Miasanrot
·11 de marzo de 2026
Halbfinale! FC Bayern Frauen schlagen den HSV im Nord-Süd-Gipfel mit 3:0

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Die FC Bayern Frauen ziehen durch einen souveränen 3:0-Sieg ins DFB-Pokal-Halbfinale ein. Im Kampf um die Titelverteidigung ließ man trotz strömenden Regen in Hamburg keine Zweifel aufkommen. Miasanrot war für euch im Volksparkstadion.
Nach der Länderspielpause starteten die FC Bayern Frauen mit dem Nord-Süd-Gipfel im DFB-Pokal langsam in die heiße Saisonphase. Im Volksparkstadion ging es für die Titelverteidigerinnen gegen den Hamburger SV, um den erneuten Einzug ins Pokal-Halbfinale.
Mit einem sehr guten Gefühl verabschiedete sich das Team von Cheftrainer José Barcala in die erste Länderspielpause des Jahres 2026: Die FC Bayern Frauen feierten gegen den direkten Verfolger aus Wolfsburg einen beeindruckenden 4:1-Erfolg. Damit bauten die amtierenden Doublesiegerinnen ihren Vorsprung an der Tabellenspitze weiter aus und sind nun seit 19 Spielen wettbewerbsübergreifend ungeschlagen.
Das Viertelfinalticket im Pokal sicherten sich die FC Bayern Frauen Mitte November dank eines 3:0-Erfolgs gegen den FC Ingolstadt. Die Tore erzielten damals Barbara Dunst (50.), Lea Schüller (57.) und Natalia Padilla Bidas (90.+7).
Die HSV-Frauen erkämpften sich zuletzt im Nordderby gegen Werder Bremen ein 1:1-Unentschieden. Mit diesem Punktgewinn und dem 4:0-Auswärtssieg eine Woche zuvor gegen die TSG Hoffenheim gelang dem Team von Cheftrainerin Brancao ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Die Rothosen belegen derzeit mit 14 Punkten den zwölften Tabellenplatz der Frauen-Bundesliga.
Der Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals war an Dramatik kaum zu überbieten. Gegen Bayer Leverkusen kämpften sich die HSV-Frauen bis ins Elfmeterschießen. Dort verwandelten alle vier Schützinnen, während zwei Leverkusenerinnen scheiterten. So feierte der HSV am Ende den Sieg und den Einzug ins Viertelfinale.
Cheftrainer Barcala veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Spiel gegen den VFL Wolfsburg vor der Länderspielpause auf fünf Positionen. Viggósdóttir, Eriksson, Tanikawa, die verletzte Bühl und Damnjanović wurden durch Gilles, Ballisager, Caruso, Dunst und Imade ersetzt.
Die Bayern begannen gewohnt druckvoll und hatten von Beginn an mehr Spielkontrolle. In der sechsten Minute dann der frühe Nackenschlag für die Hamburgerinnen: Gwinn wurde am rechten Strafraumeck freigespielt und chippte den Ball in die Mitte. HSV-Torhüterin Paulick rutschte der Ball durch die Finger, sodass die Kugel direkt bei Imade landete, die aus kurzer Distanz nur noch einköpfen musste. So stand es bereits nach wenigen Minuten 1:0 für die haushohen Favoritinnen durch diesen Patzer.
Wenige Augenblicke später die nächste gute Chance für die Bayern! Etwas glücklich landete der Ball halbrechts im Strafraum bei Dallmann, die frei aus zehn Metern zum Abschluss kam. Ihr Linksschuss war aber zu unplatziert, sodass Lea Paulick den Ball festhalten konnte.
Danach plätscherte das Spiel so ein wenig vor sich hin. Die Hamburgerinnen bekamen den anfänglichen Druck der Bayern ganz gut in den Griff. Der Spielrhythmus wurde auch immer wieder von Behandlungspausen unterbrochen und so musste der HSV in der 28. Spielminute bereits das erste Mal verletzungsbedingt wechseln. Den Bayern fehlte es teilweise am Tempo und an der Dynamik im Spiel nach vorn. So kam der HSV auch immer wieder zu vereinzelten kleineren Vorstößen, ohne dabei richtig gefährlich zu werden.
Nach einer knappen halben Stunde wurden auch die Münchnerinnen wieder etwas druckvoller. Erneut konnte Paulick nach einer Hereingabe den Ball nicht festhalten, doch Gwinn schoss den Ball aus spitzem Winkel zu weit übers Tor der Gastgeber. Die Bayern Frauen kamen danach noch zu kleineren Chancen, aber ohne brandgefährlich zu werden. So ging es nur mit einer 1:0-Führung in die Pause und es blieb viel Steigerungspotential für den zweiten Durchgang.
