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·20 de enero de 2026

Frankfurts Trainersuche entscheidet über den europäischen Traum

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Nach der Trennung von Dino Toppmöller übernehmen Schmitt und Meier interimsweise. Sportvorstand Krösche sucht einen Trainer für offensiven Fußball.

Die Trennung von Dino Toppmöller war überfällig, auch wenn Markus Krösche das so nie sagen würde. Der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt wählt stattdessen diplomatische Worte, spricht von einem Trainerteam und einer Mannschaft, die sich "verkeilt" hätten. Das klingt nach höherer Gewalt, nach unglücklichen Umständen. In Wahrheit ist es das Eingeständnis, dass die sportliche Entwicklung stagniert hat.


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Krösche formuliert nun seine Anforderungen an den neuen Trainer: offensiver, mutiger Fußball und die Bereitschaft, Spieler weiterzuentwickeln. Das klingt nach einem klaren Profil, ist aber zunächst nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit für einen Verein mit den Ambitionen der Eintracht. Die entscheidende Frage lautet: Wer kann das liefern?

Die Namen, die durch Frankfurt geistern, könnten unterschiedlicher kaum sein. Marco Rose steht für intensive, aggressive Spielweise, hat aber auch gezeigt, dass er Kader verschleißen kann. Edin Terzic bringt Erfahrung aus Dortmund mit, wo er zwischen Pokaltriumph und Bundesliga-Mittelmäßigkeit pendelte. Roger Schmidt hat in Eindhoven und Benfica bewiesen, dass er Mannschaften formen kann, gilt aber als wenig diplomatischer Charakter. Sandro Wagner wäre ein Wagnis ohne Erfolgsnachweis. Und Xabi Alonso? Der große Name wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

Krösche braucht bei Eintracht Zeit

Dass Krösche keinen Zeitdruck kommuniziert, ist taktisch klug. Es verschafft Verhandlungsspielraum und verhindert, dass potenzielle Kandidaten die Preise hochtreiben. Gleichzeitig birgt es Risiken. Die Champions League wartet nicht. Am Mittwoch steht das Spiel bei Qarabag Agdam an, danach folgt noch eine Partie in der Königsklasse. Die Eintracht hat die Chance auf die K.o.-Phase, aber diese Chance schrumpft mit jedem Tag ohne klare Führung auf der Trainerbank.

Dennis Schmitt und Alexander Meier werden interimsweise übernehmen. Schmitt als Fußballlehrer in der federführenden Rolle, Meier als Vereinsikone mit emotionaler Bindung zur Mannschaft. Das kann funktionieren, um kurzfristig Ruhe reinzubringen. Für mehr als eine Übergangslösung taugt es nicht.

Krösche hat sich selbst in die Verantwortung genommen, das verdient Respekt. Die Kaderplanung der vergangenen Monate war nicht fehlerfrei, die Balance zwischen Abgängen und Zugängen stimmte nicht immer. Jetzt muss er beweisen, dass er aus dieser Situation das Beste machen kann.

Frankfurt braucht keinen Namen, der Schlagzeilen produziert. Frankfurt braucht einen Trainer, der zur DNA des Vereins passt: leidenschaftlich, entwicklungsorientiert, europäisch ambitioniert. Die Suche hat begonnen. Sie sollte nicht zu lange dauern.

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