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·17 de mayo de 2026

F95 steigt nach 17 Jahren in die 3. Liga ab – Fürth in der Relegation

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Ein Aufbäumen am vorletzten Spieltag hat nicht mehr gereicht: Fortuna Düsseldorf steht nach einer 0:3-Niederlage in Fürth als zweiter Absteiger in die 3. Liga fest und wird in der kommenden Saison nach 17 Jahren wieder in der Drittklassigkeit zu Hause sein. Ein großer Schock für die Rheinländer, deren Trainer Alexander Ende sogar gleich "doppelt" absteigt. Die Relegation gegen Rot-Weiss Essen wird indes die SpVgg Greuther Fürth bestreiten. 

Niederlage im Abstiegs-Endspiel in Fürth

An den Fans von Fortuna Düsseldorf hat es ganz sicher nicht gelegen. Sie unterstützten ihren Lieblingsverein bereits am vorletzten Spieltag aus vollem Herzen und pushten ihn nach einem großen Fanmarsch in Richtung Stadion von den Rängen zu einem überraschenden 3:1-Erfolg gegen die SV Elversberg, wonach die 95er am 34. Spieltag eigentlich alle Trümpfe in der eigenen Hand hielten. Im Abstiegs-Endspiel in Fürth sollten den Düsseldorfern – wieder begleitet von zahlreichen Anhängern – aber die Nerven versagen, und so ist der Gang in die 3. Liga nach einer 0:3-Niederlage beschlossene Sache. Ein großer Schock für die Fortuna, die letztmals vor 17 Jahren drittklassig war.


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"Es geht diese Woche Vollgas in Richtung Fürth, um in diesem Spiel alles reinzulegen", hatte Düsseldorfs Trainer Alexander Ende in der Vorbereitung auf den Abstiegskrimi noch angekündigt, nun mit seinem Team aber den Kürzeren gezogen. Für den 46-Jährigen alles andere als eine schöne Situation, stand er doch bis vor wenigen Wochen noch beim Tabellenletzten und Mitabsteiger Preußen Münster in der Verantwortung und muss sich somit gleich zwei Abstiege auf die Fahnen schreiben lassen. Obwohl Ende bei der Fortuna letztlich nicht mehr viel ausrichten konnte, war er nach Daniel Thioune und Markus Anfang doch nur Trainer Nummer drei in dieser Saison und nahm lediglich für fünf Spiele auf der Bank Platz.

Probleme begannen bereits im Sommer

Viel mehr wurden die Fehler, die letztlich zum sportlichen Untergang führten, bereits im vergangenen Sommer gemacht. Die Abgänge mehrerer tragender Säulen wie André Hoffmann, Marcel Sobottka, Jamil Siebert oder Isak Johannesson wussten der bereits abgetretene Sportvorstand Klaus Allofs sowie Sportdirektor Christian Weber nicht zu kompensieren, was Erstgenannter im April sogar öffentlich zugabe: "Ich habe von der sportlichen Seite natürlich meinen Anteil daran. Wir haben einen ganz schlechten Transfersommer gehabt", so Allofs. Nun fehlte es also an Qualität im Kader, was sich insbesondere in der Offensive zeigt.

Mit nur 33 Treffern stellen die Rheinländer den mit Abstand ungefährlichsten Angriff der Liga, blieben in ganzen zwölf Begegnungen sogar gänzlich ohne Torerfolg. Und das, obwohl mit Cedric Itten (15 Treffer) noch einer der treffsichersten Stürmer der abgelaufenen Saison das Trikot der Fortuna trug. Dahinter wusste aber beinahe Niemand zu überzeugen, zudem fand die Truppe nur selten zu einer echten Einheit zusammen und wird auch in der kommenden Spielzeit keine Möglichkeit dazu haben. Denn: Ein großer Teil des Kaders besitzt gar keinen für die 3. Liga gültigen Vertrag und wird dem Verein nun vermutlich den Rücken zukehren (müssen) – laut Informationen der "Bild" trifft das auf ganze 28 Akteure zu.

3. Liga statt Bundesliga

Ein echter Niedergang des großen Klubs, der sich doch eigentlich zu Höherem berufen fühlte, seit 2012 auch drei Spielzeiten in der Bundesliga verbrachte und dort zeitnah eigentlich wieder hinwollte. Mit den Platzierungen vier, drei (verlorene Relegation gegen den VfL Bochum) und sechs klopfte man zuletzt auch regelmäßig wieder oben an und ist entsprechend umso erschrockener vom Ausgang der abgelaufenen Saison, die bereits mit einem 1:5 am ersten Spieltag bei Aufsteiger Arminia Bielefeld schon nicht gut begann und in der Folge auch nicht wirklich besser werden sollte.

Nun beginnen entsprechend die großen Aufräumarbeiten für die Düsseldorfer um den im Winter geholten Sportvorstand Sven Mislintat, der schnellstmöglich einen schlagkräftigen Kader für die 3. Liga wird zusammenstellen müssen. Ebenso ist noch nicht geklärt, ob Alexander Ende als Trainer bleiben wird. In Düsseldorf dürften sie nach dem Abstieg mit Blick auf die Vergangenheit zudem gewarnt sein, die neue Liga nicht ernst zu nehmen. Nach dem letztmaligen Gang in die Drittklassigkeit 1999 folgte nur drei Jahre später gar der Abstieg in die damals viertklassige Oberliga.

Fürth in der Relegation

Weiterhin eine Chance auf den Klassenerhalt hat dagegen die SpVgg Greuther Fürth, das die Saison als Drittletzter beendet hat und damit die Relegation gegen Rot-Weiss Essen bestreitet. Das Hinspiel findet am Freitag, den 22. Mai im Stadion an der Hafenstraße statt, das Rückspiel am Dienstag, den 26. Mai im Sportpark Ronhof. Anstoß ist jeweils um 20:30 Uhr, Sky und Sat1 übertragen live.

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