glück gehabt und einen guten Torwart“.
Unglücksrabe Eric Martel, der aufgrund einer Fehleinschätzung von Schiedsrichter Robert Hartmann für einen regelkonform abgefälschten Ball mit einem Handelfmeter bestraft wurde, kritisierte derweil den Chancenwucher seiner Mannschaft: „Wenn wir uns den gesamten Spielverlauf anschauen, glaube ich, dass wir heute etwas liegen gelassen haben. Wir hatten so viele Chancen. Das können wir uns echt vorwerfen”. Der Mittelfeldspieler konnte der schmerzhaften Niederlage dennoch etwas abgewinnen: “Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es eine Qualität ist, die uns auszeichnet, dass wir immer weitergemacht haben. Vor dem 2:0 hatten wir auch eine dicke Chance zum 1:1, kassierten dann den Konter, haben aber trotzdem weitergemacht. Es gibt manchmal solche Tage, da will der Ball einfach nicht so oft rein.“
Sicher ist, dass die Geißböcke im Duell gegen Leverkusen nicht an ihrer Leistung gescheitert sind. Im Vergleich zum Auftritt in Hamburg am vergangenen Wochenende gab es weder Probleme beim Umschaltspiel, noch bei ruhenden Bällen in der Verteidigung. Dafür erwischte Said El Mala einen Tag, den er schnellstmöglich vergessen möchte. Doch schon am nächsten Samstag in der Auswärtspartie gegen Union Berlin kann der Teenager alle Enttäuschungen des gestrigen Spieltags vergessen machen. Darüber ist sich auch Eric Martel sicher: „Wenn du dann null Punkte hast, dann fühlt sich das immer doof an. Nichtsdestotrotz können wir viel aus dem Spiel mitnehmen. Ich glaube, es geht auch immer ein bisschen um die Art und Weise, wie wir das Spiel gestalten, und die fand ich echt gut. Wir haben es jetzt selber in der Hand mit Union und Heidenheim, das sind unsere nächsten beiden Gegner, und ja, da schauen wir, dass wir die Punkte holen“.
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