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·3 de marzo de 2026
"Habe das Gefühl, versagt zu haben": Aues Krise verschärft sich

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Auch im achten Spiel der Rückrunde reichte es für Erzgebirge Aue nicht zu drei Punkten, stattdessen setzte es beim 1:2 in München die sechste Pleite der zweiten Saisonhälfte, wodurch sich die Krise weiter verschärft hat. Marcel Bär war im Anschluss untröstlich, wollte die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben.
In der Schlussphase waren sie gleich mehrfach vorhanden, die Chancen auf den Ausgleich. Die größte hatte Marcel Bär, als er nach 89 Minuten plötzlich frei vor dem Tor stand, aber deutlich über den Kasten zielte. Als der Stürmer wenige Augenblicke später zum Interview mit "MagentaSport" kam, war er untröstlich ob der vergebenen Großchance, nachdem er Aue zuvor noch zum zwischenzeitlichen Ausgleich geschossen hatte (12.). "Es ist schwierig, Worte zu finden. Ich habe das Gefühl, versagt zu haben. Das tut extrem weh und ist ein ganz schlimmes Gefühl." Zwar hätte auch ein Remis den Veilchen im Abstiegskampf nicht wirklich weitergeholfen, hätte aber zumindest mehr Mut für die kommenden Aufgaben gegeben.
Dass es zum achten Mal hintereinander trotz 20 Torschüssen nicht zum Sieg reichte, lag aber einmal mehr auch an einem individuellen Patzer, der sich nahtlos in die Aussetzer der letzten Wochen einreihte. Dieses Mal erlaubte sich ausgerechnet Kapitän Martin Männel einen dicken Bock, als er aus seinem Kasten kam, den Überblick verlor und den Ball nicht mehr erreichte. So hatte Haugen keine großen Schwierigkeiten, den Ball im leeren Tor unterzubringen.
"Mir tut es brutal leid. Am Wochenende habe ich von vielen Scheißsituation vorn wie hinten gesprochen – und heute hänge ich selbst in einer drin, in welcher der Ball oben im Nebel verschwindet und ich dann herumirre. Das muss ich besser lösen", zeigte sich der Keeper gegenüber der "Freien Presse" selbstkritisch. Auch Bär war bedient: "Es ist Woche für Woche das Gleiche, wir haben uns selber geschlagen", war Bär bedient. So ein Gegentor habe er noch nicht gesehen. "Ich weiß nicht, woran es lag. Es verfolgt uns einfach seit Wochen, seit Monaten."
Das ist auch Trainer Christoph Dabrowski bewusst, dennoch wollte er nicht auf seine Spieler draufhauen: "Sie können davon ausgehen, dass der Druck auf den Jungs ohnehin schon groß genug ist. Wenn ich jetzt anfange, panisch zu werden oder alles in Schutt und Asche zu reden, wird das nicht funktionieren." Trotz eines "mega enttäuschenden Ergebnisses" nach einem "guten Auswärtsspiel" werde er den Spielern "morgen wieder Mut zusprechen", betonte der 47-Jährige.
Schließlich seien "viele Dinge aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt haben", zudem habe seine Mannschaft auch den frühen Rückstand (7.) gut weggesteckt, mit dem Bär-Treffer (12.) unmittelbar darauf geantwortet und bis zum Schluss alles versucht. "Ich werde mich an den positiven Dingen aufrichten", kündigte Dabrowski an. Zwar werden die Spiele weniger, "mein Glaube wird aber nicht schwinden. Denn die Mannschaft lebt. Wir müssen jetzt diesen Bann durchbrechen. Am Ende entscheiden Kleingkeiten".
Bär zeigte sich ebenfalls kämpferisch: "Ich kann nur sagen, dass wir den Laden jetzt nicht abschließen werden, sondern auf die Leistung aufbauen. Es hilft ja nichts. Und ich bin mir sicher, wenn wir so weiterspielen, werden auch irgendwann die Punkte kommen. Die Hoffnung bleibt." Gleichzeitig muss Aue aber darauf hoffen, dass Saarbrücken am Mittwoch nicht gegen Wiesbaden gewinnt. Denn ansonsten würde der Rückstand zum rettenden Ufer auf acht Zähler anwachsen, was bei nur noch elf Spielen ein dickes Brett wäre. So oder so ist klar, dass am Samstag im Heimspiel gegen Alemannia Aachen unbedingt ein Sieg her muss. Bis dahin muss Dabrowski, der der von einem "Zermürbungskampf" sprach, seine Mannschaft wieder aufbauen. "Ich fühle mich einfach schlecht, die Jungs fühlen sich schlecht", gab Bär zu Protokoll.
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