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·19 de mayo de 2026

"Ganz sicher kein Ballbesitztrainer": Wörle stellt sich in Münster vor

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Am Dienstag hat Preußen Münster mit Thomas Wörle seinen neuen Cheftrainer offiziell vorgestellt. In der Antritts-Pressekonferenz sprach der neue Mann an der Seitenlinie von seiner Spielidee und wieso er sich für den SCP entschied. 

"Neues Kapitel für Preußen Münster"

Doch bevor der neue Mann selbst zu Wort kam, übernahm zunächst Sport-Geschäftsführer Ole Kittner das Wort und erinnerte an die erst zwei Tage zurückliegende Abstiegssaison, die auch "besondere Momente" hervorgebracht habe. Dennoch seien die Verantwortlichen letztlich zu der Erkenntnis gekommen, einen Neustart mit neuen Personalien zu benötigen. "Wir schlagen jetzt ein neues Kapitel für Preußen Münster auf und ich sage ganz ehrlich und aus voller Überzeugung, dass der Blick nach vorne sehr positiv ist. Der Rückschlag wirft uns nicht völlig aus der Bahn. Die grundsätzliche Richtung stimmt", machte Kittner klar.


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Nun sei mit der Verpflichtung Wörles eine "ganz wichtige Entscheidung für die sportliche Ausrichtung" erledigt. "Ich bin mir ganz sicher, dass wir mit dem Tom den idealen Trainer und den perfekten Menschen für diesen Weg haben", freute sich der Geschäftsführer. Wörle bringe genau die geforderten Eigenschaften mit. "Ehrgeiz, Ambitionen, aber auch verbunden mit einer Bodenständigkeit und einer Gewissenhaftigkeit. Zudem steht er für die Entwicklung von Mannschaften, von einzelnen Spielern und für das wollen wir auch als Klub stehen. Deswegen passt das sehr gut zusammen", betonte Kittner.

Drei Säulen im Anforderungsprofil

Münsters Sportdirektor Jan Uphues wurde im Auswahlprozess und dem gesuchten Profil noch ein bisher klarer und definierte diese über drei Säulen. "Eine aktive Spielweise, die Entwicklung der Mannschaft und die besondere Leistungskultur zu schaffen und zu beschützen." Dabei ginge es bei der Spielweise insbesondere darum "als Mannschaft Initiative zu zeigen und in allen Spielphasen Spielkontrolle zu haben". Im Zuge der Entwicklung betonte Uphues, dass am ersten Spieltag keine fertige Mannschaft zu sehen sei. "Nach einem mittelgroßen Umbruch im Sommer wird das für uns nicht möglich sein." Der Fokus beim neuen Team liege auf "Leistung und Identifikation".

Dabei solle der neue Fußballlehrer die Mannschaft zum Erfolg führen und die Liga "maximal ambitioniert" angehen. "Wir haben bei Tom nicht nur sofort eine große Neugierde für Preußen Münster gesehen, sondern auch eine große Freude an den Themen, die uns beschäftigen, sowie ein hohes gemeinsames Verständnis für eine Kultur innerhalb der Mannschaft." Dabei wird Wörle seinen langjährigen Co-Trainer Maximilian Knauer mit an die Hammer Straße bringen, mit dem er schon in Ulm zusammenarbeitete. Darüber hinaus wird Janis Hohenhövel, der auch schon unter Vorgänger Alois Schwartz als Co-Trainer fungierte, den Trainerstab unterstützen. Zu Knauer nahm Geschäftsführer Kittner gleich Stellung: "Max hat vor einigen Jahren bei WhatsApp auf einen inakzeptablen Witz mit Smileys reagiert. Das ist nichts was wir relativieren wollen, aber wir sind dennoch zu der Überzeugung gekommen, dass Max als Co-Trainer zu 100 Prozent die Werte von Preußen Münster in sich trägt. Damit ist das Thema für uns abgeschlossen."

"Müssen die neue Liga komplett annehmen"

Im Fokus stand an diesem Dienstag sowieso Thomas Wörle, der um seinen Optimismus und seine Vorfreude keinen Hehl machte: "Ich freue mich auf einen echten Traditionsverein mit tollem Entwicklungspotenzial." Neben den offenen Gesprächen und den übereinstimmenden fußballerischen Ideen hätte auch der Fußballstandort Münster den 44-Jährigen zu seiner neuen Trainerstation bewegt, wie er erklärte: "Es war schnell klar, dass ich ein Teil der Preußen Familie werden will. Die Werte, die einem wichtig sind, sehe ich hier total als gegeben an und deswegen passt das auch so wunderbar zusammen."

Trotz der "großen Herausforderung" stellte Wörle klar: "Ich bin hochmotiviert, das anzupacken, weil ich glaube, dass hier im Verein etwas möglich ist." Im ersten Schritt gehe es allerdings erst einmal darum, sich nach dem Abstieg zu stabilisieren. "Wir müssen diese Liga komplett annehmen und eine neue Mannschaft formen." Das gelte nicht nur fußballinhaltlich, sondern insbesondere auch für das Teamgefüge. Für Wörle sei das ein "dynamischer Prozess über die gesamte Saison".

Wörle sieht Übereinstimmungen mit Ulm

Dabei machte er jedoch auch seinen spielerischen Ansatz klar: "Ich bin ganz sicher kein Ballbesitztrainer, aber mit Sicherheit auch kein Trainer, der nur über das Verteidigen kommt." Für ihn gehe es vielmehr darum, mit welcher Art und Weise seine Mannschaft auf dem Feld agiere. Dabei sehe er auch Übereinstimmungen zu seiner vorherigen Station in Ulm, "insbesondere darin, wie wir ein Team entwickeln wollen, mit welcher Energie wir ein Team auf dem Platz sehen wollen". Alles Weitere sei ein Stück weit davon abhängig, welche Personalien in den kommenden Wochen zur Verfügung stehen werden.

Dafür ist Wörle mit in die Planung eingebunden. "Idealerweise geht es um eine stabile Achse. Außerdem wollen wir auch Spieler der jetzigen Mannschaft halten, soweit es möglich ist." Dafür seien aktuell viele Gespräche zu führen, bevor es in den kommenden Tagen und Wochen an die spezifischeren Planungen für die neue Saison gehe. "Es ist viel zu tun, ich werde nicht mehr im Urlaub sein", zeigte sich Wörle hochmotiviert.

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