Beide Teams kamen unverändert aus der Pause. In der 50. Minute trat die Hamburgerin Mirzaliyeva Dunst am Rande des Strafraums eindeutig in die Hacke. Die Bayern Spielerin ging nicht direkt zu Boden, sodass es im Live-Geschehen nicht direkt nach einem Foul aussah. Die Schiedsrichterin übersah das eindeutige Foulspiel ebenfalls und da es im Pokal-Viertelfinale keinen VAR gibt, lief das Spiel weiter.
Danach ergab sich ein ähnliches Bild, wie in Halbzeit eins: Die Bayern ließen den Ball ohne viel Tempo in den eigenen Reihen laufen. Der HSV kam kaum hinten raus, ließ aber auch nur wenig zu – ein fußballerischer Leckerbissen sah anders aus. Der schmerzhafte Ausfall von Klara Bühl war immer wieder zu merken. Die starke linke Seite, die das bajuwarische Offensivspiel sonst immer maßgeblich prägt, konnte bis dato im Offensivspiel selten glänzen.
In der 60. Minute wechselte Trainer Barcala doppelt und brachte mit Caro Simon und Bernadette Amani zwei frische Kräfte in die Partie. Das Feld verließen Barbara Dunst und die Torschützin Edna Imade. Wenige Minuten später dann der zweite Treffer für die Münchnerinnen: Caruso ließ einen Pass von Harder clever durch, wodurch die HSV-Verteidigerinnen die Orientierung verloren. Kett nahm die Kugel an der Strafraumkante auf, ging an der herausgeeilten HSV-Torhüterin Paulick vorbei und schoss den Ball dann flach ins leere Tor zur 2:0-Führung für die Bayern Frauen.
Der zweite Treffer wirkte wie ein Brustlöser für die Bayern Frauen: Sie spielten nun deutlich dynamischer und zielstrebiger nach vorne. Die Hamburgerinnen taten sich schwer nochmal Hoffnung zu schöpfen, diesen zwei Tore Rückstand auszugleichen.
In der 78. Minute bekam dann auch die zuletzt kaum eingesetzte Natalia Padilla-Bidas die Chance auf Spielzeit. Sie kam für Pernille Harder in die Partie. Zwei Minuten später kam dann der HSV zur ersten Topchance in der Partie: Nach einer Hereingabe musste Ena Mahmutovic das erste Mal richtig eingreifen, nach dem Christin Meyer den Ball per Hacke gekonnt und gefährlich aufs Tor brachte.
Rund zehn Minuten nach ihrer Einwechslung konnte sich dann Padilla-Bidas mit ihrem Tor zum 3:0 nochmal belohnen: Eine Ecke von links wurde von Gilles ziemlich unkontrolliert verlängert. Die Szene wirkte eigentlich ungefährlich, aber Dallmann brachte die Kugel nochmal klasse mit dem ersten Kontakt von rechts vor das Tor. Aus kurzer Distanz musste dann Padilla-Bidas den Ball nur noch über die Linie drücken. Das war dann dann auch der Schlusspunkt in einer sehr klaren Partie.
Unschöne Nachrichten gab es derweil von den Rängen. Nach Miasanrot-Informationen hat ein HSV-Fan versucht, die Zaunfahne der Red Ladies abzuhängen, nachdem er sich in den Oberrang geschlichen hatte. Auch weitere Heimfans beteiligten sich an den Provokationen.
Daraufhin stellte die aktive Fanszene der FC Bayern Frauen den Support teilweise ein. Einen aktiven Boykott gab es zwar nicht, aber auch keine koordinierte Stimmung – erst im zweiten Durchgang wurden wieder Gesänge angestimmt. Es ist nicht das erste Mal, dass aus dem Männerfußball bekannte Verhaltensweisen Einzug in den Fußball der Frauen halten.
Eine Entwicklung, die von vielen Fans zu Recht kritisch beäugt wird. Die familiäre, positive und meist respektvolle Stimmung in den Stadien ist etwas, was den Fußball der Frauen auszeichnet. Aktionen wie diese stehen konträr dazu.
Für die Bayern Frauen war es am Ende ein Pflichtsieg und ein erfolgreicher Start in die heiße Saisonphase in diesem Jahr. Dennoch blieb bei der Gesamtperformance noch deutlich Luft nach oben und die Abwesenheit von der so wichtigen Einzelspielerin Klara Bühl bereitet doch ein wenig Kopfzerbrechen, das hat das Spiel heute nochmal verdeutlicht.
Im direkten Anschluss an die Partie wird bereits das DFB-Pokal-Halbfinale ausgelost, das am Osterwochenende stattfinden soll. Dort wird dann auch der Gegner der Münchnerinnen ermittelt. Für die FC Bayern Frauen geht es als nächstes jedoch erstmal am Wochenende in der Liga zum 1. FC Köln.









































