Miasanrot
·6 de abril de 2026
FC Bayern: Bestia Negra? Real Madrid ist längst ein Angstgegner

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·6 de abril de 2026

Der FC Bayern München trifft im Viertelfinale der Champions League auf Real Madrid. War der FCB einst ein Angstgegner für die Königlichen, ist es jetzt eher andersherum.
Wenn am 15. April das Rückspiel zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid in der Allianz Arena angepfiffen wird, ist dies der Auftakt für die 30. Begegnung der beiden internationalen Schwergewichte.
In bisher 28 Duellen auf der größten Bühne Europas ist die Bilanz aus Sicht der Münchner mit elf Siegen, bei vier Unentschieden und dreizehn Niederlagen fast ausgeglichen. Doch der Schein trügt.
Für Real Madrid waren die Bayern einst ein Angstgegner. Die „Bestia Negra“. Mittlerweile aber hat sich das Blatt gewendet. Ein Blick auf die Geschichte dieses prestigeträchtigen Duells.
Erstmals im Blog aufgegriffen wurde die Geschichte dieses Aufeinandertreffens vor den Partien in der Saison 2016/17. Die besondere Beziehung der beiden Vereine geht dabei auf zwei Freundschaftsspiele in den 1980er Jahren zurück, als sich eine echte Feindschaft zwischen den Königlichen und den Münchnern entwickelte.
Nach einer demütigenden 1:9-Niederlage im Sommer 1980 in München, revanchierten sich die Spanier ein Jahr später beim Einladungsturnier „Trofeo Santiago Bernabéu“ mit harten Bandagen. Die erhitzten Gemüter wollten selbst beim späteren Spiel um Platz 3 nicht abklingen, als Manager Uli Hoeneß die Partie abbrechen ließ.
Es dauerte zwar fünf Jahre, bis sich beide Mannschaften in einem „echten“ Spiel gegenüber standen, doch die Erinnerungen an die beiden Spiele waren noch in den Köpfen aller Beteiligten fest eingebrannt. Im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister 1986/87 konnten die Bayern das Heimspiel mit 4:1 gewinnen.
Im Spiel kam es zu aus heutiger Sicht unvorstellbaren Szenen. Der Madrilene Juanito foulte Lothar Matthäus an der Mittellinie schwerst und wird für fünf Jahre in allen Wettbewerben gesperrt. Später wurde Klaus Augenthaler per Brusttritt gefällt, woraufhin der Bayer die Gäste mit einer Stierhörner-Geste provoziert.
Das Rückspiel sollten die Münchner nach Eigentor von und Platzverweis gegen Augenthaler zwar mit 0:1 verlieren, doch der Einzug ins Finale gegen Porto war gerettet.
Erst rund um die Jahrtausendwende sollten die beiden Mannschaften wieder aufeinander treffen. In diesen Jahren erstand der berüchtigte Mythos der „Bestia Negra“. Dieser Begriff beinhaltet weniger Wertschätzung, sondern eher die Ambivalenz zwischen Abneigung und Bewunderung für die Leistung der vermeintlich schwächeren Deutschen.
Sinnbildlich für diesen Mythos steht Oliver Kahn, der in der Saison 2000/01 die Sturmreihe der Königlichen rund um Raúl, Figo und Guti zum Verzweifeln brachte. Die Münchner, ihrerseits mit Kämpfern wie Effenberg und Jeremies, schafften es, im Halbfinale beide Spiele zu gewinnen. Der klare Favorit, der die Münchner im Vorjahr noch geschlagen hatte, war ausgeschieden.
Ein Aufblühen dieses Mythos gab es 2007, als die beiden Vereine im Achtelfinale aufeinandertrafen. Das Münchner Team hatte einiges seines Glanz vergangener Tage verloren, was aber auch für das in der Champions League kriselnde Madrid galt. Die Bayern schafften es aber dennoch, in zwei Spielen über sich hinaus zu wachsen. Zunächst gelang Mark van Bommel im Bernabéu in der 88. Minute der 2:3-Anschlusstreffer, bevor im Rückspiel Roy Makaay nach zehn Sekunden den schnellsten Führungstreffer des Europapokals erzielte. Erneut kamen die Bayern weiter.
