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·9 de enero de 2026

Erneuter Final-Clásico: Für Barça spricht mehr als für Real

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Real trifft am Sonntag (20 Uhr) auf ein formstarkes Barcelona – Foto: Angel Martinez/Yasser Bakhsh/Getty Images

Alonso ändert Herangehensweise

„Wir haben das LaLiga-Hinspiel nicht vergessen.“ Auf der Pressekonferenz nach dem 2:1-Erfolg im Supercopa-Halbfinale über Atlético Madrid machte Xabi Alonso keinen Hehl daraus, dass die herbe 2:5-Pleite im September durchaus ihre Spuren hinterlassen hat – und dementsprechend natürlich Einfluss auf den Matchplan für die Partie in Saudi-Arabien hatte. So drehten die Königlichen ausnahmsweise einmal den Spieß um und überließen den „Rojiblancos“ zu großen Teilen den Ball und zogen sich zurück, um über das Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. So beraubte man den Stadtrivalen, der seinerseits hauptsächlich durch sein überfallartiges Umschaltspiel so gefährlich ist, einerseits seiner eigenen Stärke, und schaffte sich andererseits so selbst Räume, um immer wieder die eigene Geschwindigkeit in der Offensive auszuspielen. Selbstredend spielte hierbei der frühe Führungstreffer durch Fede Valverde nach 76 Sekunden dem Ganzen erheblich in die Karten, doch es war durchaus zu erkennen, dass Alonso aus dem ersten Ligaspiel seine Lehren gezogen hatte und dementsprechend eine andere Herangehensweise wählte – auch personell und taktisch.


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Mit Eduardo Camavinga und Aurelién Tchouaméni lief erneut eine sehr physische Doppelsechs auf, während für Arda Güler abermals nur ein Platz auf der Bank blieb. Von der Formation agierten die Blancos diesmal eher aus einem 4-2-3-1 statt dem zuletzt praktizierten 4-4-2, wobei Jude Bellingham sich auf der Zehnerposition hinter Gonzalo García einreihte und so näher am Strafraum agierte und das Zentrum verstärken sollte. Dass man aber trotz dieser Anpassungen und der zwischenzeitlich vermeintlich komfortablen 2:0-Führung auch Phasen großen Drucks ausgesetzt war und hier und da das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite wusste, ist auch dem Cheftrainer der Blancos bewusst: „Es ging nicht darum, lediglich zu verteidigen, sondern darum, das Spiel zu gewinnen. Es war ein hart umkämpftes Spiel und die Mannschaft hat sich gut geschlagen und Kampfgeist sowie Entschlossenheit bewiesen. Am Ende, beim Stand von 2:1, konnte das Team den Sieg festhalten. Selbst beim Stand von 2:0 mussten wir Dinge anpassen und so kämpft man um den Titel. Wir wissen, wie man sich behauptet und werden Zeit haben, das heutige Spiel zu analysieren. Nun stehen wir im Finale und freuen uns sehr auf das Spiel am Sonntag.“

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Barça formstark: Spielfreude, Leichtigkeit, Intensität

Mit Blick auf ebenjenes Finale am Sonntag machte Alonso ebenfalls klar, dass sich die Vorzeichen im Vergleich zum 2:1-Erfolg im Oktober grundlegend geändert haben: „Es wird anders sein, als das Spiel in LaLiga. Während beim Clásico im Ligabetrieb die Königlichen noch als Tabellenführer anreisten und dank eines guten Auftritts diesen sogar entsprechend ausbauen konnten, sind die Katalanen mittlerweile bekanntlich vorbeigezogen und weisen aktuell sogar vier Punkte Vorsprung auf. Auch in Hinblick auf die Personalsituation sind die Vorzeichen diesmal komplett andere: Während Barcelona vor drei Monaten noch mit enormen Personalproblemen zu kämpfen hatte, sind es aktuell die Blancos, die personell erheblich am Stock gehen und einige prominente Ausfälle zu verzeichnen haben (unter anderem Kylian Mbappé, der zwar nachreist aber unsicher bleibt, dazu Trent Alexander-Arnold und Éder Militão) respektive wie im Falle von Antonio Rüdiger, der jüngst erst von einer langwierigeren Verletzung zurückkehrte, noch nicht über die volle Matchfitness verfügt und sich aktuell im Sinne des Teams eher durchschleppt.

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Und genau jene angespannte Personalsituation könnte gegen das formstarke Barça zum Knackpunkt werden: Während das Team von Hansi Flick aktuell durch enorme Spielfreude sowie eine gewisse Leichtigkeit besticht und dabei eine beeindruckende Intensität an den Tag legt, gibt der körperliche Zustand der Blancos ein wenig Rätsel auf. Zwar stimmten zuletzt Einsatz, Bereitschaft und auch die in manchen Phasen der Saison fehlende Intensität, doch gelang es Valverde und Co. selten, diese konstant über 90 Minuten aufrecht zu erhalten. Auch gegen Atlético quälten sich einige Spieler in der Schlussphase merklich, der Kräfteschwund wurde minütlich deutlich sichtbarer: Defensive Laufwege wurden nicht mehr aufgenommen, mit Ball wurden die Entscheidungen immer schlechter und eine mögliche Vorentscheidung so vertagt. Auch aus diesem Grund wechselte Alonso in der Schlussphase teils positionsfremd – am Ende standen kein Innenverteidiger, aber drei Linksverteidiger auf dem Platz –, sorgte auf diese Weise für eine kurzzeitige Rückgewinnung der Spielkontrolle, die hinten heraus aber dennoch wieder verloren ging. Ob man so gegen das momentan so leichtfüßig und befreit aufspielende Barcelona wirklich konkurrieren kann?

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Findet Alonso eine Antwort?

Zumal sich gegen Atlético zu den defensiven Unzulänglichkeiten mit zunehmender Spieldauer auch erhebliche Probleme im Spielaufbau offenbarten: Die Doppelsechs mit Tchouaméni und Camavinga sorgte zwar für die nötige Physis gegen den Ball, wenn es jedoch darum ging, Lösungen gegen Atléticos Anlaufen zu finden, musste man sich oftmals dem ungezielten langen Ball bedienen, der folglich in einem Ballverlust resultierte. Gegen Barcelonas extrem hohe Kette werden sich zwar voraussichtlich mehr Räume und folglich auch mehr Umschaltsituationen ergeben, auf der anderen Seite wird man vor allem defensiv noch mehr gefordert sein als gegen das teils statische und auf Flanken spezialisierte Atlético.

Zwar lässt sich gegen die „Rojiblancos“ vor allem die defensive Bereitschaft und auch überwiegend gute Strafraumverteidigung sogar besonders hervorheben, doch gegen Flicks Barcelona, das einen Tag mehr Vorbereitung und Pause hat, bedarf es erfahrungsgemäß einer 90-minütigen tadellosen Defensivleistung – und in dieser Hinsicht besteht bei den Blancos aktuell vor allem körperlich ein großes Fragezeichen, zumal es in Dschidda wieder um die 27 Grad sein dürften. Ob Alonso hierfür in den kommenden zwei Tagen – also quasi nur einer echten Trainingseinheit mit den Startern – eine (taktische) Lösung findet? Bekanntlich schreiben ja vor allem Clásicos oftmals ihre eigenen Geschichten – auch wenn die Vorzeichen diesmal klar für die Katalanen sprechen.

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