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·21 de abril de 2026
„Einfach zu viel“: Erneute Gräfe-Kritik am VAR

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Einmal mehr stand der Videobeweis am vergangenen Wochenende in der Bundesliga im Vordergrund. Für Ex-Schiri Manuel Gräfe wird der Einsatz des VAR zunehmend zum Problem.
Schon am Freitagabend kam der Videobeweis im Spiel des FC St. Pauli gegen den 1. FC Köln zum Einsatz – zugunsten des Effzeh, der nach einem zunächst nicht gepfiffenen Foul doch noch den Elfmeter zugesprochen bekam. Die Szene am Millerntor war jedoch nicht die einzige, die mittels des VAR überprüft und umentschieden wurde.
Die Häufigkeit des VAR-Einschaltens spiegelt die aktuelle Schiedsrichter-Situation in der Bundesliga wieder, wie Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe gegenüber der BILD-Zeitung bedauert: „Dieses Wochenende, Freitag und Samstagnachmittag, steht für vieles momentan in der Schiedsrichterei in der Bundesliga exemplarisch. Junge Schiedsrichter sind noch nicht so weit und in Gänze bei fünf Spielen, also eins am Freitag und vier am Samstagnachmittag, brauchte man in vier Spielen Videobeweise um relevante Entscheidungen zu korrigieren. Das ist einfach zu viel des Guten, das muss man einfach sagen.“
Der 52-Jährige, der knapp 17 Jahre bis 2021 Partien in der ersten Bundesliga in Deutschland leitete, zog auch einen zu seiner aktiven Zeit als Schiedsrichter: „ Unser Ex-Chef hat früher mal gesagt, wenn ein Spiel einen Fehler hat, ist es akzeptiert von der Öffentlichkeit. Bei zwei wird es ein bisschen ungemütlich, ab drei haben wir ein Schiedsrichter-Thema. Und vier Spiele von fünf, das ist einfach zu viel.“
Denn auch etwa beim Nordderby kam der VAR zum Einsatz, musste sich gleich zweimal wegen potenzieller roter Karten einschalten. Beide Male wurde die Entscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz revidiert. Die Folge war eine Rote Karte für Otelo, nachdem der zunächst lediglich Gelb gesehen hatte – und zudem die Rücknahme der Roten Karte für Bakery Jatta wenig später, der dann nur den gelben Karton gezeigt bekam.

Foto: IMAGO
Für Gräfe ist die Anzahl der VAR-Entscheidungen einfach zu viel geworden. „Wie man an diesem Wochenende wieder gesehen hat: Die fußballspezifische Qualität auf dem Platz und auch der VAR ist halt nicht hoch genug“, stellt er fest. „Es gibt zu viele Unterschiede von gleichen oder ähnlichen Situationen, und es muss weiter konsequent an einer einheitlichen Auslegung gearbeitet werden und vor allem an einer einheitlichen VAR-Linie.“









































