Anfield Index
·10 de mayo de 2026
Ex-Liverpool-Verteidiger kritisiert Konaté nach Chelsea-Remis

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·10 de mayo de 2026

Es gab einen aufschlussreichen Moment während Liverpools frustrierendem Unentschieden gegen Chelsea FC, der mehr aussagte als es das Ergebnis jemals könnte. Während die Gäste selbstbewusst durchs Mittelfeld kombinierten und lange Phasen an der Anfield Road kontrollierten, wirkte die defensive Abstimmung zwischen Ibrahima Konaté und Virgil van Dijk zunehmend angespannt.
Liverpool begann unter Arne Slot durchaus vielversprechend, wobei Ryan Gravenberch den Gastgebern früh den Vorteil verschaffte. Doch der Rhythmus ging schnell verloren. Chelsea verdichtete das Zentrum, monopolisierte den Ballbesitz und drängte Liverpool immer weiter in Richtung des eigenen Strafraums zurück.
Der frühere Liverpool-Verteidiger Stephen Warnock hielt sich in seiner Analyse bei BBC Radio 5 Live nicht zurück und lieferte eine schonungslose Einschätzung von Konatés Auftritt neben van Dijk.
„Es gibt keinen Druck auf den Ball, keine Intensität, sie wirken im System verloren, wenn Chelsea nach vorne kommt. Chelsea hat den Ball dominiert.
„Die Chelsea-Spieler haben an der Anfield Road im Moment freie Bahn. Liverpools Linie ist wirklich sehr tief.
„Konaté lässt sich ständig fallen; er hat panische Angst vor Bällen in seinem Rücken. Er und van Dijk diskutieren ständig darüber, wie mutig sie die Linie halten sollen, und Konaté ist nicht stark genug, um das umzusetzen.“
Diese Aussagen wurden schnell zu einem der großen Gesprächsthemen der Partie und unterstrichen, wie unwohl sich Liverpool jedes Mal fühlte, wenn Chelsea mit Tempo angriff.

Foto von IMAGO
Konaté hatte in dieser Saison Phasen, in denen er herausragend spielte, besonders dann, wenn Liverpool gegen den Ball aggressiv war und den Raum weit vorne auf dem Platz eng machen konnte. Gegen Chelsea wirkte der französische Verteidiger jedoch unsicher.
Jede Abwehrpartnerschaft lebt vom Vertrauen in Stellungsspiel und Timing. Van Dijk hat sich seinen Ruf dadurch erarbeitet, eine aggressive Linie zu kommandieren, Gefahren früh zu erkennen und das Spielfeld eng zu machen. Konaté hingegen schien jedes Mal zögerlich, wenn Chelsea mit Bällen hinter die Kette drohte.
Dieses Zögern hatte Folgen. Liverpools Abwehrreihe wurde vom Rest der Mannschaft auseinandergezogen, sodass Chelsea den Ballbesitz im Mittelfeld frei diktieren konnte. Die Gäste erspielten sich keine Flut an klaren Chancen, kontrollierten jedoch Raum und Tempo auf eine Art, die man an der Anfield Road nur selten sieht.
Slot räumte das Problem hinterher ein. Der Liverpool-Trainer bestand darauf, dass sich seine Mannschaft nicht absichtlich zurückgezogen habe.
„Natürlich ist es nicht unsere Idee, uns zurückfallen zu lassen“, erklärte Slot. „Wir wollten weitermachen, aber wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die sich am Ball immer wohler gefühlt hat.
„Sie hatten keine Flügelspieler zur Verfügung, also hatten sie viele Mittelfeldspieler auf dem Platz. Dadurch haben sie das Mittelfeld kontrolliert und immer mehr und mehr durch uns hindurch kombiniert, was zwar nicht zu vielen Chancen führte, aber sie waren ganz klar die dominante Mannschaft in diesem Spiel.“
Seine Einschätzung passte zu dem, was auf dem Platz zu sehen war. Chelseas Überladungen in den zentralen Räumen legten die fehlende Abstimmung zwischen Liverpools Pressing und Abwehrlinie immer wieder offen.
Falls van Dijk frustriert war, war das nachvollziehbar. Liverpools Kapitän organisiert seit Jahren eine der effektivsten Defensivreihen Europas und konnte deutlich spüren, wie sich Unsicherheit in die Struktur einschlich.
Die Kommunikation zwischen Innenverteidigern ist während eines Spiels konstant, besonders gegen technisch starke Gegner wie Chelsea. Dennoch wirkten die Wortwechsel zwischen van Dijk und Konaté mit zunehmender Spieldauer immer lebhafter.
Wenig falsch machte Liverpool bei der reinen Verteidigung des Strafraums. In vielerlei Hinsicht klärten Konaté und van Dijk Flanken und zweite Bälle ordentlich. Das Problem war eher strategischer als rein defensiver Natur.
Chelsea diktierte, wo das Spiel stattfand.
Über weite Strecken konnte Liverpool keinen Druck aufrechterhalten, gewann zweite Bälle weit vorne nicht und hatte Probleme, Chelsea hinten festzunageln. Als Slot die Formation nach der Halbzeit anpasste, hatten sich die Gäste bereits Selbstvertrauen und Kontrolle erarbeitet.
Van Dijks Forderungen entspringen seiner Erfahrung. Er weiß, dass Liverpool dann am besten ist, wenn die Abwehrlinie mutig, kompakt und aggressiv agiert. Jedes Zögern eines einzelnen Verteidigers wirkt sich auf die gesamte Struktur aus.
Liverpool ist im Rennen um einen Platz in der Champions League weiter voll dabei, doch diese Leistung war eine Warnung vor den wichtigen Spielen gegen Aston Villa FC und Brentford.
Chelsea legte Schwachstellen offen, die stärkere europäische Teams nur zu gern ausnutzen würden. Der Druck im Mittelfeld war inkonsequent, die Abstände in der Defensive wurden zu groß, und Konatés Unsicherheit erlaubte es Chelsea, das Tempo der Partie zu bestimmen.
Das schmälert Konatés Qualität nicht plötzlich. Er bleibt einer der körperlich dominantesten Verteidiger Liverpools und eine wichtige Figur für die Zukunft. Doch Spiele wie dieses zeigen, wie anspruchsvoll Liverpools Defensivsystem sein kann, besonders dann, wenn das Pressing vor der Viererkette an Intensität verliert.
Van Dijks Frustration spiegelte eher die Ansprüche als Panik wider. Liverpool hat seine Identität auf defensivem Mut und kollektiver Aggressivität aufgebaut. Gegen Chelsea fehlte beides über weite Teile des Nachmittags.
Für Slot besteht die Herausforderung nun darin, diese Geschlossenheit schnell wiederherzustellen, bevor die letzten Wochen der Saison unnötig nervenaufreibend werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.
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