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·11 de abril de 2026

Frauen Fußball-Nationalmannschaft: DFB-Nationalspielerin Knaak über ihre ungewöhnliche Karriere

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DFB-Frauen: Knaak zwischen Titelchance und spätem Durchbruch

Nationalspielerin Rebecca Knaak steht mit Manchester City vor einer besonderen Saisonphase: In England sind Meisterschaft und FA Cup noch greifbar. Für die 29 Jahre alte Nationalspielerin wäre vor allem ein Titelgewinn auf der Insel die bislang größte Krönung ihrer spät auf Touren gekommenen Laufbahn.

Rebecca Knaak von der deutschen Frauen-Nationalmannschaft am Ball im WM-Qualifikationsspiel für die FIFA Frauen-WM 2027 gegen Slowenien im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden am 3. März 2026. Foto: Thomas Eisenhuth / Getty Images Europe via Getty Images


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Im Halbfinale des FA Cups trifft City im Mai auf Chelsea und damit auch auf Knaaks DFB-Mitspielerin Sjoeke Nüsken. Im Trainingslager in Herzogenaurach sei das Thema schon mit einigen Scherzen verbunden gewesen, erzählt die Verteidigerin der Sportschau. Das Finale im Wembley-Stadion wäre für sie ein besonderer Höhepunkt: Dort hat sie noch nie gespielt.

City mit bester Ausgangslage in der Liga

Auch im Meisterrennen hat Manchester City derzeit beste Karten. Das Team führt die Tabelle an, liegt neun Punkte vor Chelsea und sogar elf vor Arsenal. Allerdings haben die Gunners als Champions-League-Siegerinnen des Vorjahres noch zwei Partien weniger absolviert. Knaak bremst deshalb jede Euphorie: City habe eine sehr gute Position, müsse aber noch drei Spiele überstehen. Sie gehe fest davon aus, dass Arsenal beide Nachholpartien gewinnt, weshalb es wieder enger werden könne. Dennoch sei klar, dass ihre Mannschaft kurz vor dem Ziel stehe und nun alles daran setze, den Vorsprung ins Ziel zu bringen.

Mitten in dieser erfolgreichen Phase besiegte City zuletzt im Old Trafford auch die Stadtrivalinnen von Manchester United. Knaak beschreibt die Spielweise des Teams als Mischung aus klarer Ordnung und viel Freiraum, besonders für die Offensive. Für die Abwehr gelte das weniger, dort gehe es zunächst um Stabilität und Struktur, sagt sie über das System von Andrée Jeglertz. Hinzu komme die enorme individuelle Qualität. Außerdem sei die Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison körperlich besser aufgestellt, habe weniger Verletzte und sei in diesem Jahr nicht durch die Champions League zusätzlich belastet.

Neue Infrastruktur als zusätzlicher Schub

Manchester City zählt seit Jahren zu den Klubs mit der besten Infrastruktur im europäischen Frauenfußball – und hat zuletzt noch einmal nachgelegt. Seit vier Wochen trainieren die Spielerinnen in einem neuen Zentrum. Dort stehen der Mannschaft ein eigenes Gebäude nur für das Frauen-Team samt Staff zur Verfügung, inklusive Lounge, Essensraum, Gym, Physio-Räumen und Kältebecken. Knaak schwärmt von den Bedingungen und spricht von einer sehr durchdachten Anlage. Solche Details könnten, so ihr Eindruck, noch einmal ein bis zwei Prozent mehr Leistung freisetzen – und genau das könne am Ende entscheidend sein.

Ein Weg mit spätem Länderspieldebüt

Für Knaak wäre ein englischer Titel sogar noch wertvoller als ihre bisherigen Erfolge in Schweden. Mit Rosengard hatte sie bereits zwei Meisterschaften gewonnen, doch ein Triumph mit City würde für sie das Karriere-Highlight markieren. Der Weg dorthin verlief ungewöhnlich: Lange spielte die Innenverteidigerin beim SC Freiburg, ohne große öffentliche Aufmerksamkeit zu erhalten. Erst 2022 folgte der Wechsel ins Ausland, zunächst nach Schweden, Anfang 2025 dann weiter nach England.

Besonders bemerkenswert: Ihr Debüt für die deutsche Nationalmannschaft gab Knaak erst mit 28 Jahren. Sie selbst beschreibt das als etwas „manchmal verrückt“ und sagt, sie müsse darüber nachdenken, weil es sich fast wie eine zweite Karriere anfühle. Das frühere Kapitel wirke inzwischen sehr weit entfernt. Gleichzeitig sei genau dieser Weg Teil ihrer Entwicklung gewesen – und alles, was sie in Freiburg, Leverkusen und auch in ihrem ersten Jahr in Bad Neuenahr gelernt habe, fließe heute in diesen Punkt zusammen.

WM-Qualifikation und Vorfreude auf Brasilien

In der Auswahl von Bundestrainerin Christian Wück stand Knaak in den ersten beiden Spielen der WM-Qualifikation gegen Slowenien und Norwegen jeweils in der Startelf. In der kommenden Woche warten nun zwei Partien gegen Österreich. Der Gegner ist mit zwei Niederlagen in die Qualifikation für das Turnier in Brasilien im Sommer 2027 gestartet.

Knaak hat sich dazu bereits mit Laura Wienroither, ihrer Teamkollegin in Manchester, ausgetauscht. Bei den Österreicherinnen herrsche nach den jüngsten Ergebnissen große Unzufriedenheit, sagt sie. Gerade das könne gefährlich werden, weil auf eine solche Lage oft eine Reaktion folge. Deshalb stelle sich Deutschland auf ein schwieriges Spiel ein – wisse aber auch um die eigene Qualität und die Möglichkeit, Österreich zu schlagen. Die 13-malige Nationalspielerin blickt zudem schon mit Vorfreude auf das mögliche Turnier: Die EM habe sie bereits erlebt, eine WM sei aber noch einmal etwas anderes. Und Brasilien als fußballbegeistertes Land mache das Ganze zu einem Ereignis, das man unbedingt mitnehmen wolle.

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