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·30 de marzo de 2026
Fußball heute Playoffs Türkei gegen Kosovo: Calhanoglu & der türkische WM-Traum

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Die Türkei steht vor dem letzten Schritt zur Rückkehr auf die Weltbühne: Ein Sieg im Playoff-Finale gegen Kosovo würde die Tür zur WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada öffnen. Im Mittelpunkt steht Kapitän Hakan Calhanoglu, der seine bislang größte Sehnsucht offenbart hat. Für Kosovo wäre ein Erfolg historisch, die junge Nation träfe damit erstmals auf Fußball-Weltbühne. Das Finalspiel steigt im Fadil-Vokrri-Stadion am Dienstag (20.45 Uhr/DAZN) und bringt hohe Erwartungen und Emotionen mit sich.

Arda Güler und Hakan Çalhanoğlu (Türkei) reagieren im WM-Qualifikations-Playoff gegen Rumänien im Beşiktaş Park in Istanbul am 26. März 2026. Burak Kara / Getty Images
Hakan Calhanoglu hat bereits viel erlebt, doch an einen Punkt knüpft der 32-Jährige alle Hoffnungen: „Mein einziges Ziel ist es, als Kapitän an der Weltmeisterschaft teilzunehmen“, sagte der Mittelfeldspieler von Inter Mailand. Auf Instagram schrieb Calhanoglu zudem: „Nur noch ein letztes Spiel“, und ergänzte wörtlich: „um die Sehnsucht, die wir seit 2002 haben, zu stillen“. Damit unterstreicht er die Bedeutung des Duells für die türkische Nationalmannschaft.
Die Türkei wartet seit 24 Jahren auf eine Rückkehr zur WM; das letzte Mal standen die Türken 2002 bei der Endrunde. Damals scheiterte die Mannschaft um Starstürmer Hakan Sükür erst im Halbfinale am späteren Weltmeister Brasilien und gewann anschließend das Spiel um Platz drei gegen Co-Gastgeber Südkorea. Heute ist die Mannschaft gespickt mit jungen Talenten wie Arda Güler und Kenan Yildiz, die Hoffnungsträger für das Turnier in Nordamerika sind.
Besonders Arda Güler sorgte zuletzt mit einem brillanten Assist beim 1:0-Erfolg gegen Rumänien für Aufsehen und hält die Qualifikationshoffnung lebendig. Der Youngster von Real Madrid betonte die Zielsetzung unmissverständlich: „Die WM ist unser großes Ziel“, sagte Güler, „und wir werden alles dafür geben.“ Damit zeigt sich die Türkei entschlossen, das Ticket für die Endrunde zu lösen.
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Calhanoglu, ein ehemaliger Bundesliga-Profi, blickt auf bescheidene Anfänge zurück: Als die Türkei 2002 ihren großen Erfolg feierte, kickte er noch in der Jugendmannschaft von Waldhof Mannheim. Mittlerweile trägt er als erfahrener Profi und Kapitän die Hoffnungen einer ganzen Nation auf den Schultern und könnte mit einem Sieg in Pristina jenes Erbe antreten, das Spieler wie Hakan Sükür und Torhüter Rüstü Recber hinterließen.
Der ehemalige Nationalspieler Erdal Keser bezeichnete die aktuelle Auswahl als Ausnahmetalent: „Das ist die beste Generation, die die Türkei jemals hatte“, sagte Keser im kicker-Interview. An ein mögliches Scheitern will der frühere Dortmunder Stürmer kaum denken: „Es wäre wirklich eine große Enttäuschung, wenn das nun auf den letzten Drücker nicht mehr klappt“, warnte der 64-Jährige, fügte aber hinzu, dass er vor dem Duell mit dem Kosovo „ein sehr gutes Gefühl“ habe.
Auch für Gastgeber Kosovo wäre eine WM-Teilnahme das Allergrößte: Die Nation, die erst seit 2016 Mitglied der FIFA ist, hat bislang an keiner EM oder WM teilgenommen, weshalb ein Sieg historisch wäre. Nach dem dramatischen 4:3 gegen die Slowakei im Halbfinale der Playoffs ist die Euphorie im Land riesig und der Glaube an ein Weiterkommen groß.
Der deutsche Trainer Franco Foda, ein ehemaliger Bundesliga-Profi, betonte die Bedeutung dieses Spiels und sprach von großer Stimmung in der Hauptstadt: Das Final-Stadion in Pristina fasse zwar nur 13.000 Zuschauer, sagte Foda dem kicker, „aber wenn es möglich wäre, würden sicherlich 100.000 kommen“.
Das entscheidende Spiel steigt im Fadil-Vokrri-Stadion in Pristina und wird am Dienstag um 20.45 Uhr angepfiffen; übertragen wird die Partie live bei DAZN. Für die Kosovo-Auswahl hat die politische Führung eine zusätzliche Motivation in Aussicht gestellt: Die Regierung um Ministerpräsident Albin Kurti hat im Falle einer Qualifikation eine Prämie in Höhe von einer Million Euro ausgelobt. Dennoch betont Foda, dass der WM-Traum an sich bereits Antrieb genug sei; nun wolle man „auch die letzte Hürde nehmen“, sagte der 59-Jährige.









































