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·13 de mayo de 2026
Entscheidungen um Europa und direkter Abstiegskrimi: Vorschau auf den 34. Bundesligaspieltag

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·13 de mayo de 2026

Der letzte Spieltag in der Fußballbundesliga-Saison 2025/2026 steht bevor und in sieben von neun Spielen werden noch wichtige Szenarien entschieden. In Kämpfen um Platz vier und Platz sieben geht es für die jeweils drei beteiligten Mannschaften um die Qualifikation für die UEFA Champions League beziehungsweise die UEFA Conference League. Gleichzeitig könnte im Abstiegskampf von Platz 16 bis Platz 18 jede Mannschaft die Saison in der Relegation und somit der Chance auf den Klassenerhalt beenden.
Es gibt nur drei Mannschaften, deren Tabellenplätze unabhängig vom Ergebnis am 34. Spieltag in Stein gemeißelt sind. Dabei handelt es sich um die Top 3. Der FC Bayern München ist bereits seit dem 30. Spieltag sicher deutscher Meister, Borussia Dortmund kann die Vizemeisterschaft nach ihrem Sieg gegen Eintracht Frankfurt am letzten Spieltag nicht mehr genommen werden und Verfolger RB Leipzig sicherte sich durch den Erfolg gegen den FC St. Pauli sowohl Platz drei als auch die Teilnahme an der UEFA Champions League.
Aus der Ausgangslage ergeben sich zwei Partien, in denen um nichts allzu Bedeutendes mehr gespielt wird. Der FC Bayern empfängt den 1. FC Köln. Für die Münchener geht es wie bereits festgestellt um nichts mehr. Den Torrekord aus der Saison 1971/1972 von 101 Toren haben sie mit 117 Treffern bereits pulverisiert und könnten ihn lediglich weiter ausbauen. Bei einem Sieg würden sie mit 89 Punkten in einer Saison historisch auf Platz vier liegen, knapp hinter der ungeschlagenen Meisterschaftssaison von Bayer 04 Leverkusen in der Spielzeit 2023/24. Köln hingegen steht auf Platz 14 und könnte bei einem Sieg eine Platzierung gutmachen, sollte Borussia Mönchengladbach gegen die TSG 1899 Hoffenheim verlieren. Bei einer Niederlage könnte Köln noch auf Rang 15 und damit hinter den SV Werder Bremen abrutschen.
Die besagten Bremer treffen auf Vizemeister Borussia Dortmund. Ebenso wie die Kölner sind die Hansestädter nicht mehr abstiegsgefährdet und haben nach unten nichts mehr zu verlieren. Bei einem Sieg könnten sie Köln kassieren. Sollten sie hoch gewinnen und Gladbach gleichzeitig hoch verlieren, wäre noch der 13. Platz für die Kölner drin. Aktuell trennt die beiden Mannschaften drei Punkte und ein Torverhältnis von 6 Treffern. Die Geißböcke hätten sicherlich Freude daran den Rheinrivalen zu übertrumpfen. Für Borussia Dortmund geht es um die oft zitierte goldene Ananas. Das Ergebnis hat keinerlei Auswirkung auf die Platzierung, lediglich die Stimmung, mit der Neu-Sportvorstand Nils-Ole Book, Trainer Niko Kovač und die Fans in die Sommerpause gehen, könnte noch beeinflusst werden.
Mit 14 Punkten Abstand klafft eine immense Lücke zwischen dem aktuell sechstplatzierten Bayer 04 Leverkusen und dem siebtplatzierten SC Freiburg. Platz sieben bedeutet durch die bereits sichere europäische Qualifikation der DFB-Pokal-Finalisten VfB Stuttgart und FC Bayern München den Einzug in die UEFA Conference League. In den Kampf um den siebten Platz sind drei Mannschaften involviert, der SC Freiburg, Eintracht Frankfurt und der FC Augsburg. Mit 44 Punkten hält Freiburg die Poleposition, Frankfurt und Augsburg stehen beide bei 43 Zählern.
Augsburg hat mit –12 zwar das schlechteste Torverhältnis, mit Union Berlin jedoch den vermeintlich leichtesten Gegner. Freiburg empfängt zuhause den Tabellendritten RB Leipzig, für den es bekanntlich um nichts mehr geht, und Frankfurt den aktuell Tabellenvierten VfB Stuttgart, für den es noch um den Einzug in die Champions League geht. Die Freiburger halten dabei das Finale der Europa League als Trumpf in der Hand, für sie ist noch die Teilnahme an der Champions League möglich. Sollte Freiburg Siebter werden und die Europa League gewinnen, würde Platz acht in die Conference League einziehen. Der Kampf um Europa könnte sich also noch bis zum Finale am 20. Mai ziehen. Dort trifft Freiburg auf den englischen Vertreter Aston Villa.