Auch auf dem Weg zum „Finale Dahoam“ führte der Weg durch Madrid. Legendär war das Elfmeterschießen im Hexenkessel von Madrid, das Bastian Schweinsteiger per Treffer beendete. Der langgezogene Ruf „Schweinsteigeeeeeeer“ von Kommenator Wolf Fuss und die gleichzeitigen Bilder des Münchner Urgesteins wie er oberkörperfrei zum Jubel Richtung Eckfahne rannte, sind in das Gedächtnis der meisten Bayern-Fans eingebrannt.
Doch seit dem Triumph von Wembley 2013 haben sich die Rollen gedreht. Die „Bestia Negra“ ist zum Lieblingsgegner der Spanier geworden. Im ersten Jahr unter Pep Guardiola scheiterten die Münchner nach starkem Auftritt, aber glückloser 0:1-Niederlage in Madrid, krachend im Rückspiel mit 0:4 vor heimischem Publikum. Marti Perarnau widmet allein diesem Spiel ein ganzes Kapitel in seiner Biographie über Guardiola.
Doch weder 2017, 2018, noch zuletzt 2024 hatten die Bayern im Duell Erfolg. Nichtmal ein Spiel konnte man in dieser Zeit gewinnen, wenn man die Verlängerung mit einbezieht. Vielmehr stehen zwei magere Unentschieden ganzen vier Siegen der Spanier gegenüber. Dabei war es immer knapp.
Am knappsten sicherlich 2017, als die von Carlo Ancelotti trainierten Bayern im Bernabéu Real nach 90 kämpferischen Minuten mit 2:1 geschlagen hatten. Doch in der Verlängerung, die Bayern nach Platzverweis gegen Vidal zu zehnt bestritt, traf Ronaldo doppelt und die Bayern schieden bitter aus. Bis heute sitzt der Frust in München tief. Karl-Heinz Rummenigge witterte sogar Betrug, die Münchner wären „beschissen worden“.
Viktor Kassai, der damals die kicker-Note 6 für seine Leistung erhielt, erwischte einen fürchterlichen Tag. Casemiro hätte Gelb-Rot sehen müssen, Ronaldos Tore in der Verlängerung waren eigentlich irregulär (Abseits) und Robert Lewandowski wurde beim Stand von 1:0 für den FCB wegen vermeintlichem Abseits zurückgepfiffen, das vermutlich gar keines war. Den VAR gab es damals noch nicht.
Was in der „Urban Legend“ des vermeintlichen Betrugs aber gern vergessen wird: Im Hinspiel bekamen die Bayern einen sehr schmeichelhaften Elfmeter, den Vidal verschoss. Jener Vidal hatte zudem im Rückspiel Glück, dass er erst sehr spät vom Platz flog, auch wenn das Foul, das die zweite Gelbe Karte auslöste, eher soft war. Der Chilene hätte vorher schon mehrfach Gelb-Rot sehen können, eher müssen.
Und auch das Tor, das die Bayern überhaupt erst in die Verlängerung brachte, hätte wegen Abseitsposition von Lewandowski aberkannt werden müssen. Die Schiedsrichterleistungen waren in beiden Partien schwach. Aber „Betrug“ ist nicht nur eine Nummer zu groß, sondern gleich mehrere.
Im Jahr darauf kam es im Halbfinale zum Duell. Dieses Mal stand mit Jupp Heynckes jener Trainer an der Seitenlinie, der bereits 2012 die Königlichen bezwungen hatte. Und obwohl die Bayern in beiden Spielen mit 1:0 in Führung gingen, sollte es nicht reichen. Dieses Mal wurde Sven Ulreich zur tragischen Figur. Der Ersatzkeeper, der eine starke Partie zeigte, patzte nach Wiederanpfiff im Rückspiel folgenschwer.
Auch 2024 standen die beiden Giganten sich im Halbfinale gegenüber. Der späte Treffer im Hinspiel von Vinícius zum 2:2-Ausgleich brachte die Münchner in die schwierige Lage, eine Woche später in Madrid gewinnen zu müssen. Zwar schaffte der Rekordmeister durch Davies sogar die Führung, aber erneut war ein Torwartfehler – dieses Mal von Stammkeeper Neuer – der erste Schritt zum Aus. Denn in der Nachspielzeit traf Joselu gar noch zum Sieg. Wieder gab es Debatten um den Schiedsrichter, der einen späten Treffer von Matthijs de Ligt zurückgepfiffen hatte.
Darauf kann man sich wohl auch diesmal wieder einstellen: Emotionen, aufgeladene Atmosphäre, Schiedsrichterdiskussionen und – hoffentlich – viele Tore.
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