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·5 de junio de 2026

Fussballphilosoph an der Seitenlinie: WM-Guide Paraguay

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Zum ersten Mal seit 16 Jahren ist Paraguay wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei. Was kann die Albirroja bei der Endrunde erreichen?

Fußballphilosoph als Trainer

Wohl kaum ein Land kann von sich behaupten, einen derart philosophischen Trainer wie Gustavo Alfaro an der Seitenlinie zu haben. Der 63-jährige Argentinier kann auf eine lange Karriere an der Seitenlinie zurückblicken, in der er einiges an Erfahrung sammelte. Mit markanten Phrasen zeigt er sich immer wieder wortgewandt und tiefgründig auf Pressekonferenzen und zitierte dabei Aristoteles, Einstein, oder Ernest Hemingway.


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Bei Paraguay sitzt er seit knapp zwei Jahren auf der Trainerbank. Zuvor führte er unter anderem Ecuador zur Weltmeisterschaft 2022, wozu er sogar ein Buch namens "Cazadores de utopías imposibles: El camino de Ecuador a Qatar 2022" (dt. "Jäger von unmöglichen Utopien: Ecuadors Weg zu Katar 2022) schrieb. Bei der Copa America 2024 trainierte er Costa Rica und rang dabei Brasilien ein 0:0 ab. Trotz eines Sieges gegen Alfaros nächsten Arbeitgeber schied man in der Gruppenphase aus.

Paraguay ist zum ersten Mal seit der WM 2010 wieder dabei, wo im Viertelfinale gegen Spanien Schluss war. In der Qualifikation landete die Albirroja zwar nur auf Rang sechs, dem letzten Platz für eine direkte Teilnahme, war mit 28 Punkten jedoch gleichauf mit Kolumbien, Uruguay und Brasilien. Bei seiner Amtsübernahme blieb Alfaro die ersten neun Spiele ungeschlagen, bis er in Carlo Ancelottis zweitem Länderspiel als Brasiliens Nationaltrainer im August 2025 verlor. Es ist die neunte WM-Teilnahme für Paraguay.

Paraguays WM-Kader

Torhüter: Orlando Gill (San Lorenzo), Roberto Fernández (Cerro Porteño), Gastón Oliveira (Olimpia)

Abwehr: Omar Alderete (Sunderland), Gustavo Gomez (Palmeiras), Jose Canale (Lanus), Junior Alonso (Atletico Mineiro), Fabian Balbuena (Gremio), Gustavo Velazquez (Cerro Porteno), Juan Jose Caceres (Dynamo Moskau), Alexandro Maidana (Talleres)

Mittelfeld: Andres Cubas (Vancouver Whitecaps), Braian Ojeda (Orlando City), Diego Gomez (Brighton), Damian Bobadilla (FC Sao Paulo), Matias Galarza (River Plate/Atlanta United), Julio Enciso (Straßburg), Kaku (Al Ain), Mauricio (Palmeiras)

Angriff: Gustavo Caballero (Portsmouth), Miguel Almiron (Atlanta United), Ramon Sosa (Palmeiras), Isidro Pitta (Red Bull Bragantino), Alex Arce (Independiente Rivadavia), Antonio Sanabria (Cremonese), Gabriel Avalos (Independiente)

Paraguays Spiele

Paraguay gegen die USA, 13. Juni, 03:00 Uhr MESZ, SoFi Stadium, Inglewood

Paraguay gegen die Türkei. 20. Juni, 05:00 Uhr MESZ, Levi's Stadium, Santa Clara

Paraguay gegen Australien, 26. Juni, 04:00 Uhr MESZ, Levi's Stadium, Santa Clara

Prognose

Gruppe D ist wohl einer der ausgeglichensten der Vorrunde und daher auch eine der unberechenbarsten. Gegen keinen der Gegner hat Paraguay eine positive Bilanz. Noch nie gewann die Albirroja gegen die Türkei und Australien, während der letzte Erfolg gegen die USA !15 Jahre zurückliegt, in einem Pflichtspiel sogar 19 Jahre.

Dennoch hat sich Paraguay in der WM-Qualifikation mit Siegen gegen Argentinien und Brasilien als hartes Pflaster bewiesen, dass nicht zu unterschätzen ist. Der leichteste Gegner ist Australien, gegen die mit drei Punkten zu rechnen ist. Demgegenüber sind die USA und die Türkei schwerer zu knacken, doch auch gegen beide wäre mindestens ein Remis drin. Als Zweiter würde die Albirroja auf den Zweiten aus Gruppe G treffen, in der sich Belgien, Ägypten, der Iran und Neuseeland befinden.

Insofern die Vorrunde positiv ausfällt, könnte es das Momentum sein, dass Paraguay über das Sechzehntelfinale hinaus trägt. Ein Achtelfinale ist durchaus möglich und wäre nach der langen Durststrecke ein Erfolg.

Schlüsselspieler

Mit 44 Jahren ist Roque Santa Cruz längst Geschichte in der Albirroja, doch der ein oder andere Kicker kann auf Erfahrung auf europäischem Top-Niveau zählen. Ex-Herthaner Omar Alderete erreichte mit Sunderland die Europa League, während sich Mittelfeldspieler Diego Gomez mit Brighton für die Conference League qualifizierte. Als Starspieler gelten aber Julio Enciso, der bei Straßburg aufzeigt, und Miguel Almiron, lange bei Newcastle tätig.

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