Es steht bereits fest, dass Bayer 04 Leverkusen, die TSG 1899 Hoffenheim und der VfB Stuttgart die Plätze vier bis sechs belegen werden. In welcher Reihenfolge ist jedoch völlig offen. In der eigenen Hand hat es der VfB Stuttgart, der mit 61 Punkten und aufgrund einer um fünf Zähler besseren Tordifferenz als die punktgleichen Hoffenheimer auf Platz vier steht. Damit würden die Schwaben in die Champions League einziehen. Leverkusen liegt mit 58 Punkten dahinter. Während es für Eintracht Frankfurt, den Gegner der Stuttgarter, noch um den Einzug ins europäische Geschäft geht, kann Borussia Mönchengladbach im Aufeinandertreffen mit den Kraichgauern lediglich die Tabellensituation verbessern. Sie stehen auf Platz 13 und haben sowohl die Chance, noch auf Rang 10 zu springen als auch auf Platz 15 abzurutschen. Ähnlich geht es dem Gegner von Bayer 04 Leverkusen, dem Hamburger SV. Die Hamburger stehen auf Platz 11 und könnten nur noch den FSV Mainz 05 überholen, selbst allerdings von Union Berlin und Gladbach kassiert werden.
Leverkusen hat wohl die schwerste Ausgangslage. Sie müssen auf Niederlagen von Hoffenheim und Stuttgart hoffen und selbst gegen den HSV gewinnen. Die Hamburger sind jedoch mit zwei Siegen im Rücken der wohl formstärkste Gegner. Gleichzeitig kann Stuttgart wohl am meisten Gegenwehr erwarten, da Frankfurt im Gegensatz zum HSV und Gladbach noch um einen millionenschweren Einzug in die Conference League spielt. Die beste Ausgangslage könnte daher sogar Hoffenheim haben. Das Team von Christian Ilzer würde bei einer Qualifikation das erste Mal seit der Saison 2017/2018 an der Champions League teilnehmen und damit die unerwartet furiose Saison krönen, nachdem sie in der letzten Spielzeit noch gegen den Abstieg kämpften.
Apropos Abstiegskampf. Dieser ist besonders spannend und das, obwohl Werder Bremen auf Platz 15 bereits gerettet ist. Der VfL Wolfsburg (Platz 16), der 1. FC Heidenheim (Platz 17) und der FC St. Pauli (Platz 18) sind alle punktgleich. Auch im Torverhältnis trennen die Mannschaften nicht viel: Heidenheim und St. Pauli stehen beide bei –29, Wolfsburg bei –26. Die totgeglaubten Heidenheimer haben eine unglaubliche Aufholjagd hinter sich und konnten durch Siege gegen Köln, St. Pauli und Union Berlin zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen ergattern. Außerdem wurde ihnen nur durch ein Last Minute Tor ein Sieg gegen den Meister aus München verwehrt. Wolfsburg konnte sich unter Trainer Dieter Hecking ebenfalls fangen und holte fünf Punkte aus fünf Spielen. Die Wölfe verloren im letzten Spiel außerdem nur knapp gegen den FC Bayern München und hatten dabei durchaus die Chance auf einen Sieg. Die Kiezkicker hingegen stehen mit dem Rücken zur Wand und holten nur einen Punkt aus den letzten fünf Spielen, wodurch sie vom Relegationsrang auf den letzten Platz abgerutscht sind.
Der FC St. Pauli und der VfL Wolfsburg treffen am letzten Spieltag aufeinander, eine Begegnung, von der insbesondere der 1. FC Heidenheim profitieren könnte. Das Spiel findet in Hamburg statt und St. Pauli muss gewinnen, um noch eine Chance auf die Relegation zu haben. Sollten Heidenheim und Pauli gewinnen, müssten die Hamburger mit einem Tor höher gewinnen, da bei gleichen Punkten und identischem Torverhältnis das Team mit mehr erzielten Toren bevorzugt wird. Mit 28 Treffern stellt St. Pauli die mit Abstand schlechteste Offensive der Liga. Bremen stellt mit 37 und damit fast zehn Toren mehr die zweitschlechteste. Sollte Wolfsburg den Kiez-Club schlagen und Heidenheim nicht mit mehr als drei Toren Abstand gegen den 1. FSV Mainz 05 gewinnen, dann sind die Wölfe gerettet. Sollte Heidenheim nicht gewinnen reicht ihnen auch ein Unentschieden. Damit haben sie wohl auch die beste Ausgangslage. Heidenheim hingegen muss möglichst hoch gegen die Mainzer, für die es nur um die Sicherung von Platz zehn geht, gewinnen und im Parallelspiel bestenfalls auf ein Unentschieden oder einen knappen Sieg von St. Pauli hoffen. Gerade das direkte Aufeinandertreffen ist besonders brisant, da eine der beiden Mannschaften garantiert den Weg in die Zweitklassigkeit antreten muss, ein echter Abstiegskrimi am letzten Spieltag.
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